Gallotropismus und Zivilisationsmodelle im deutschsprachigen Raum (1660-1789)/Gallotropisme et modeles civilisationnels dans l`espace germanophone (1660-1789) / Band 3

Gallotropismus aus helvetischer Sicht/Le gallotropisme dans une perspective helvetique

edited by Barbara Mahlmann-Bauer, associate editor Michele Crogiez Labarthe

Book cover: Gallotropismus und Zivilisationsmodelle im deutschsprachigen Raum (1660-1789)/Gallotropisme et modeles civilisationnels dans l`espace germanophone (1660-1789) / Band 3

Extent: 419 pages

Publisher: Universitätsverlag Winter

Subjects: Literary Studies

Series: Beihefte zum Euphorion

Series volume number: 99

Language: French

Hardback (Published)

(November 2017)

ISBN: 9783825367350

6.06 x 9.21 inches

Price: $83.00

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In Briefen schweizerischer Schriftsteller ist der Gallotropismus vielschichtig: Abhangig von ihrer Heimat und der Sprachkultur ihrer Briefpartner wird er mit Germanotropismus verbunden und von Anglophilie abgelost. Julie Bondeli, K. V. von Bonstetten und Ch. Bonnet orientierten sich an der franzosischen Aufklarung, die ihnen auch Massstabe fur eine republikanische Identitat lieferte. A. v. Haller, Samuel Henzi und Samuel Konig, Angehorige der Berner Oberschicht, akzeptierten die franzosische Kulturdominanz als Distinktionsmerkmal, tadelten aber hofischen Dunkel und Luxus. J. J. Bodmer blieb auch in Briefen an Frankophone beim Deutschen, das er mit franzosischen und englischen Floskeln spickte, nahrte aber seine politischen Schauspiele mit Ideen Rousseaus, den er und seine Schuler als Schweizer reklamierten. Wielands franzosische Briefe zeigen, wie beeindruckt er vom Galanterie-Ideal und Kosmopolitismus der Schweiz war. Die deutsch-franzosische Korrespondenz Schweizer Autoren vermittelt, wie polyglott und kosmopolitisch der Austausch und Wettbewerb der Kulturen im 18. Jahrhundert war.

  • Edited by Barbara Mahlmann-Bauer
  • Associate editor Michele Crogiez Labarthe