Freiheitsbaum und Galgen. Die Mainzer Republik 1792/93

Chronologie, Dokumente mit Anmerkungen, Aufsätze zur französischen Expansionspolitik und zur Rolle der Mainzer Jakobiner

By (author) Heinz Brauburger

Book cover: Freiheitsbaum und Galgen. Die Mainzer Republik 1792/93

Extent: 148 pages

Publisher: Dr. Ludwig Reichert Verlag

Subjects: Eighteenth-Century Studies, German Studies, Social Sciences 

Language: German

Hardback (Published)

(July 2020)

ISBN: 9783954904679

6.69 x 9.45 inches

Price: $45.00

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Die Mainzer Republik – Ausdruck des Grabenbruchs der französischen Revolution in ihrer zweiten, der radikalen Phase: Wirkraum französischer revolutionärer Eroberungspolitik, ein totalitärer Demokratieversuch mit Eidzwang, Vertreibung und Enteignung. Der Rheinisch-Deutsche Nationalkonvent ein Pseudoparlament. Mein Versuch, den Mythos „Mainzer Republik“ zu entzaubern.


Die Mainzer Republik – beginnend mit der Eroberung der Festung und der Residenzstadt des Kurfursten, Erzbischofs und Erzkanzlers Erthal durch General Custine am 21. Oktober 1792, endend mit dem Abzug von 20.000 Revolutionssoldaten am 24.07.1793 – ist von Beginn an umstritten. In der politischen Diskussion anlasslich der Einfuhrung des Platzes der Mainzer Republik bezeichneten die Protagonisten die “Mainzer Republik” als Wiege deutscher Freiheit, als Wurzel der Demokratie in Deutschland, die auf dem ersten nach demokratischen Grundsatzen zustande gekommenen Parlament der deutschen Geschichte basierte. Auch das Werk setzt sich mit diesen Wertungen auseinander. Es stellt den Zusammenhang dar mit dem ersten Koalitionskrieg zwischen Osterreich, Preussen und ihren Verbundeten einerseits, Frankreich andererseits, mit der Kanonade von Valmy, dem Ubergang vom Verteidigungskrieg zum Befreiungskrieg fur die “unterjochten Volker”, und schliesslich zum Eroberungskrieg im Rahmen der zweiten, der radikalen Phase der Revolution. In Chronik, Aufsatzen und Dokumenten zeigen sich die Ziele Frankreichs und die Interessenidentitat der deutschen Jakobiner: Revolutionierung zur Uberwindung des “ancien regime”, der adligen und standischen Herrschaft; Anschluss der eroberten Gebiete an Frankreich als Ziel; Enteignung und Vertreibung als Mittel eines zunehmend autoritaren, nicht demokratisch legitimierten Systems. Die Frage: Der Rheinisch-Deutsche Nationalkonvent – Wiege der Demokratie, Ursprung des Parlamentarismus wird ebenso verneint wie die Frage nach der “liberalen” Anfangsphase der Mainzer Republik. Am Beispiel des bekanntesten Mitglieds des Jakobinerclubs, Georg Forster, wird der Weg der Mainzer Republik “mit Pathos und Gewalt” in die frankische Freiheit dargestellt. Beschrieben wird, wie eine jakobinische Minderheit, von hochfliegenden Ideen erfullt, glaubte, das Recht zu haben, die “ruckstandige Bevolkerung” ohne Rucksicht und mit Gewalt zu ihrem angeblichen Glucke zwingen zu durfen. Deutlich ist die Frage, die im letzten Satz aufgeworfen wird: Staaten, die andere Volker unterjochen, revolutionare Minderheiten, die unter dem Schutz auslandischer Bajonette in einem zunehmend totalitaren System Menschen zu ihrem Gluck zwingen wollen – durfen die Ehrenplatze erhalten?

  • By (author) Heinz Brauburger

Heinz Brauburger stellt den Zusammenhang dar mit dem ersten Koalitionskrieg zwischen Österreich, Preußen und ihren Verbündeten einerseits, Frankreich andererseits, mit der Kanonade von Valmy, dem Übergang vom Verteidigungskrieg zum Befreiungskrieg für die „unterjochten Völker“, und schließlich zum Eroberungskrieg im Rahmen der zweiten, der radikalen Phase der Revolution.<br/><br/>In Chronik, Aufsätzen und Dokumenten zeigen sich die Ziele Frankreichs und die Interessenidentität der deutschen Jakobiner: Revolutionierung zur Überwindung des „ancien régime“, der adligen und ständischen Herrschaft; Anschluss der eroberten Gebiete an Frankreich als Ziel; Enteignung und Vertreibung als Mittel eines zunehmend autoritären, nicht demokratisch legitimierten Systems.<br/><br/>Die Frage: Der Rheinisch-Deutsche Nationalkonvent – Wiege der Demokratie, Ursprung des Parlamentarismus verneint Heinz Brauburger – im Gegensatz zu Christoph Schlott - ebenso wie die Frage nach der „liberalen“ Anfangsphase der Mainzer Republik. Am Beispiel des bekanntesten Mitglieds des Jakobinerclubs, Georg Forster, werde der Weg der Mainzer Republik „mit Pathos und Gewalt“ in die fränkische Freiheit dargestellt. Beschrieben wird von Brauburger, wie eine jakobinische Minderheit, von hochfliegenden Ideen erfüllt, glaubte, das Recht zu haben, die „rückständige Bevölkerung“ ohne Rücksicht und mit Gewalt zu ihrem angeblichen Glücke zwingen zu dürfen.<br/><br/>Von: Gabriele Klempert<br/>In: Die Wiege der Demokratie? <a target="_blank" href="http://www.kunstbuchanzeiger.de/de/themen/epochen/rezensionen/2128/">http://www.kunstbuchanzeiger.de/de/themen/epochen/rezensionen/2128/</a>
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