Ein Netz von Schulden

Schuldbeziehungen und Gerichtsnutzung im spatmittelalterlichen Basel

by Benjamin Hitz

Book cover: Ein Netz von Schulden

Extent: 445 pages

Publisher: Franz Steiner Verlag

Subjects: Business & Economics, German Studies, Medieval Studies

Series: Vierteljahrschrift fur Sozial- und Wirtschaftsgeschichte - Beihefte

Series volume number: 256

Language: German

Hardback (Published)

(August 2022)

ISBN: 9783515132756

6.65 x 9.45 inches

Price: $132.00

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Der Alltag in einer spatmittelalterlichen Stadt wie Basel war von Schulden gepragt: Kleinkredite und Borgkaufe hielten die Wirtschaft in Schwung, Rentenkaufe ermoglichten langfristige Geldanlagen. Schuldverhaltnisse verbanden Menschen aus der Stadt, aus dem Umland und auch aus grosserer Distanz in ganz unterschiedlichen Konstellationen. Als wichtige Institution zum Verhandeln von ausstehenden Schulden aller Art erwies sich das Schultheissengericht. Hier konnten Glaubigerinnen und Glaubiger Zahlungsversprechen erwirken, Beschlagnahmungen androhen und Schulden einklagen. Benjamin Hitz untersucht die Entstehung von Schulden in ihrem sozialen Kontext und beschreibt den Einfluss von Faktoren wie Geschlecht, Herkunft und Vermogenslage der Beteiligten ebenso wie die Nutzung des Gerichts durch verschiedene Personengruppen. Qualitative, an Microstoria und historischer Praxeologie angelehnte Ansatze verbinden sich mit quantitativen Netzwerkanalysen zu einem Gesamtbild der Basler Schuldenwirtschaft, die vielen die Teilnahme an der stadtischen Okonomie ermoglichte, sie aber auch in existentielle Schwierigkeiten bringen konnte.

  • By (author) Benjamin Hitz

"Besonders aufschlussreich sind die verschiedenen Formen, in denen besorgte Kreditoren Gerichte anrufen und einschalten konnten, wie auch die Einblicke in deren Arbeitsweise.""Zuletzt beeindruckt die Studie im letzten Kapitel durch die Erstellung von Netzwerkanalysen und die graphische Darstellung von Schuldbeziehungen. [...] Inhaltlich und methodisch bietet die Studie damit eine Zusammenschau der aktuellen Forschung zum spaten Mittelalter als Schuldenzeitalter und weist mit ihrer Detailgenauigkeit und ihren quantitativen Analysen der kunftigen Auseinandersetzung mit dem Thema verheissungsvolle Wege."""