Die Überwachung lokaler Funknetzwerke (“WLAN-Catching”).
Informationstechnologische und strafprozessuale Aspekte unter besonderer Berücksichtigung allgemeiner Fragen der Internetüberwachung und Verschlüsselung.
By (author) Christian R. Ulbrich
Paperback (Published)
(February 2019)
ISBN: 9783428156535
6.18 x 9.17 inches
Price: $218.00
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Die Arbeit untersucht die Möglichkeit der Überwachung lokaler Funknetzwerke unter Realbedingungen und tritt damit einer verbreiteten Ansicht entgegen, dass der sog. »Staatstrojaner« das allein seligmachende Mittel moderner Telekommunikationsüberwachung sei. Auf rechtlicher Ebene eruiert sie, wie sich die verschiedenen (Teil-)Maßnahmen mit der geltenden StPO in Einklang bringen lassen und kommt u.a. zu dem Schluss, dass vor dem 24.08.2017 durchgeführtes staatliches »WLAN-Catching« u.U. strafprozessual nicht zulässig war.
Die Arbeit widmet sich einem bisher von der deutschen rechtswissenschaftlichen Literatur nahezu ganzlich ubersehenen Thema der Uberwachung lokaler Funknetzwerke. Auf einer Untersuchung aufbauend, welche den Vorgang auch unter Realbedingungen untersucht und testet, versucht sie die tatsachlich in der Praxis auftretenden Konstellationen fur eine rechtliche Bewertung zuganglich zu machen. Die Feststellung, dass sich mittels der Uberwachung lokaler Funknetzwerke auch eine Uberwachung auf dem klassischen Ubertragungsweg realisieren lasst, tritt damit einer verbreiteten Ansicht entgegen, dass der sog. Staatstrojaner das allein selig machende Mittel moderner Telekommunikationsuberwachung sei. Auf rechtlicher Ebene untersucht die Arbeit, wie sich die verschiedenen (Teil-)Maanahmen mit der geltenden Strafprozessordnung in Einklang bringen lassen. Sie kommt u.a. zu dem Schluss, dass vor dem 24.08.2017 durchgefuhrte Maanahmen des WLAN-Catchings u.U. strafprozessual nicht zulassig waren und der mit Wirkung vom 24.08.2017 neu eingefuhrte 100a I S. 2 StPO der verfassungskonformen Auslegung bedarf.
1. Einleitung und Grundlagen
Einleitung – Begrifflichkeiten und Grundlagen der Kommunikation über das Internet-Netzwerk – Kryptologische Grundlagen
2. Informationstechnologische Analyse
Einleitung – Der Zugriff auf den Datenverkehr eines lokalen Funknetzwerks – (Inhaltliche) Untersuchung des Netzwerkverkehrs – Folgerungen für die nachfolgende rechtliche Analyse
3. Rechtliche Analyse
Einleitung – Die Überwachung lokaler Funknetzwerke (»WLAN-Catching«) – Analyse der einzelnen Kategorien von Ermittlungsmaßnahmen
4. Ergebnisse und Zusammenfassung
Kernaussagen des Buches – Ergebnisse der informationstechnologischen Analyse – Zusammenfassung der rechtlichen Analyse – Schlussfolgerung und thesenartiger Überblick
Anhang A: Einzelheiten zu der informationstechnologischen Untersuchung und Umsetzung
Anhang B: Detailinformationen zur Arbeitsweise des Internet-Netzwerks
Anhang C: Kryptologischer Hintergrund
Anhang D: Mathematische Grundlagen und Zeichenkodierung
Quellen im World Wide Web
Zitierte Entscheidungen
Literaturverzeichnis, Stichwortregister
- By (author) Christian R. Ulbrich
»Der Ertrag dieser - übrigens glänzend geschriebenen - Arbeit reicht über diese Detailergebnisse aber wohl noch weit hinaus, denn ihre durchweg technisch wie juristisch fundierte Begründung ist für die allgemeine Dogmatik der hier herangezogenen strafprozessualen Eingriffsgrundlagen ebenso verwertbar wie für das künftige Verständnis des einschlägigen Verfassungsrechts. Nicht zuletzt vermittelt sie vielleicht eine Ahnung davon, wie viel einer (Straf-)Rechtswissenschaft entginge, die sich zu derart intensiver Auseinandersetzung mit den informationstechnischen Realitäten ihrer Gegenwart nicht verstehen wollte.« Prof. Dr. Andreas Popp, in: Goltdammer´s Archiv für Strafrecht, 4/2021
»Würdigt man die Arbeit von Ulbrich insgesamt, so kommt ihr das grosse Verdienst zu, die strafprozessuale WLAN-Überwachung in interdisziplinärer Weise juristisch und unter Einbezug einer Vielzahl technischer Kenntnisse gründlich untersucht zu haben. Die von ihm sorgfältig herausgearbeiteten technischen Grundlagen bilden eine Basis, an der kein Ansatz zur juristischen Bewältigung mehr vorbeilkommt, und zwar gleich ob de lege lata oder de lege ferenda. Vom Boden dieses abgesicherten technischen Fundaments aus gelingen ihm fast durchweg überzeugende Lösungsansätze zu den drängendsten Rechtsfragen. Aus einer innovativen Idee folgt so dogmatische Klarheit. Mehr kann man von einer Dissertation kaum erwarten.« Prof. Dr. Pierre Hauck, in: Schweizerisch Zeitschrift für Strafrecht (Stämpfli Verlag), Bd. 138, Heft 4/2020
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