Die Politik des Antagonismus: Zur Dynamik autoritärer Lebenswelt in Assads Syrien

By (author) Sascha Ruppert-Karakaş

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Extent: 474 pages

Publisher: Duncker & Humblot

Subjects: Islamic & Middle Eastern Studies, Social Sciences 

Series: Beiträge zur Politischen Wissenschaft

Series volume number: 207

Language: German

Paperback (Published)

(November 2024)

ISBN: 9783428192458

6.18 x 9.17 inches

Price: $141.00

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Basierend auf Carl Schmitts politischer Theorie entwickelt die Arbeit ein qualitatives Analyseraster zur Erfassung autoritarer Lebensraume in Assads Syrien. Im Rahmen einer diskursanalytischen Untersuchung des personifizierten Souveranitatsverstandnisses, der Freund/Feind-Dialektik sowie deren Verflechtung mit der Institutionalisierung eines nekropolitischen Gewaltregimes in Syrien bestatigt sich damit die These, dass Assad der Leviathan seines selbstgeschaffenen Naturzustandes ist.


English summary: The Politics of Antagonism: Dynamics of Authoritarian Realities in Assad’s Syria: Based on Carl Schmitt’s political theory, this thesis develops a qualitative analysis framework to capture authoritarian reality in Assad’s Syria. Through a discourse analytical examination of the personalized understanding of sovereignty, the friend/enemy dialectic, and their intertwining with the institutionalization of a necropolitical regime of violence in Syria, the analysis confirms that Assad is the Leviathan of his self-created state of nature. German description: Die Schrift erarbeitet anhand der politischen Theorie von Carl Schmitt einen ideologiezentrierten Ansatz zur diskursanalytischen Untersuchung der Denkstrukturen und Funktionslogiken der autoritaren Lebenswelt in Assads Syrien. Die These, dass Assad der Leviathan seines selbsterschaffenen Naturzustandes ist, wird durch theoriegeleitete Auswertung empirischer Gegebenheiten in vier Kapiteln bestatigt. Der syrische Autoritarismus erhalt sich durch die Permanenz des Ausnahmezustandes, den die Elite entweder intentional oder durch Pfadabhangigkeit reproduziert. Der Autoritarismus basiert auf einem spezifischen soziokulturellen Gesellschaftsarrangement, welches eine Validierung des autoritaren Staates von unten nach oben sichert. Die Analyse zeigt, dass der Autoritarismus durch eine unuberwindbare Feindbildstruktur erhalten bleibt, die als Grundlage fur einen Zuchtstaat dient, mit dem eine standige autoritare Interaktionsbeziehung unter den syrischen Subjekten verstetigt wird.

A. Die Politik des Antagonismus: Assads Syrien über dessen gewaltsame Institutionen hinaus verstehen
Die (Un)Ordnung der Dinge in Syriens autoritärer Lebenswelt – Nur eine außeruniversitäre Wissenslücke? Einordnung einer Theorie über die Politik des Antagonismus in das breite Feld der Autoritarismusforschung – Forschungsfrage, arbeitsleitende These und Methodik: Die Dekonstruktion einer syrischen Politik des Antagonismus

B. Die Politik des Antagonismus: Ein theoretisches Modell zur Analyse autoritärer Denkstrukturen
Ein Vier-Säulen-Modell autoritärer Macht-Wissens-Komplexe – Instanz der Angst: Die immerwährende Krise als Lebenslinie autoritärer Politik in Assads Syrien – Confessio eiusdem generis: Identität, Monochromie und der tutelarische Geltungsanspruch der Assad Dynastie – Genealogie eines Primats der Feindschaft: Auf den Spuren von Syriens antagonistischer Vergesellschaftung – Von der Semantik zur Praxis: Über Zuchtinstitutionen und Nekropolitik in Assads Syrien

C. Fazit
Die Politik des Antagonismus in Assads Syrien: Ein Überblick – Assads Syrien im Kontext seiner Denkstrukturen – Die ex-post Perspektive als Blaupause einer ex-ante Analyse – Weitere Forschungen zur syrischen Politik des Antagonismus und darüber hinaus

  • By (author) Sascha Ruppert-Karakaş

»Fakt ist jedoch, dass die hier besprochene Monografie dazu beiträgt, dieser problematischen Schieflage auf Basis sehr guter Forschung produktiv zu begegnen. Vor diesem Hintergrund lohnt sich das Buch, welches durchweg in einem stark politikwissenschaftlichen Sprachstil verfasst ist, insbesondere für interessierte Wissenschaftler*innen und Studierende.« Benjamin Heidrich, in: portal für Politikwissenschaft, online erschienen am 22.01.2026