Die Polis im Wandel

Ehrendekrete für eigene Bürger im Kontext der hellenistischen Polisgesellschaft

By (author) Florian Rudolf Forster

Book cover: Die Polis im Wandel

Extent: 594 pages

Publisher: Heinrich-Barth Institute

Subjects: Classical Studies, Literary Studies, Mediterranean Archaeology

Language: German

Hardback (Published)

(November 2018)

ISBN: 9783946317180

6.3 x 9.33 inches

Price: $150.00

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Das Buch bietet erstmals eine Gesamtbetrachtung des Phanomens der hellenistischen Ehrendekrete fur eigene Burger. Durch die ausfuhrliche Untersuchung von Inhalt und Aussageintention zeigt Florian Rudolf Forster, dass die Beschlusse nicht allein der personlichen Auszeichnung der Burger dienten. Stattdessen verfolgten die ehrenden Stadte mit der Aufzeichnung der Beschlusse jeweils auch politische Ziele und nutzten die Monumente insbesondere in Krisenzeiten zur stadtischen Selbstdarstellung sowie zur Verbreitung der eigenen Ideale. In diesem Zusammenhang analysiert die Monographie auch die literarische Qualitat der Inschriften und kann die Ehrendekrete dabei als einen wichtigen Teil der hellenistischen Rhetorik erweisen.


Den Kern der Monografie bildet eine ausfuhrliche Betrachtung des Gesamtphanomens der hellenistischen Ehrendekrete fur eigene Burger. Die Studie nimmt die einzelnen Beschlusse – gegliedert zum Teil nach Stadten und Regionen sowie zum Teil auch nach thematischen Kriterien – zunachst als eigenstandige Texte in den Blick und versucht uber die ausfuhrliche Analyse von Inhalt und Aussagabsicht zugleich neue Einsichten in das Selbstverstandnis und Wertesystem der hellenistischen Stadte zu gewinnen. Der breite geografische Ansatz und der lange Zeitrahmen der Untersuchung erlauben, die allmahliche Entwicklung der fruhhellenistischen Polisdemokratien zu kaiserzeitlichen Honoratiorenregimen im Detail nachzuzeichnen, und erweisen die dauerhafte Publikation der Beschlusse zugleich als zeitlich begrenztes Krisenphanomen zur Selbstvergewisserung und Auaendarstellung der Stadte. Weitgehend neue Wege beschreitet die Studie daneben auch mit der ausfuhrlichen Analyse der literarischen Qualitat der Inschriften als einem wichtigen Teil der hellenistischen Rhetorik. So ist die ursprungliche Konzeption der Beschlusse zunachst auf einen mundlichen Vortrag in der Volksversammlung ausgerichtet gewesen. Die genaue Analyse von Sprache und Stil der Inschriften, die etwa mit rhetorischen Mitteln wie Ringkomposition und Leitmotivik arbeiten, erlaubt es dem Autor, aus einem anderen Blickwinkel vertiefte Einblicke in Inhalt und Aussageintention der Beschlusse zu gewinnen.

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