Der Westfälische Frieden
Das Münstersche Exemplar des Vertrags zwischen Kaiser / Reich und Frankreich vom 24. Oktober 1648
Herausgegeben von Heinz Duchhardt und Franz-Josef Jakobi
Der Westfälische Frieden von 1648, der den Dreißigjährigen Krieg in Europa beendete, ist in seiner Bedeutung sicher nur wenigen Friedensschlüssen in der europäischen Geschichte vergleichbar und gilt als herausragendes historisches Ereignis. Dennoch bestehen in der Forschung hinsichtlich Entstehung und Überlieferung des Vertragswerks Unsicherheiten. Umso wichtiger ist diese unbekannte Ausfertigung des kaiserlich-französischen Vertrages, die nach wie vor nur schwer zugänglich ist. <br/>Die beiden unabhängig voneinander entstandenen, jedoch unmittelbar aufeinander bezogenen Vertragsinstrumente von Münster und Osnabrück sind von den in Münster versammelten Unterhändlern und Bevollmächtigten nicht weniger als 13 Mal ausgefertigt und unterzeichnet worden. Elf Exemplare sind heute noch vorhanden und werden in den staatlichen Archiven in Wien, Paris, Stockholm, München und Dresden sowie im Stadtarchiv Münster aufbewahrt. Das „münstersche“ Exemplar ist eine Dauerleihgabe aus Privatbesitz. Es handelt sich hierbei um eines der vier „Unterhändler-Exemplare“, das am 24. Oktober 1648 in Münster gesiegelt und unterzeichnet wurde und für den französischen Unterhändler bestimmt war. Es wurde in der Kanzlei des Reichserzkanzlers hergestellt. Mit diesen vier Exemplaren wurde der Frieden offiziell abgeschlossen, die anderen Ausfertigungen wurden später hergestellt.<br/>Die Edition besteht aus zwei Teilen: Einer originalgetreuen Reproduktion des Dokuments und einem separat gebundenen Textband. Der letztere enthält eine Einführung über den Friedenskongress in Münster und Osnabrück und über seine Bedeutung für das Heilige Römische Reich Deutscher Nation sowie für Europa. Den Hauptteil bilden die Transkription des lateinischen Vertragstextes und eine Übersetzung der Texte.
Der Westfalische Frieden von 1648, der den Dreissigjahrigen Krieg in Europa beendete, gilt als herausragendes historisches Ereignis. Als neue Verfassungsform fur das “Heilige Romische Reich”, die bis zur Franzosischen Revolution galt, gehort der Vertragstext zum Westfalischen Frieden zu den wichtigsten historischen Dokumenten.Diese bisher unbekannte Ausfuhrung des in Munster unterzeichneten Vertrages kam nur durch einen Zufall wieder ans Licht. Auf einer Antiquitatenmesse in Florenz kaufte ein Besucher aus Reutlingen, erstaunt uber die Unterschrift eines Vertreters seiner eigenen Stadt, das auf den ersten Blick unscheinbare Dokument. Es stellte sich als eines der vier nachweisbaren Unterhandlerexemplare heraus, die am 24. Oktober 1648 in Munster gesiegelt und unterzeichnet wurden. Mit diesen vier Exemplaren wurde der Frieden offiziell abgeschlossen. Das Vertragswerk, in dem die Verhandlungsergebnisse niedergelegt wurden, ist genauso kompliziert und aufwendig wie die uber funf Jahre dauernden Friedensverhandlungen in Munster und Osnabruck. Die beiden unabhangig voneinander entstandenen, jedoch unmittelbar aufeinander bezogenen Vertragsinstrumente von Munster und Osnabruck sind von den in Munster versammelten Unterhandlern und Bevollmachtigten nicht weniger als 13 Mal ausgefertigt und unterzeichnet worden. Dabei wurde das “Instrumentum Pacis Monasteriense” (IPM) sechs mal unterzeichnet und das “Instrumentum Pacis Osnabrugense” (IPO) sieben mal. Von den 13 ausgefertigten Vertragen sind heute noch 11 Exemplare vorhanden und werden in den staatlichen Archiven in Wien, Paris, Stockholm, Munchen und Dresden sowie im Stadtarchiv Munster aufbewahrt. Die Edition besteht aus der originalgetreuen Reproduktion des Dokuments und einem separaten Textband mit einer historischen Einfuhrung, der Transkription des lateinischen Vertragstextes und der Ubersetzung der Texte.
- Edited by Heinz Duchhardt
- Edited by F.-J. Jakobi
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