Der (versuchte) Prozessbetrug in zivilprozessualen Verfahrensarten
Möglichkeiten eines strafbefreienden Rücktritts mittels zivilprozessualer Handlungsmöglichkeiten
By (author) Felix Wrocklage
Paperback (Published)
(July 2025)
ISBN: 9783428194223
6.18 x 9.17 inches
Price: $139.00
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Die Besonderheit des Prozessbetrugs liegt darin, bei der strafrechtlichen Bewertung die zivilprozessualen Eigenarten der im jeweiligen Einzelfall in Rede stehenden zivilrechtlichen Verfahrensart zu berucksichtigen. Der Autor untersucht, welche materiellen Anforderungen durch das Zusammenspiel der dogmatischen strafrechtlichen Beurteilung und der gesetzlichen Grundlagen des Zivilverfahrens an die Begehung eines (versuchten) Prozessbetrugs in zivilrechtlichen Verfahrensarten zu stellen sind und unter welchen Bedingungen der Tater im Rahmen seiner zivilprozessualen Handlungsmoglichkeiten strafbefreiend zurucktreten kann.
English summary: (Attempted) Fraud in Civil Proceedings. Possibilities of Withdrawal without Penalty by Means of Civil Procedural Options: The special feature of procedural fraud is that any criminal law assessment requires taking into account the specifics of the type of civil proceedings at issue in each individual case. The author examines the material requirements that must be met through the combination of dogmatics-based criminal law assessment and principles of civil procedure law when establishing (attempted) procedural fraud in civil procedures and the conditions under which an offender may abandon the offence without punishment within the scope of his civil procedural options. German description: Unter einem Prozessbetrug (im weiteren Sinne) sind betrugerische Handlungen in Verfahren jeder Art zu verstehen – sei es im Erkenntnisverfahren, im Vollstreckungsverfahren oder in weiteren von den Prozessordnungen gedeckten Verfahrensarten. Der Autor untersucht, welche materiellen Anforderungen durch das Zusammenspiel der dogmatischen strafrechtlichen Beurteilung und der gesetzlichen Grundlagen des Zivilverfahrens an die Begehung eines (versuchten) Prozessbetrugs i.S.d. 263 StGB zu stellen sind und unter welchen Bedingungen der Tater im Rahmen seiner zivilprozessualen Handlungsmoglichkeiten strafbefreiend zurucktreten kann. Dabei bemisst sich die Moglichkeit eines (vollendeten) Prozessbetrugs nach den fur die jeweilige Verfahrensart normierten Besonderheiten. Spiegelbildlich zur Berucksichtigung der prozessualen Besonderheiten der jeweiligen Verfahrensart im Rahmen des versuchten Prozessbetrugs sind es eben jene Besonderheiten, die die allgemeinen Rucktrittsvoraussetzungen fur die jeweilige Verfahrensart konkretisieren.
1. Grundlagen des Prozessbetrugs
Der Begriff des Prozessbetrugs – Historischer Abriss
2. Der vollendete Prozessbetrug
Der Prozessbetrug als Dreiecksbetrug – Der Prozessbetrug im kontradiktorischen
Verfahren – Der Prozessbetrug im Mahnverfahren nach §§ 688 ff. ZPO – Der
Prozessbetrug im Versäumnisverfahren nach §§ 330 ff. ZPO – Der Prozessbetrug in
weiteren zivilrechtlichen Verfahrensarten
3. Der versuchte Prozessbetrug
Allgemeine Voraussetzung der Versuchsstrafbarkeit – Kontradiktorisches Verfahren –
Mahnverfahren nach §§ 688 ff. ZPO – Versäumnisverfahren nach §§ 330 ff. ZPO – Weitere
zivilrechtliche Verfahrensarten
4. Die Rücktrittsmöglichkeiten vom versuchten Prozessbetrug
Rechtsgrund des strafbefreienden Rücktritts – Allgemeine Voraussetzungen des
strafbefreienden Rücktritts – Rücktritt vom versuchten Prozessbetrug
5. Zusammenfassung
- By (author) Felix Wrocklage
»Durch die zahlreichen Beispielsfälle werden die
detaillierten Ausführungen zu allen nur erdenklichen zivilprozessualen
Konstellationen hilfreich veranschaulicht und die Ergebnisse nochmals auf den
Prüfstand gestellt. Damit wird das Werk zur großen Fundgrube für jeden
Wissenschaftler und Praktiker, der sich zuverlässig über die Probleme des
Prozessbetruges, namentlich auch des versuchten Prozessbetrugs samt Rücktrittsfragen
informieren möchte.« Prof. Dr. Jörg Eisele, in: Zeitschrift für Zivilprozess, Bd.
139, 1/2026
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