Der Schutz der Privatsphare im Zivilrecht

Eine historisch-vergleichende Untersuchung zum deutschen, franzosischen und englischen Recht vom ius commune bis heute

by Stephan Balthasar

Book cover: Der Schutz der Privatsphare im Zivilrecht

Extent: 278 pages

Publisher: Mohr Siebeck

Subjects: Law

Series: Grundlagen der Rechtswissenschaft

Series volume number: 7

Language: German

(Paperback) (Out of print)

(September 2006)

ISBN: 9783161489389

Price: $69.00

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English summary: Stephan Balthasar analyzes the protection of privacy in England, France and Germany. To begin with, he focuses on the historical development, in particular on the continental ius commune, where the actio iniuriarum offered a certain protection of secrecy and privacy. In the second part of his work, he describes the modern law of privacy, taking into account the recent development in England after the Human Rights Act took effect in 1998 and considering recent decisions such as Campell v. MGN ([2004] UKHL 22) and the landmark ruling of the European Court of Human Rights in the case of Princess Caroline (von Hannover v. Germany). Whereas the historical differences between the three countries seem rather substantial, nowadays the three legal systems adopt very similar solutions to the problem of protecting privacy.This dissertation contains a detailed summary in French. German description: Das Urteil des Europaischen Gerichtshofs fur Menschenrechte vom 24. Juni 2004 in der Sache Caroline v. Hannover/Deutschland (59320/00) hat eine lebhafte Diskussion uber den Schutz der Privatsphare und den Einfluss auf die Medien- und Meinungsfreiheit entfacht. Dies ist Anlass genug, einen naheren Blick auf den Konflikt zwischen individuellen Geheimhaltungsinteressen und offentlichen Informationsinteressen zu werfen. Nach dem jetzigen Stand der Forschung liegen Welten zwischen dem franzosischen, dem deutschen und dem englischen Personlichkeitsschutz, insbesondere im Hinblick auf die Privatsphare und das Recht am eigenen Bild. Stephan Balthasar untersucht, ob dieser Befund nach dem englischen Human Rights Act 1998 und der Entscheidung des House of Lords im Fall Campbell v. MGN ([2004] UKHL 22) immer noch zutrifft. Dabei werden zunachst in einem historischen Teil Ansatze zu einem Schutz von Privatgeheimnissen herausgearbeitet, die bereits im Usus modernus auf der Grundlage der aus dem romisch-kanonischen Recht rezipierten actio iniuriarum entwickelt wurden. Ausgehend von den historischen Differenzen untersucht der Autor im vergleichenden Teil, inwiefern sich die drei Rechtsordnungen heute aufeinander zubewegt haben. Dabei wird deutlich, dass inzwischen weitgehende Ubereinstimmungen bestehen, gleichzeitig aber die Materie dem im Einzelfall entscheidenden Richter einen erheblichen rechtspolitischen Beurteilungsspielraum gibt.Die von der Studienstiftung des Deutschen Volkes und der Stiftung Pressehaus geforderte Arbeit wurde 2005 mit dem Kulturpreis Bayern des Bayerischen Staatsministeriums fur Wissenschaft, Forschung und Kunst und der E.ON Bayern AG ausgezeichnet.

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