Der eigene und der fremde Glaube
Studien zur Struktur interreligioser Fremdwahrnehmung
by Andreas Grunschloss
Hardback (Published)
(December 1999)
ISBN: 9783161471650
Price: $118.00
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English summary: In this work, Andreas Grunschloss presents a comparative study in interreligious hermeneutics from an historical and systematic perspective. Are there, apart from syncretism, adaption or confrontation, similar or common structures for determining the relationship of religions to one another? Using historical case studies in early Islam, the Bhagavad Gita and Pali Buddhism, and giving a typological and phenomenological analysis of interreligious hermeneutics, the author shows the way towards a new heuristic paradigm, which transcends the common tripartite scheme of exclusivism, inclusivism and pluralism. German description: Andreas Grunschloss untersucht interreligiose Wahrnehmungs- und Austauschprozesse. Bei der Aneignung, Ablehnung oder Inkorporation ‘fremder’ religioser Lebensausserungen gibt es eine grosse Variationsbreite. Lassen sich auch grundlegend ahnliche oder gar gemeinsame Strukturen der gegenseitigen Verhaltnisbestimmung feststellen? Andreas Grunschloss erarbeitet zunachst ein systematisches Raster, mit dessen Hilfe unterschiedliche Grundformen und Ebenen solcher Wahrnehmungs- und Austauschprozesse in den Blick kommen. Damit differenziert und erweitert er das gangige dreiteilige Schema des Exklusivismus, Inklusivismus und Pluralismus. Die religiosen Fremdwahrnehmungen untersucht er anhand von drei religionsgeschichtlichen Fallstudien aus dem fruhen Islam, der Bhagavadgita und dem Pali-Buddhismus. Dabei wird deutlich, dass religiose Sinnsysteme die Auseinandersetzung mit dem religios Fremden durchaus widerspruchlich und je nach Zeit, Kontext und Frontstellung sehr unterschiedlich steuern konnen. Gerade dadurch passen sie sich ihrer Umwelt an. Auch wenn systemintern manchmal gewisse Spielraume fur eine offenere Haltung gegenuber dem religios Fremden vorhanden sein konnen, so dominieren doch in der Regel solche Formen, die das religios ‘Fremde’ gegenuber dem massgeblichen ‘Eigenen’ auf vielfaltige Weise abwerten, weil dieses meist als Konkurrenz erfahren wird.Abschliessend untersucht Andreas Grunschloss, ob es eine Interpretationskriteriologie und hermeneutische Konflikttheorie gibt, die zwischen exklusiver Ablehnung und pluralistischer Gleich-Gultigkeit religioser Wahrheitsanspruche vermitteln kann, ohne das Fremde dem Eigenen schlichtweg ‘gleichzuschalten’.
English summary: In this work, Andreas Grunschloss presents a comparative study in interreligious hermeneutics from an historical and systematic perspective. Are there, apart from syncretism, adaption or confrontation, similar or common structures for determining the relationship of religions to one another? Using historical case studies in early Islam, the Bhagavad Gita and Pali Buddhism, and giving a typological and phenomenological analysis of interreligious hermeneutics, the author shows the way towards a new heuristic paradigm, which transcends the common tripartite scheme of exclusivism, inclusivism and pluralism. German description: Andreas Grunschloss untersucht interreligiose Wahrnehmungs- und Austauschprozesse. Bei der Aneignung, Ablehnung oder Inkorporation ‘fremder’ religioser Lebensausserungen gibt es eine grosse Variationsbreite. Lassen sich auch grundlegend ahnliche oder gar gemeinsame Strukturen der gegenseitigen Verhaltnisbestimmung feststellen? Andreas Grunschloss erarbeitet zunachst ein systematisches Raster, mit dessen Hilfe unterschiedliche Grundformen und Ebenen solcher Wahrnehmungs- und Austauschprozesse in den Blick kommen. Damit differenziert und erweitert er das gangige dreiteilige Schema des Exklusivismus, Inklusivismus und Pluralismus. Die religiosen Fremdwahrnehmungen untersucht er anhand von drei religionsgeschichtlichen Fallstudien aus dem fruhen Islam, der Bhagavadgita und dem Pali-Buddhismus. Dabei wird deutlich, dass religiose Sinnsysteme die Auseinandersetzung mit dem religios Fremden durchaus widerspruchlich und je nach Zeit, Kontext und Frontstellung sehr unterschiedlich steuern konnen. Gerade dadurch passen sie sich ihrer Umwelt an. Auch wenn systemintern manchmal gewisse Spielraume fur eine offenere Haltung gegenuber dem religios Fremden vorhanden sein konnen, so dominieren doch in der Regel solche Formen, die das religios ‘Fremde’ gegenuber dem massgeblichen ‘Eigenen’ auf vielfaltige Weise abwerten, weil dieses meist als Konkurrenz erfahren wird.Abschliessend untersucht Andreas Grunschloss, ob es eine Interpretationskriteriologie und hermeneutische Konflikttheorie gibt, die zwischen exklusiver Ablehnung und pluralistischer Gleich-Gultigkeit religioser Wahrheitsanspruche vermitteln kann, ohne das Fremde dem Eigenen schlichtweg ‘gleichzuschalten’.
- By (author) Andreas Grunschloss
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