Das Internationale Sachenrecht der Blockchain-Token
By (author) Hendrik Studt
Paperback (Forthcoming)
(December 2026)
ISBN: 9783162003003
6.1 x 9.13 inches
Price: $113.00
Blockchain tokens exist beyond national borders. International property law, on the other hand, seeks to establish a connection to a specific legal system. Hendrik Studt therefore asks which law determines the existence and transfer of rights in rem to a token.
English summary: The property law connection of blockchain tokens still faces several challenges. Not only does decentralized storage appear, at first glance, to make the application of the lex rei sitae impossible, but a token-specific property statute must also accommodate the fact that it encompasses both a transaction within the purely decentralized Bitcoin network and the ICO of a blockchain-based security issued by an issuer. Ownership rights in tokens-which can have great practical importance, for instance in cases of insolvency or enforcement-cannot be determined through the application of other conflict-of-law statutes. For rights and dispositions over blockchain-based securities, existing provisions, notably 17a of the German Custody Act (Depotgesetz, DepotG) and 32 of the Electronic Securities Act (elektronisches Wertpapiergesetz, eWpG), can be applied. Particular challenges arise from the definition of the term “security,” which must be interpreted autonomously and given a broad scope of application. An analogous application of 17a DepotG and 32 eWpG to tokens issued on a centrally maintained register or by an issuer is possible. Tokens traded on purely decentralized blockchains without intermediaries can be connected through Articles 43 and 46 of the Introductory Act to the Civil Code (Einfuhrungsgesetz zum Burgerlichen Gesetzbuch, EGBGB), whereby the often impractical connection to the place where the asset is situated must be corrected by a fallback connection under Article 46 EGBGB. The governing law should be that of the jurisdiction in which the person who last acquired ownership of the token-through possession of the private key-in the context of a transaction presumably relevant under property law can be identified. A Europe-wide codification of a dedicated token property statute, incorporating the connection points mentioned above, would be desirable in order to eliminate existing legal uncertainties. German description: Die sachenrechtliche Anknupfung von Blockchain-Token begegnet einigen Herausforderungen: Nicht nur, dass die dezentrale Speicherung vordergrundig eine Anwendung der Lex Rei Sitae unmoglich zu machen scheint, auch muss ein Tokensachstatut damit umgehen, dass es eine Verfugung in dem rein dezentralen Bitcoin-Netzwerk genauso erfasst wie den Initial Cin Offering eines Blockchain-gestutzten Wertpapiers eines Emittenten. Eigentumsrechte an Token, die beispielsweise im Insolvenz- oder Zwangsvollstreckungsfalle eine grosse praktische Bedeutung haben konnen, konnen gerade nicht durch Anwendung anderer kollisionsrechtlicher Statuten bestimmt werden. Fur Rechte und Verfugungen uber Blockchain-gestutzte Wertpapiere konnen bestehende Normen, namentlich 17a DepotG und 32 eWpG, angewendet werden. Besondere Herausforderungen bereitet die Definition des Wertpapierbegriffs, der in autonomer Auslegung mit grosszugigem Anwendungsbereich zu bestimmen ist. Eine analoge Anwendung von 17a DepotG und 32 eWpG auf Token, die auf einem zentral gefuhrten Register oder durch einen Emittenten ausgegeben werden, ist moglich. Token, die auf rein dezentralen Blockchains ohne Intermediar gehandelt werden, konnen uber Art. 43, 46 EGBGB angeknupft werden, wobei die meist unbrauchbare Anknupfung an den Belegenheitsort durch eine Ausweichanknupfung nach Art. 46 EGBGB korrigiert werden muss. Massgeblich sollte die Rechtsordnung desjenigen sein, der eine Inhaberschaft an dem Token – vermittelt durch den Private Key – im Rahmen eines mutmasslich sachenrechtlich relevanten Vorganges zuletzt erlangt hat und identifiziert werden kann. Eine europaweite Kodifizierung eines eigenen Tokensachstatuts mit den genannten Anknupfungspunkten ware wunschenswert, um bestehende Rechtsunsicherheiten zu beseitigen.
1. Teil: Grundlagen A. Technische Grundlagen I. Begriff des Kryptowerts II. Begriff des Tokens III. Blockchain-Technologie B. Methodik der Anknupfung und Problemstellung I. Problematik der kollisionsrechtlichen Beurteilung von Blockchain-basierten Sachverhalten II. Methodik der Qualifikation III. Rechtsquellen IV. Alternativen zur kollisionsrechtlichen Losung 2. Teil: Token als elektronische Wertpapiere A. Tatsachlicher Ausgangspunkt I. Handel mit Security Token II. Verwahrung der Token B. Rechtsanwendung I. Rechtsquellen II. Klassisches Verstandnis: Reichweite und Wirkungen des Wertpapierrechtsstatuts III. Verhaltnis von 32 eWpG und 17a DepotG zueinander IV. Allseitige oder einseitige Kollisionsnorm? V. Begriff des elektronischen Wertpapiers VI. Anknupfungsgegenstand VII. Anknupfungspunkte VIII. Anwendung auf Token 3. Teil: Tokensachstatut ausserhalb von 17a DepotG, 32 eWpG de lege lata A. Voruberlegungen I. Rechtsschutzverweigerung bzw. Ruckfall auf die lex fori II. Untatigkeit des Gesetzgebers trotz Forderungen aus der Wissenschaft III. Fehlendes Sachenkollisionsrecht fur Immaterialguter IV. Spannungsfeld zwischen Gesetzesauslegung und Rechtsfortbildung B. Analoge Anwendung von 17a DepotG, 32 eWpG auf andere Token I. Praktische Bedeutung II. Planwidrige Regelungslucke III. Vergleichbare Interessenlage IV. Zwischenfazit C. Art. 43, 46 EGBGB als Kollisionsnorm fur Rechte und Verfugungen an und uber Token? I. Problematik bei Anwendung des Art. 43 Abs. 1 EGBGB II. Recht am Token als Immaterialguterrecht? III. Recht am Token als Forderung? IV. Die ablehnende herrschende Meinung V. Erfassung von Token durch Art. 43, 46 EGBGB VI. Alternativvorschlage VII. Anknupfungspunkte auf Basis von Art. 46 EGBGB 4. Teil: Vorschlage de lege ferenda A. Reformuberlegungen zum Kollisionsrecht der elektronischen Wertpapiere I. Keine Aufgabe der Trennung von Wertpapierrechts- und Wertpapiersachstatut II. Reform von 17a DepotG III. Mogliche Anderungen von 32 eWpG B. Leitlinien fur ein allgemeines Tokensachstatut I. Ausgangspunkt II. Zukunftsfahigkeit der lex rei sitae? III. Rechtswahl im Sachenrecht de lege ferenda? IV. Objektive Anknupfung V. Abzulehnende Anknupfungspunkte VI. Europaisches Tokensachstatut 5. Teil: Fazit ~GER~1. Teil: Grundlagen A. Technische Grundlagen I. Begriff des Kryptowerts II. Begriff des Tokens III. Blockchain-Technologie B. Methodik der Anknupfung und Problemstellung I. Problematik der kollisionsrechtlichen Beurteilung von Blockchain-basierten Sachverhalten II. Methodik der Qualifikation III. Rechtsquellen IV. Alternativen zur kollisionsrechtlichen Losung 2. Teil: Token als elektronische Wertpapiere A. Tatsachlicher Ausgangspunkt I. Handel mit Security Token II. Verwahrung der Token B. Rechtsanwendung I. Rechtsquellen II. Klassisches Verstandnis: Reichweite und Wirkungen des Wertpapierrechtsstatuts III. Verhaltnis von 32 eWpG und 17a DepotG zueinander IV. Allseitige oder einseitige Kollisionsnorm? V. Begriff des elektronischen Wertpapiers VI. Anknupfungsgegenstand VII. Anknupfungspunkte VIII. Anwendung auf Token 3. Teil: Tokensachstatut ausserhalb von 17a DepotG, 32 eWpG de lege lata A. Voruberlegungen I. Rechtsschutzverweigerung bzw. Ruckfall auf die lex fori II. Untatigkeit des Gesetzgebers trotz Forderungen aus der Wissenschaft III. Fehlendes Sachenkollisionsrecht fur Immaterialguter IV. Spannungsfeld zwischen Gesetzesauslegung und Rechtsfortbildung B. Analoge Anwendung von 17a DepotG, 32 eWpG auf andere Token I. Praktische Bedeutung II. Planwidrige Regelungslucke III. Vergleichbare Interessenlage IV. Zwischenfazit C. Art. 43, 46 EGBGB als Kollisionsnorm fur Rechte und Verfugungen an und uber Token? I. Problematik bei Anwendung des Art. 43 Abs. 1 EGBGB II. Recht am Token als Immaterialguterrecht? III. Recht am Token als Forderung? IV. Die ablehnende herrschende Meinung V. Erfassung von Token durch Art. 43, 46 EGBGB VI. Alternativvorschlage VII. Anknupfungspunkte auf Basis von Art. 46 EGBGB 4. Teil: Vorschlage de lege ferenda A. Reformuberlegungen zum Kollisionsrecht der elektronischen Wertpapiere I. Keine Aufgabe der Trennung von Wertpapierrechts- und Wertpapiersachstatut II. Reform von 17a DepotG III. Mogliche Anderungen von 32 eWpG B. Leitlinien fur ein allgemeines Tokensachstatut I. Ausgangspunkt II. Zukunftsfahigkeit der lex rei sitae? III. Rechtswahl im Sachenrecht de lege ferenda? IV. Objektive Anknupfung V. Abzulehnende Anknupfungspunkte VI. Europaisches Tokensachstatut 5. Teil: Fazit ",
1. Teil: Grundlagen
A. Technische Grundlagen
I. Begriff des Kryptowerts
II. Begriff des Tokens
III. Blockchain-Technologie
B. Methodik der Anknüpfung und Problemstellung
I. Problematik der kollisionsrechtlichen Beurteilung von Blockchain-basierten Sachverhalten
II. Methodik der Qualifikation
III. Rechtsquellen
IV. Alternativen zur kollisionsrechtlichen Lösung
2. Teil: Token als elektronische Wertpapiere
A. Tatsächlicher Ausgangspunkt
I. Handel mit Security Token
II. Verwahrung der Token
B. Rechtsanwendung
I. Rechtsquellen
II. Klassisches Verständnis: Reichweite und Wirkungen des Wertpapierrechtsstatuts
III. Verhältnis von § 32 eWpG und § 17a DepotG zueinander
IV. Allseitige oder einseitige Kollisionsnorm?
V. Begriff des elektronischen Wertpapiers
VI. Anknüpfungsgegenstand
VII. Anknüpfungspunkte
VIII. Anwendung auf Token
3. Teil: Tokensachstatut außerhalb von § 17a DepotG, § 32 eWpG de lege lata
A. Vorüberlegungen
I. Rechtsschutzverweigerung bzw. Rückfall auf die lex fori
II. Untätigkeit des Gesetzgebers trotz Forderungen aus der Wissenschaft
III. Fehlendes Sachenkollisionsrecht für Immaterialgüter
IV. Spannungsfeld zwischen Gesetzesauslegung und Rechtsfortbildung
B. Analoge Anwendung von § 17a DepotG, § 32 eWpG auf andere Token
I. Praktische Bedeutung
II. Planwidrige Regelungslücke
III. Vergleichbare Interessenlage
IV. Zwischenfazit
C. Art. 43, 46 EGBGB als Kollisionsnorm für Rechte und Verfügungen an und über Token?
I. Problematik bei Anwendung des Art. 43 Abs. 1 EGBGB
II. Recht am Token als Immaterialgüterrecht?
III. Recht am Token als Forderung?
IV. Die ablehnende herrschende Meinung
V. Erfassung von Token durch Art. 43, 46 EGBGB
VI. Alternativvorschläge
VII. Anknüpfungspunkte auf Basis von Art. 46 EGBGB
4. Teil: Vorschläge de lege ferenda
A. Reformüberlegungen zum Kollisionsrecht der elektronischen Wertpapiere
I. Keine Aufgabe der Trennung von Wertpapierrechts- und Wertpapiersachstatut
II. Reform von § 17a DepotG
III. Mögliche Änderungen von § 32 eWpG
B. Leitlinien für ein allgemeines Tokensachstatut
I. Ausgangspunkt
II. Zukunftsfähigkeit der lex rei sitae?
III. Rechtswahl im Sachenrecht de lege ferenda?
IV. Objektive Anknüpfung
V. Abzulehnende Anknüpfungspunkte
VI. Europäisches Tokensachstatut
5. Teil: Fazit
- By (author) Hendrik Studt
Other Titles in this Series
Die Offenkundigkeit der Stellvertretung
Eine Untersuchung zum deutschen und englischen Recht sowie zu den internationalen Regelungsmodellen
Volume 246
Vollstreckbarerklarung und Zwangsvollstreckung auslandischer Titel in der Europaischen Union
Volume 220
Das Presseprivileg im Datenschutzrecht
Eine rechtsvergleichende Betrachtung des deutschen und des englischen Rechts
Volume 146
Grenzuberschreitende Versicherungsvermittlung im Binnenmarkt
Internationales Aufsichts- und Privatrecht
Volume 433
Die internationale Zustandigkeit fur Schadensersatzklagen gegen Weltkartelle
Koordination der Gerichtspflichtigkeit in Europa und den USA
Volume 376
Die Übergangsbestimmungen der EuErbVO
Der Vertrauensschutz des Erblassers zwischen altem und neuem Recht
Die Anerkennung drittstaatlicher Entscheidungen nach dem Spiegelbildprinzip
Grundlagen und Herausforderungen der Gerichtsstandsvereinbarung
Das Internationale Privatrecht der Transportvertrage
Die Bestimmung des Beforderungsvertragsstatuts im Spannungsfeld von Art. 5 Rom I-VO und materiellem Einheitstransportrecht
Volume 350
Die Vermogensbeziehungen der Ehegatten und nichtehelichen Lebenspartner im serbischen Recht
Eine Untersuchung des Sach- und Kollisionsrechts unter Berucksichtigung der Staatensukzession im IPR
Volume 260
Das Anwaltsprivileg und sein zivilprozessualer Schutz
Eine rechtsvergleichende Analyse des deutschen, franzosischen und englischen Rechts
Volume 238
Identitätsjurisprudenz im Internationalen Privatrecht
Eine migrationssoziologische Analyse von Interessenkonflikten im Internationalen Personen- und Familienrecht
Testierfreiheit und Werteordnung
Eine rechtsvergleichende Untersuchung anstossiger letztwilliger Verfugungen in Deutschland, England und Sudafrika
Volume 490
Kollisionsrechtliche Probleme grenzuberschreitender Uberweisungen
Ein Beitrag zur Diskussion um die akzessorische Anknupfung
Volume 452
Auslandische Mobiliarkreditsicherungsrechte im inlandischen Rechtsverkehr
Eine kollisionsrechtliche, rechtsvergleichende und unionsrechtliche Untersuchung am Beispiel schwedischer Kreditsicherungsrechte
Volume 442
Angstfaktor und unlautere Handelspraktiken
Eine Untersuchung anlasslich des Grunbuchs der Europaischen Kommission uber unlautere Handelspraktiken in der b2b-Lieferkette
Volume 390
Juristische Methodenlehre und Immobiliarsachenrecht
Deutsch-chinesische Tagung vom 21.-23.8.2013
Volume 327
Europaisches Kollisionsrecht des Effektengiros
Intermediatisierte Wertpapiere im Schnittfeld von Internationalem Sachen-, Schuld- und Insolvenzrecht
Volume 311
Europaisches Internationales Vereinsrecht
Grenzuberschreitende Sitzverlegung und Umwandlung im Lichte der Niederlassungsfreiheit und des allgemeinen Freizugigkeitsrechts
Volume 270
Similar Books
Legal Pluralism and the Tajik Experience of Xinjiang
Between Custom and the Chinese State: An Ethnographic Perspective
Liturgia semper reformanda
Adaptations and accommodations in the liturgy in light of canon 838 of the Code of Canon Law
Althochdeutsche Stabreimdichtungen
Hildebrandslied, Muspilli und kleinere Denkmaler. Von Grund auf neu ediert, mit Erschliessungshilfen versehen, ubersetzt und eingeleitet von Frank Schafer
Auf Gedeih und Verderb
Die Pestiziddebatte seit dem Kaiserreich zwischen Hunger, Profit und Massenmord
Credit Default Swap-Aktivismus
Eine ökonomische Analyse und rechtliche Bewertung der Einflussnahme von Credit Default Swap-Investoren auf Unternehmen
Die Konjunkturkomponente des Grundgesetzes
Die konjunkturbedingte Kreditaufnahme im System der Kreditermächtigungen, europarechtlichen und gesamtwirtschaftlichen Verpflichtungen der Finanzverfassung
Die Pfingstbewegung in Deutschland während der Zeit des Nationalsozialismus
Kontinuitäten und Diskontinuitäten von der Weimarer Republik bis zur frühen Bundesrepublik
Indirekte Enteignung
Verfassungsunmittelbar gebotene Entschädigungspflicht im Spiegel des Mehrebenensystems
Kollektivismus und Individualismus im Aktienrecht
Zum Einfluss aktienrechtlicher Paradigmen auf die Rechtsentwicklung in Deutschland und den USA
Künstlervertragsmodelle in der Musikwirtschaft
Rechtliche Grenzen der künstlerbezogenen Nebenrechteverwertung im Erlös-, Vermittlungs-, Options- und Leistungsmodell
Mehrdimensionale Diskriminierungen
Rechtliche Erfassung von Intersektionalität und Benachteiligungsstrukturen am Beispiel von Art. 3 Abs. 3 GG
Protestantische Identitäten und evangelische Texte um 1900
Schriften und Biografica der Pfarrer Julius Antonius, Julius Ergenzinger, Alfred Formey, Cornelius Wilkens und Paul von Zimmermann. Unter Mitarbeit von Teresa Emich
Rechtssubjektivität für Künstliche Intelligenz
Eine Untersuchung von Zuerkennungsgründen für die "ePerson"
Schadensrecht im Wandel
A Turning Point for Punitive Damages? / Zeitenwende beim Strafschadensersatz? Volume II
Strukturierter Parteivortrag im digital geführten Zivilprozess
Richterliche Verfahrensleitung und Sanktionierung parteiseitigen Fehlverhaltens
