Das BGB als Durchgangspunkt

Privatrechtsmethode und Privatrechtsleitbilder bei Heinrich Lehmann (1876-1963)

by Andre Depping

Book cover: Das BGB als Durchgangspunkt

Extent: 372 pages

Publisher: Mohr Siebeck

Subjects: Law

Series: Beiträge zur Rechtsgeschichte des 20. Jahrhunderts

Series volume number: 34

Language: German

Hardback (Published)

(December 2001)

ISBN: 9783161477058

9.49 x 6.42 inches

Price: $137.00

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Andre Depping geht den ungewohnlichen Weg, sich den Veranderungen des Privatrechts im 20. Jahrhundert anhand der Biographie und des Werkes einer einzelnen Person zu nahern. Sein Vorhaben basiert auf der Uberlegung, dass sich Kontinuitaten und Zasuren an einzelnen Personen besonders gut ermitteln lassen. Der Zivilrechtsprofessor Heinrich Lehmann bietet sich dafur aus verschiedenen Grunden an: Er war in allen vier politischen Systemen im Deutschland des 20. Jahrhunderts aktiv und genoss Autoritat, ausserte sich stets zu aktuellen Problemen und Zeitstromungen und nahm diese, nicht selten auch opportunistisch, auf. Eine deutliche Sprache sprechen dabei etwa die gezielten Anderungen in den jeweiligen Auflagen seiner Lehrbucher. Andre Depping stellt die Weiterentwicklung des BGB von 1900 und Lehmanns Abkehr von dem von ihm als ‘Durchgangspunkt’ bezeichneten Gesetzbuch in den Vordergrund seiner Untersuchung und beschaftigt sich auch eingehend mit Lehmanns Rolle wahrend des Nationalsozialismus. Er geht den Fragen nach, was einen etablierten christlich-konservativen Privatrechtler zur Mitarbeit an nationalsozialistischen Rechtsreformen bewegen konnte und vor welche Schwierigkeiten sich eine Neuorientierung nach 1945 gestellt sah. Abgerundet wird die Arbeit durch ein Werkverzeichnis und einen Anhang mit einem bisher unveroffentlichten Entwurf Lehmanns zu den Grundregeln des Volksgesetzbuches von 1942.

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