Juristische Methodik.
Band II: Europarecht.
By (author) Friedrich Müller By (author) Ralph Christensen
Hardback (Out of print)
(September 2003)
ISBN: 9783428109197
6.18 x 9.17 inches
Price: $167.00
On back order
Teil II der “Juristischen Methodik” ist technisch unabhängig vom ersten organisiert und selbständig benutzbar. Er entwickelt, aufbauend auf dem Konzept und mit der methodologischen Begrifflichkeit des Grundlagenbandes, eine Methodik des europäischen Gemeinschaftsrechts – also der Schicht unserer normativen Ordnung, die quantitativ deutlich zunimmt und qualitativ zunehmend dominiert. Von Anfang an hat sich diese Methodik als eine des positiven Rechts verstanden; und zwar von dem demokratisch-rechtsstaatlichen Typus, für den auch das deutsche Grundgesetz einsteht. Ferner vertritt sie seit jeher den mit ‘Methodik und Methodiken’ benannten Ansatz: den Plural einer Arbeitsreflexion der verschiedenen dogmatischen Teilrechtsgebiete anzustreben – im Rahmen dieser “Juristischen Methodik” ohne Anspruch auf Vollständigkeit; und zugleich für sie alle eine Basis auszuarbeiten, die dem avancierten Stand der Rechts-, Sozial- und Sprachwissenschaft gewachsen ist. Im ersten Band sind diese Grundlagen anhand des nationalen Öffentlichen Rechts, ausgehend vom Verfassungsrecht, entwickelt worden.
Der zweite Teil wendet sich nun den Elementen einer Methodik des Europarechts zu – und damit nicht einem externen, sondern einem zusehends wichtiger werdenden Teil der deutschen Rechtsordnung. Von seinem supranationalen Ursprung her weist er Besonderheiten und auch besondere Schwierigkeiten auf: so zum Beispiel die Mehrsprachigkeit (bei Gleichrangigkeit der beteiligten Nationalsprachen), die gesteigert komplexe Systematik, die wesentlich größere Bedeutung des teleologischen Arguments oder das deutlicher sichtbare Einwirken methodenrelevanter Normen auf das juristische Entscheidungshandeln.
Die Praxis spielt dabei die zentrale Rolle, also die Analyse der Judikatur der Gerichte der Gemeinschaft und ihrer methodischen Vorgehensweisen. Das entspricht der herausgehobenen Bedeutung, welche die Justiz bei der Entwicklung des europäischen Rechts hat. Das Ziel ist, den Anforderungen des Rechtsstaats auch im supranationalen Rahmen gerecht zu werden. Dasselbe gilt für die weitere Aufgabe einer Methodik, demokratische Impulse realisieren zu helfen. Dazu bedarf es aber auch eines fühlbaren weiteren Demokratisierungsschubs in den Institutionen der Europäischen Gemeinschaft.
Stimmen zu Band I:
“Eine frisch, klar und stellenweise geradezu spannend geschriebene Studie.” Der Staat
“This departure from the abstract-logical towards the empirical-pragmatical brings this method closer to that of Anglo-American common law … It will be a fascinating exercise to watch for the success of this new methodology in its acceptance by German legal theory as well as in the jurisprudence of the German courts.” Modern Law and Society
“Für den methodenbewußt arbeitenden Juristen ist seit langem die ‘Juristische Methodik’ von Friedrich Müller eine Fundgrube … Insgesamt: Eine förderliche Lektüre und ein zuverlässiges Anregungs-Nachschlagewerk für alle Juristen, die ihre fallbezogene professionelle Phantasie schulen, sich erhalten und immer optimal einsetzen wollen.” Prof. Dr. Wolfgang Gast, in: Betriebs-Berater
“Friedrich Müllers ‘Juristische Methodik’ nimmt seit dem Erscheinen der ersten Auflage (1971) innerhalb des Schrifttums zur juristischen Methodenlehre eine Sonderstellung ein … Sie beeindruckt durch ein geschlossenes Konzept, durch Originalität sowie durch ein ungewöhnliches Maß an sprachtheoretischer Kompetenz des Autors … Auch wenn man die sprachtheoretischen Positionen Müllers nicht durchweg teilt: Ein imponierendes Werk.” Prof. Dr. Ulfrid Neumann, in: Goltdammer’s Archiv für Strafrecht
“Die Darlegungen des Verf. stehen – und das gilt ziemlich uneingeschränkt für sämtliche Abschnitte dieses Buches – mit erfrischender Brillanz über der akademisch-philosophischen Akribie und lassen trotz ihrer Elastizität nichts an intellektueller Stringenz vermisssen. Müller hat alle Kammern des Methodik-Gedankengebäudes ausgeleuchtet.” Prof. Dr. Willi Thiele, in: Deutsches Verwaltungsblatt
“Die womöglich am konsequentesten demokratisch-rechtsstaatliche Interpretationstheorie.” Prof. Dr. E.-W. Böckenförde, in: Neue Juristische Wochenschrift
“Die ‘Juristische Methodik’ von Müller (ist) ein innerhalb der zeitgenössischen Reflexion der juristischen Methodik unverzichtbarer Text … Die Arbeit hat eine präzise theoretische Dimension und ist, mehr noch, auch in einem politisch und ethisch bestimmten Sinn orientiert, nämlich zugunsten des Sozialen Rechtsstaats und der modernen sozialen Demokratie … Eines der größten Verdienste des Buches besteht darin, für den heutigen theoretischen Juristen und den heute praktisch Handelnden von Gewinn zu sein. Aber noch mehr ist zu unterstreichen, daß Müllers gesamte Argumentation überzeugend erscheint und vieles dazu beiträgt zu verstehen, was die Richter tatsächlich tun.” Prof. Dr. Angelo di Giovanni, in: Diritto e Cultura
“Das Buch bringt eine Vielzahl von Problemen, die sich im Umfeld der juristischen Methodik stellen; es ist allemal tiefbohrend und auf hohem Niveau. Das Buch erweitert den sprichwörtlichen Problemhorizont des Lesers auf das vortrefflichste … Das Fazit fällt nicht schwer: Ein sehr empfehlenswertes Buch für anspruchsvolle Juristen.” Prof. Dr. Arthur Kaufmann, in: Die Öffentliche Verwaltung
- By (author) Friedrich Müller
- By (author) Ralph Christensen
»Mich hat das Buch vor allem deshalb sehr überzeugt, weil es mit dem Gedanken der richterlichen Rechtserzeugung eine eingehende und fundierte Erklärung gegeben hat, wie man mit dem Problem der mehrfachen Rechtsordnung umgehen sollte. [...] Mit diesen wenigen Stellen sei belegt, wie ungemein anregend die Lektüre dieses Buches ist. Nur ein Bruchteil davon kann in dieser Besprechung erwähnt werden. Es sei deshalb jedem dringend nahegelegt, dieses Buch eingehend zu studieren und sich von ihm inspirieren zu lassen.« Otto Lagodny, in: Zeitschrift für Öffentliches Recht, 70/2015
»Ein brauchbares Sachverzeichnis erleichtert den Umgang mit dem erfreulich breit gefächerten Methodenwerk. Es ist für den Anfänger im Europarecht lesbar, bietet aber auch dem Fortgeschrittenen theoretisch und praktisch viel Nützliches, Bereicherndes und Diskutables.« Prof. Dr. Volker Lohse, in: Deutsche Verwaltungspraxis, 5/2010
»Wer sich [...] mit dem Europarecht zu befassen hat, der sollte diesen Band der Juristischen Methodik der Autoren heranziehen [...]. Dass [diese Arbeit] weiterhin am Markt Erfolg haben wird, ist schon deshalb gesichert, weil [sie] für sich spricht.« Helmut Görlich (zur 2. Auflage), in: Comparativ, 6/2008
»Das ist keine verschwiemelte Gelehrtenprosa, sondern ein ganz handfester Zugriff auf höchst aktuelle und praktische Probleme der Rechtsfindung. […] Zwei empfehlenswerte Bücher, die sich an alle Juristen richten, die über das bloße Erlernen des Stoffes hinaus ihren Horizont erweitern wollen!« Günter Haurand zur 1. Aufl., zugl. zu Band I, 8.Aufl., in: Deutsche Verwaltungspraxis, Heft 12/2004
—
Similar Books
East Meets West: Justice, Law, and Politics
The 13th Kobe Lecture and the 2nd IVR Japan International Conference, Chiba, September 2023
False Friends in Comparative Law
Advantages and Risks of Legal Transplants in Civil Law – the Polish-German Perspective
Law, Economics, and Inequalities in the Welfare State
Proceedings of the Special Workshops held at the 31st World Congress of the International Association for Philosophy of Law and Social Philosophy in Seoul, Republic of Korea, 2024
Legal Pluralism and the Tajik Experience of Xinjiang
Between Custom and the Chinese State: An Ethnographic Perspective
Liturgia semper reformanda
Adaptations and accommodations in the liturgy in light of canon 838 of the Code of Canon Law
The EPPO/OLAF Compendium of National Procedures: Estonia
Desktop codes on the procedural law of the Member States with annotations by national experts
The EPPO/OLAF Compendium of National Procedures: Greece
Desktop codes on the procedural law of the Member States with annotations by national experts
The EPPO/OLAF Compendium of National Procedures: Italy
Desktop codes on the procedural law of the Member States with annotations by national experts
The Right to Regulate of Developing Countries in International Investment Law
A Contextual Approach to International Investment Agreements
Volume 11
(Bloß) symbolische Rechtsetzung
Eine interdisziplinäre Untersuchung der deutschen Glücksspielregulierung auf ihre funktionelle und symbolische Wirkung
Abwendung sozialrechtlicher Vermögenssanktionen als Abrechnungsbetrug?
Zur Übertragbarkeit der Ausklammerung geldwerter staatlicher Sanktionen aus dem Vermögensbegriff auf den Vergütungsausschluss in der vertragsärztlichen Versorgung
Active Space Debris Removal
Rechte und Pflichten der Staaten im Kontext der aktiven Weltraumabfallbeseitigung
Volume 268
Annäherungen an das japanische Recht
Festschrift für Heinrich Menkhaus zum 70. Geburtstag
Volume 245
Artikel 102 AEUV und Nachhaltigkeit
Eine juristisch-ökonomische Analyse der Berücksichtigungsfähigkeit von Nachhaltigkeitsbelangen im Rahmen der Missbrauchsaufsicht
Ausforschung und Rechtsdurchsetzung im Unionsprivatrecht
Herleitung und Ausgestaltung eines allgemeinen unionsrechtlichen Informationsrechts
Britische Verfassungsgerichtsbarkeit
Modellbegründung aus Anlass der graduellen Selbstermächtigung während der Brexit-Krise
Compliance-Organisation von Institutskonzernen im Schnittfeld von Gesellschaftskonzern- und Finanzmarktrecht
Volume 294
Credit Default Swap-Aktivismus
Eine ökonomische Analyse und rechtliche Bewertung der Einflussnahme von Credit Default Swap-Investoren auf Unternehmen
Das grundrechtliche Vorrangprinzip
Der Freiheitsschutz des Grundgesetzes im europäischen Grundrechtsverbund
Das rechtliche Erbe Österreichs im polnischen Verwaltungsverfahren
Zum 100-jährigen Jubiläum des Allgemeinen Verwaltungsverfahrensgesetzes (AVG 1925–2025)
Das rechtsgeschäftliche Surrogat im Rechtsvergleich
Eine Untersuchung zum Herausgabeanspruch nach deutschem und englischem Recht unter besonderer Berücksichtigung des Tracing
Das Rheinische Recht
Neue Perspektiven auf die Geschichte des französischen Rechts an Rhein und Mosel, ca. 1750 bis 1900
Das Rückschrittsverbot als Instrument Europäischen Werteschutzes
Schutz unionaler Werte im Spannungsfeld nationalstaatlichen Pluralismus
Das Spannungsverhältnis von Freiwilligkeit und Zwang
Eine grenzüberschreitende Untersuchung obligatorischer Schiedsverfahren
Volume 248
