Corona und Grundgesetz.

Edited by Robert Chr. van Ooyen Edited by Hendrik Wassermann

Book cover: Corona und Grundgesetz.

Extent: 140 pages

Publisher: Duncker & Humblot

Subjects: Law, Medicine, Social Sciences 

Series: Recht und Politik. Beihefte

Series volume number: 7

Language: German

Paperback (Published)

(January 2021)

ISBN: 9783428182626

6.18 x 9.17 inches

Price: $102.00

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Eine solche Aufhebung von Grundrechten hat es in der Geschichte der Bundesrepublik noch nie gegeben: Bei »Corona« kam es vorübergehend zu einer Art »Ausnahmezustand«; auch die Parlamente meldeten sich ab. Recht und Politik zieht eine erste Bilanz des »Lockdowns«. Dabei zeigt sich: Verfassungsorgane, Verwaltungsbehörden, Medien und die Bevölkerung haben als »Hüter der Verfassung« versagt.


Eine solche Aufhebung von Grundrechten hat es in der Geschichte der Bundesrepublik noch nie gegeben: Bei Corona kam es vorubergehend zu einer Art Ausnahmezustand durch flachendeckende und vollstandige Verbote der Ausubung zentraler Grundrechte; dies gestutzt auf Generalklauseln, regelrechte Blanko-Ermachtigungen und gesetzesdurchbrechende Verordnungsgebung, bei denen sich Bundestag und Landtage aus dem offentlich wahrnehmbaren Entscheidungsprozess abmeldeten einschliealich ihrer parlamentarischen Opposition. Fragen der Entschadigung betroffener Unternehmen bleiben zudem offen. Recht und Politik zieht aus verfassungsrechtlicher Sicht eine erste Bilanz des Lockdowns. Dabei zeigt sich: Verfassungsorgane, Verwaltungsbehorden, Medien und die Bevolkerung haben als Huter der Verfassung versagt.

Robert Chr. van Ooyen und Hendrik Wassermann: Zur Einführung: Freiheit, Demokratie und Grundgesetz im Pandemie-Notstand
Wolfgang Zeh: Pandemie und Parlament
Jörn Ipsen: Notstandsverfassung und Corona-Virus. Rückblick und Ausblick
Oliver Lepsius: Grundrechtsschutz in der Corona-Pandemie
Christoph Gusy: Grundrechte unter Quarantäne?
Stephan Rixen: Grenzenloser Infektionsschutz in der Corona-Krise? Konturen eines grundrechtssensiblen Pandemie-Krisenrechts
Horst Meier: Über die Versammlungsfreiheit in der Corona-Krise – eine Zwischenbilanz
Christian Hamann: »Zwangstracking« – Ein rechtliches No-Go?
Martin H. W. Möllers: Der Verhältnismäßigkeitsgrundsatz bei Freiheitsbeschränkungen infolge der Coronavirus SARS CoV-2 Pandemie
Sophie Thürk und Thomas Winter: Entschädigung und Schadensersatz für staatlich angeordnete Betriebsschließungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie
Marco Buschmann: Die rechtsstaatlichen Schwächen des neuen § 28a Infektionsschutzgesetz als zentrale Eingriffsnorm zur Bekämpfung von Covid-19
Tristan Barczak: Die »Stunde der Exekutive«. Rechtliche Kritik einer politischen Vokabel
Autorinnen und Autoren des Heftes

  • Edited by Robert Chr. van Ooyen
  • Edited by Hendrik Wassermann

»Das von van Ooyen und Wassermann herausgegebene Beiheft bietet in der Summe einen fundierten und präzisen Einblick in die juristischen Zusammenhänge der Corona-Politik.« Max Lüggert, Portal für Politikwissenschaft, 07.10.2021

»Dass Corona mit Blick auf das Grundgesetz – und zwar sowohl bezogen auf die Grundrechte als auch auf das Staatsorganisations- und das Staatshaftungsrecht – zahlreiche neue Fragen aufwirft, ist [...] deutlich zutage getreten. In der Zeitschrift Recht und Politik sind dazu 2020 zahlreiche einschlägige Aufsätze erschienen, die in dem hier angezeigten Band klug zusammengefasst und um Beiträge von Marco Buschmann, dem nunmehrigen Bundesminister der Justiz, zu rechtsstaatlichen Schwächen des neuen § 28a IfSG als zentraler Eingriffsnorm zur Bekämpfung von COVID-19 und Wolfgang Zeh, dem früheren Bundestagsdirektor und Vater der Schriftstellerin Juli Zeh, zu Pandemie und Parlament prominent ergänzt worden sind« Prof. Dr. Hans-Günter Henneke, in: Der Landkreis 1-2/2022

»Einen insgesamt kritischeren Blick auf das staatliche Pandemiemanagement werfen die in dem von Robert Chr. van Ooyen und Hendrik Wassermann edierten Sammelband ›Corona und Grundgesetz‹ zusammengestellten Beiträge. (...) Das Verdienst einer Vielzahl der hier zusammengestellten Beiträge liegt in der frühzeitigen Erkenntnis der historischen Beispiellosigkeit der Eingriffsintensität der Maßnahmen-Politik in der bundesrepublikanischen Demokratie und der damit verbundenen Mahnung zu einem grundrechtssensiblen und maßvollen Staatshandeln.« Ralf Schleicher, in: Zeitschrift für Parlamentsfragen, 4/2021

»Der erste Blick ins Inhaltsverzeichnis verspricht dem interessierten Leser spannende Zeilen in insgesamt zwölf Aufsätzen. Gerade im Hinblick auf die Diversität der Artikel kommt dem hier anzuzeigenden Beiheft eine zentrale Bedeutung zu, untersucht es gerade nicht nur ein verfassungsrechtliches Thema auf dessen Krisentauglichkeit, sondern bietet wissenschaftlichen Input aus verschiedenen Blick- und Anwendungsfeldern des Verfassungsrechts und dessen Kompatibilität mit der aktuellen pandemischen Lage. [...] Zusammenfassend ist festzustellen, dass das von den Herausgebern van Ooyen und Wassermann veröffentlichte Beiheft eine gelungene Zusammenstellung von Beiträgen ist, die von Experten der Materie verfasst wurden und der Leserschaft einen Rück-, Über- und Zukunftsblick von ›Corona und Grundgesetz‹ bietet. Zu wünschen bleibt neben der baldigen Fortsetzung allein, dass die durch Corona und das (Re-)agieren des staatlichen Apparates aufgekommenen (unzähligen) verfassungsrechtlichen Fragen weiter adressiert und kritisch beleuchtet werden.« Jasmin Polat, in: Zeitschrift für Rechtsphilosophie, 5/2021
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