Das Schuldprinzip im europäischen Kartellbußgeldrecht.

By (author) David Mattern

Book cover: Das Schuldprinzip im europäischen Kartellbußgeldrecht.

Extent: 760 pages

Publisher: Duncker & Humblot

Subjects: German Studies, Law, Social Sciences 

Series: Beiträge zum Europäischen Wirtschaftsrecht

Series volume number: 85

Language: German

Hardback (Published)

(August 2023)

ISBN: 9783428188703

6.18 x 9.17 inches

Price: $232.00

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Das europaische Kartellbussgeldrecht wird haufig fur Verstosse gegen das Schuldprinzip kritisiert. Die Arbeit untersucht, ob diese Kritik berechtigt ist. Sie arbeitet zunachst heraus, in welchen Konstellationen es zu Konflikten mit dem Schuldprinzip kommt. Anschliessend zeigt die Arbeit auf, dass nicht jeder Konflikt mit dem Schuldprinzip ein Verstoss dagegen darstellt, weil das Schuldprinzip im europaischen Kartellbussgeldrecht mit dem Ziel des unverfalschten Wettbewerbs in Ausgleich zu bringen ist.


English summary: The Guilt Principle in European Competition Law: The European Competition Law is often criticized for infringements of the guilt principle. The thesis examines if this criticism is justified. Conflicts with the guilt principle can be found in several areas of fining proceedings in competition law. The thesis shows that not every conflict means an infringement of the guilt principle, because the guilt principle has to be balanced with the objective of an undistorted competition. German description: Am europaischen Kartellbussgeldrecht wird haufig kritisiert, dass es gegen das Schuldprinzip verstosse. Die Arbeit untersucht, ob diese Kritik berechtigt ist. Sie arbeitet zunachst heraus, in welchen Konstellationen es mit dem Schuldprinzip in Konflikt gerat. Konfliktpunkte finden sich in den Themenfeldern Verbotsirrtum, Unternehmen als Bussgeldadressaten, Konzern- und Rechtsnachfolgekonstellationen sowie Bussgeldbemessung. Anschliessend widmet sich die Arbeit der Frage, ob ein Konflikt mit dem Schuldprinzip zugleich einen Verstoss dagegen darstellt oder ob es im europaischen Kartellbussgeldrecht einer Abwagung zuganglich ist. Die Arbeit postuliert, dass das Schuldprinzip im europaischen Kartellbussgeldrecht mit dem Ziel des unverfalschten Wettbewerbs in Ausgleich zu bringen ist. Ausgehend davon wird zuletzt untersucht, welche zuvor identifizierten Konflikte mit dem Schuldprinzip sich tatsachlich als Verstosse dagegen erweisen. Hierbei gelangt die Arbeit zu differenzierten Ergebnissen.

1. Einführung
Einleitende Bemerkungen – Vorklärungen

2. Konflikte des europäischen Kartellbußgeldrechts mit dem Schuldprinzip
Methodik der Untersuchung – Einzelne Konfliktpunkte des europäischen Kartellbußgeldrechts mit dem Schuldprinzip

3. Verstöße des europäischen Kartellbußgeldrechts gegen das Schuldprinzip?
Gang der Untersuchung – Abwägbarkeit des Schuldprinzips? – Effizienzprinzip oder unverfälschter Wettbewerb als dem Schuldprinzip gegenüberstehendes Prinzip bzw. Ziel? – Einschränkbarkeit des Schuldprinzips durch Ziel des unverfälschten Wettbewerbs? – Europarechtliche Anforderungen an die Rechtfertigung von Einschränkungen des Schuldprinzips – Geeignetheit, Erforderlichkeit, Verhältnismäßigkeit im engeren Sinne und Achtung der Wesensgehaltsgarantie bei den einzelnen Konstellationen

4. Schluss

Literatur- und Stichwortverzeichnis

David Mattern studied law at the University of Mannheim from 2005 until 2011. After the legal clerkship at the Higher Regional Court (Oberlandesgericht) of Karlsruhe with stages in Mannheim, Speyer and Naples (Italy), he worked as a research associate at the University of Mannheim at chairs of competition law and criminal law from 2013 to 2019. In 2019, he entered the judicial service of the State of Baden-Württemberg. He worked at the Karlsruhe Public Prosecution Office and the Ministry of Economy in Baden-Württemberg. Since December 2022, he has been working as a research associate at the Federal Constitutional Court (Bundesverfassungsgericht).

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