Die Haftung der Erben im internationalen Erbrecht.

Eine rechtsvergleichende Untersuchung zum deutschen und französischen Recht.

By (author) Gunnar Zillmann

Book cover: Die Haftung der Erben im internationalen Erbrecht.

Extent: 222 pages

Publisher: Duncker & Humblot

Subjects: Law

Series: Schriften zum Internationalen Recht

Series volume number: 97

Language: German

Paperback (Published)

(July 1998)

ISBN: 9783428094172

6.18 x 9.17 inches

Price: $101.00

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Die Bedeutung internationaler Erbfalle wachst kontinuierlich. Ihrer Abwicklung stehen wegen der Verschiedenheit der nationalen Kollisionsrechtsordnungen haufig gravierende Hindernisse im Weg. Eine internationale Vereinheitlichung des Kollisionsrechts tut not, scheiterte bislang jedoch daran, dass sich verschiedene kollisionsrechtliche Grundprinzipien unversohnlich gegenuberstehen. So konnte bislang international keine Einigkeit daruber erzielt werden, ob der gesamte Erbfall wie in Deutschland nach einem einzigen Recht abgewickelt werden soll (Prinzip der Nachlasseinheit) oder ob wie in Frankreich das Belegenheitsrecht gelten soll (Prinzip der Nachlassspaltung). Der Verfasser stellt die Vorzuge und Nachteile der beiden Prinzipien in Deutschland und Frankreich am Beispiel der Erbenhaftung dar. Anhand der Probleme, die sich bei der Haftung der Erben im Aussenverhaltnis ergeben, verdeutlicht er die Verwobenheit des Nachlassabwicklungsrechts mit dem Verfahrensrecht und die Bedeutung des Belegenheitsrechts fur die Publizitat der Nachlassabwicklung. Bei der Erorterung der Haftung der Miterben im Innenverhaltnis wird die Notwendigkeit deutlich, die Verteilung des Nachlasses nach einem Recht einheitlich vorzunehmen. Der Verfasser zeigt damit, dass keines der beiden Prinzipien eine absolute Geltung beanspruchen sollte. Nur eine kollisionsrechtliche Trennung von Nachlassabwicklung und Nachlassverteilung in der Weise, dass die Nachlassabwicklung der jeweiligen lex fori unterliegt, die Verteilung des Nachlasses aber nach einem einheitlichen Erbstatut erfolgt, vermag nach seiner Auffassung die Problematik angemessen zu bewaltigen. Ein rechtsvergleichender Uberblick zeigt, dass sich dieses Ergebnis auch international allmahlich durchzusetzen scheint.

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