Jahrbuch der Oswald von Wolkenstein-Gesellschaft

Band 18 (2010/2011): Konrad von Megenberg (1309 bis 1374): Ein spätmittelalterlicher »Enzyklopädist« im europäischen Kontext

Herausgegeben von Edith Feistner unter redaktioneller Mitarbeit von Nina Prifling

Book cover: Jahrbuch der Oswald von Wolkenstein-Gesellschaft

Extent: 416 pages

Publisher: Dr. Ludwig Reichert Verlag

Subjects: German Studies, Medieval Studies

Series: Jahrbuch der Oswald von Wolkenstein-Gesellschaft

Language: German

Hardback (Published)

(April 2011)

ISBN: 9783895007637

5.83 x 8.27 inches

Price: $107.00

In stock

PDF (Published)

(January 2011)

ISBN: 9783954906734

Price: $87.00

This proceedings places Konrad von Megenberg (1309-1374) squarely at the focal point of European cataloging. It combines contributions from Megenberg followers from different disciplines and creates a wide spectrum of thought on the modern effectiveness of this first German “non-fiction writer.” It provides innovative food for thought within the scientific debate on the interplay between Latin traditions of knowledge and the beginnings of a German culture of knowledge.


English Summary: This proceedings places Konrad von Megenberg (1309-1374) squarely at the focal point of European cataloging. It combines contributions from Megenberg followers from different disciplines and creates a wide spectrum of thought on the modern effectiveness of this first German “non-fiction writer.” It provides innovative food for thought within the scientific debate on the interplay between Latin traditions of knowledge and the beginnings of a German culture of knowledge. German Description: Der aktuelle Tagungsband ruckt Konrad von Megenberg (1309 bis 1374) in den spezifischen Brennpunkt europaischer Enzyklopadik. Darin sind Beitrage von namhaften Megenbergforschern unterschiedlicher Fachrichtungen vereinigt, die ein facettenreiches Spektrum der neuartigen Wirksamkeit dieses ersten “Sachbuchautors” in deutscher Sprache entwerfen: innovative Denkanstosse im wissenschaftlichen Diskurs uber die Wechselwirkungen zwischen lateinischen Wissenstraditionen und den Anfangen einer deutschsprachigen Wissenskultur. Die Oswald von Wolkenstein-Gesellschaft ist 1980 als internationale wissenschaftliche Vereinigung begrundet worden. Sie fordert die interdisziplinare Erforschung von Literatur und Kultur des Mittelalters und der Fruhen Neuzeit, insbesondere die Erschliessung von Leben und Werk Oswalds von Wolkenstein. Das “Jahrbuch der Oswald von Wolkenstein-Gesellschaft” (JOWG) dokumentiert die jeweils neuesten Forschungsergebnisse.

  • Edited by Edith Feistner

Mittelalterlicher Autor<br/><br/>700. Geburtstag des Konrad von Megenberg <br/><br/>Eichstätt (buk) Der mittelalterliche Geistliche und Natur-Enzyklopädist Konrad von Megenberg (1309-1374), ein Kleriker aus dem Raum der Diözese Eichstätt, gehört seit rund einem Vierteljahrhundert zu den Forschungsschwerpunkten der Altgermanistik an der Katholischen Universität Eichstätt. Hier wurde Konrad ab 1985 im Rahmen des Sonderforschungsbereichs (SFB) 226 intensiv erforscht, und hier kam es auch zu einem Auftakt einer Neuedition seines berühmten „Buchs von den natürlichen Dingen“. <br/>Kaum verwunderlich ist daher, dass die Eichstätter Studien zu Konrad von Megenberg direkt oder indirekt auch in einem neuen Sammelband eine Rolle spielen, der die Beiträge einer interdisziplinären Regensburger Tagung vom Herbst 2009 anlässlich des 700. Geburtstags des mittelalterlichen Gelehrten im Druck vorlegt. Dieser Band rückt Konrad als wichtigen Vertreter der frühen europäischen Enzyklopädik in den Blickpunkt: Der vielseitig interessierte und in Europa weit herumgekommene Konrad gilt längst als ein „erster Sachbuchautor des Mittelalters in deutscher Sprache“. Bereits der erste der rund zwei Dutzend wissenschaftlichen Beiträge des Bandes kommt aus Eichstätt, er stammt aus der Feder von Benedikt Konrad Vollmann, der ab den späten 80-er Jahren an der Katholischen Universität das Fach Mittellatein unterrichtete und ein eigenes Teilprojekt des SFB 226 leitete.<br/>Vollmann führt auch aus, warum es sich lohnt, sich heute noch mit dem Werk von Thomas und Konrad zu beschäftigen: Deren Ansichten über die Natur, etwa die Sicht der Taube (als Friedenssymbol) oder über den Vogel Strauß, über Pelikan und Pfau, über Elefanten oder die Symbolik der Blumen, leben bis heute fort. <br/>Im Kosmologie-Teil kommt die langjährige Eichstätter Altgermanistik-Mitarbeiterin Dagmar Gottschall zu Wort, die „Expertenwissen und Laienwissen auf dem Gebiet der astrologischen Prognostik bei Konrad von Megenberg und Cecco d’Ascoli“ untersucht. Der Sammelband enthält auch attraktive Illustrationen aus mittelalterlichen Handschriften des „Buch der Natur“ Konrads von Megenberg.<br/><br/>In: Donau-Kurier. Nr. 109 vom 12. Mai 2011. S. 22.<br/><br/>
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