Zur literarischen Fiktion von Kindheit

Überlegungen zu den apokryphen Kindheitsevangelien Jesu im Rahmen der antiken Biographie

By (author) Isolde Kurzmann-Penz

Book cover: Zur literarischen Fiktion von Kindheit

Extent: 232 pages

Publisher: Franz Steiner Verlag

Subjects: Biblical Studies, Literary Studies

Series: Potsdamer Altertumswissenschaftliche Beitrage

Language: German

Paperback (Published)

(October 2018)

ISBN: 9783515121521

6.69 x 9.49 inches

Price: $81.00

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In der biographischen Literatur der griechisch-romischen Antike wurde haufig die Kindheit der dargestellten Person thematisiert. Die Biographen bedienten sich dabei aus einem Pool von (fiktionalen) Topoi, der seit Jahrhunderten zur Verfugung stand. Isolde Kurzmann-Penz durchleuchtet die apokryphen Kindheitsevangelien Jesu im Hinblick auf eben jene Topoi, die konstitutiv fur die literarische Fiktion von Kindheit sind. Dabei vergleicht sie das literarische Schaffen des 2. Jh. n. Chr. vor allem mit dem Protoevangelium des Jakobus und dem Kindheitsevangelium des Thomas. Kurzmann-Penz kann so zahlreiche biographische Elemente antiker Kindheitsschilderungen in KThom und Protev eindeutig nachweisen: die Konstruktion einer statischen Personlichkeit, der aussergewohnliche Geburtsort, unnaturliche Lichtphanomene, die Anwesenheit eines Sterns, die Zeichnung des Kindes als puer senex, die Darstellung Jesu als ungezogenes Kind, Traume im Umfeld der Zeugung, die Gefahrdung des erwahlten Kindes, die Erwahnung der noblen Abstammung – und naturlich die Betonung der Gottlichkeit des Kindes.


In der biographischen Literatur der griechisch-romischen Antike wurde haufig die Kindheit der dargestellten Person thematisiert. Die Biographen bedienten sich dabei aus einem Pool von (fiktionalen) Topoi, der seit Jahrhunderten zur Verfugung stand. Isolde Kurzmann-Penz durchleuchtet die apokryphen Kindheitsevangelien Jesu im Hinblick auf eben jene Topoi, die konstitutiv fur die literarische Fiktion von Kindheit sind. Dabei vergleicht sie das literarische Schaffen des 2. Jh. n. Chr. vor allem mit dem Protoevangelium des Jakobus und dem Kindheitsevangelium des Thomas. Kurzmann-Penz kann so zahlreiche biographische Elemente antiker Kindheitsschilderungen in KThom und Protev eindeutig nachweisen: die Konstruktion einer statischen Personlichkeit, der aussergewohnliche Geburtsort, unnaturliche Lichtphanomene, die Anwesenheit eines Sterns, die Zeichnung des Kindes als puer senex, die Darstellung Jesu als ungezogenes Kind, Traume im Umfeld der Zeugung, die Gefahrdung des erwahlten Kindes, die Erwahnung der noblen Abstammung – und naturlich die Betonung der Gottlichkeit des Kindes.

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