Wettbewerb und Wettbewerbsbeschrankung im vormodernen Deutschland 1000-1800

by Oliver Volckart

Book cover: Wettbewerb und Wettbewerbsbeschrankung im vormodernen Deutschland 1000-1800

Extent: 279 pages

Publisher: Mohr Siebeck

Subjects: Business & Economics

Series: Die Einheit der Gesellschaftswissenschaften

Series volume number: 122

Language: German

(Hardback) (Published)

(January 2002)

ISBN: 9783161476907

9.45 x 6.38 inches

Price: $118.00

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Oliver Volckart geht von der These aus, dass die Entstehung marktwirtschaftlicher Institutionen in Europa eng mit der politischen Zersplitterung des Kontinents zusammenhing. Im Mittelpunkt der Untersuchung steht das bekanntlich extrem fragmentierte Heilige Romische Reich des 11. bis 18. Jahrhunderts. Der Autor geht der Frage nach, wie sich der im Reich stattfindende Wettbewerb politischer Akteure um die Unterstutzung durch potentielle Anhanger sowie der Wettbewerb territorialer politischer Autoritaten um mobile Produktionsfaktoren auf den Wandel derjenigen Institutionen auswirkten, in deren Rahmen sich der Wettbewerb auf okonomischen Markten abspielte. Dabei konzentriert sich Oliver Volckart auf vier Schwerpunkte: den politischen Wettbewerb des Hochmittelalters, die Entstehung standischer wettbewerbsbeschrankender Institutionen im Spatmittelalter und in der fruhen Neuzeit, die gleichzeitige Bildung von Staaten mit territorialem Gewaltmonopol sowie den zwischenstaatlichen institutionellen Wettbewerb des 17. und 18. Jahrhunderts. Diese Prozesse werden nicht nur unter Heranziehung vorwiegend institutionenokonomischer Theorieelemente jeweils im einzelnen analysiert, sondern es wird auch untersucht, wie sie die Veranderung der Wirtschaftsordnung und damit die wirtschaftliche Leistung beeinflussten. Im Ergebnis wird deutlich, dass politische Fragmentierung allein die Entstehung marktwirtschaftlicher Institutionen nicht befordert. Notwendige Bedingung fur diese Wirkung ist die Existenz moderner Staaten.

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