Über die Herausforderung der Verschiedenheit und die neue Wertereligion
By (author) Adam B. Seligman By (author) Linda Woodhead Edited by Birgit Weyel With Florian Zacher Translated by Daniel Schumann Translated by Matthew Chaldekas
Hardback (Published)
(April 2024)
ISBN: 9783161635281
4.61 x 7.28 inches
Price: $43.00
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The authors describe how feelings of differentness and group membership are constructed socially and shows the challenges arising as a result of this to tolerance and cooperation between different groups. They show that values in Western societies have gradually assumed the classical functions of religion.
In ihren Festreden anlasslich der Verleihung des Dr. Leopold Lucas-Preises des Jahres 2020 stellen Adam B. Seligman und Linda Woodhead ihre unterschiedlichen Ansatze zum Zusammenhang von Religion und Gesellschaft pragnant und anschaulich dar. Seligman zeichnet aus sozialpsychologischer Perspektive nach, wie das Zugehorigkeitsgefuhl zu einer Gruppe konstruiert und erlernt wird. Da gesellschaftlich geformte Kategorien die Selbst- und Weltwahrnehmung pragen, fordert die Begegnung mit Angehorigen anderer Gruppen immer auch die eigene Selbstwahrnehmung heraus und kann Unbehagen auslosen. Er problematisiert verschiedene gangige Strategien, dieses durch Differenzerfahrung ausgeloste Unbehagen aufzulosen und pladiert schliesslich dafur, dass Angehorige verschiedener Religionsgemeinschaften in einer religios pluralistischen Gesellschaft dazu bereit sein mussen, dieses Unbehagen auszuhalten und sich eines Urteils uber die Weltsicht der anderen zu enthalten. Linda Woodhead befasst sich in ihrer Rede mit dem Bedeutungsverlust christlicher Religion in den liberalen Demokratien des Westens. Dieser Bedeutungsverlust ist nach ihren soziologischen Forschungen nicht gleichzusetzen mit einem Ende der Religion, vielmehr ubernehmen moralische Werte Funktionen der Religion. Diese Religion der Werte zeichnet sich durch einen Fokus auf Selbstverwirklichung aus, wahrend altruistische Wertvorstellungen parallel zum Christentum an Bedeutung verlieren. Die historischen Wurzeln fur diese Entwicklung sieht Woodhead in einer zunehmenden Moralisierung des Christentums, die Religion stark oder ausschliesslich uber Werte definiert. In der Folge absorbieren Wertuberzeugungen Funktionen der Religion, pragen das Identitatsgefuhl und Wahrnehmungen der Zusammengehorigkeit und Differenz. Dagegen konnen viele spirituelle Bedurfnisse weder von den moralisierten Religionen noch von der neuen Wertereligion erfullt werden. Dadurch lasst sich das (Wieder-)Auftauchen vieler spiritueller und magischer Praktiken erklaren.
Geboren 1954; 1977 BA History/Social Theory, State University of New York; 1980 MA Cultural Studies, University of Birmingham, England; 1988 PhD Sociology and Social Anthropology, The Hebrew University of Jerusalem; Professor am Department of Religion, Boston University; Gründungsdirektor des Instituts CEDAR (Communities Engaging with Difference and Religion).
- By (author) Adam B. Seligman
- By (author) Linda Woodhead
- Edited by Birgit Weyel
- With Florian Zacher
- Translated by Daniel Schumann
- Translated by Matthew Chaldekas
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