Studien zum diplomatischen Geschenkwesen am brandenburgisch-preußischen Hof im 17. und 18. Jahrhundert.
By (author) Jeannette Falcke
Paperback (Published)
(April 2006)
ISBN: 9783428117772
6.18 x 9.17 inches
Price: $145.00
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Als fester Bestandteil diplomatischer Beziehungen zwischen Volkern, Staaten und Regenten diente der Austausch von Geschenken seit jeher dem Ziel, Kontakte und dauerhafte Verbindungen zu knupfen, zu besiegeln und zu erhalten. Diese Strategie befolgte auch der brandenburgisch-preuaische Hof, der im Verlauf des 17. und 18. Jahrhunderts zur europaischen Groamacht aufstieg. Anliegen der Arbeit ist es, die besondere Rolle von Kunstwerken innerhalb des diplomatischen Geschenkverkehrs naher zu beleuchten. Anhand einer Auswahl reprasentativer Geschenke werden exemplarisch verschiedene Aspekte der diplomatischen Geschenkpolitik aufgezeigt. Eingebettet in den jeweiligen historisch-politischen Kontext, wird das komplexe Geflecht der mit dem Prasent verbundenen Motive, Absichten und Zielvorstellungen herausgestellt und nach ihrer Wirkung auf die politische Entscheidungsfindung gefragt. Da Kunstwerke durch eine entsprechende Motiv- oder Materialwahl eine genaue Berucksichtigung der Rang- und Statusfragen von Sender und Empfanger sowie die Ubermittlung politischer Botschaften ermoglichten, fungierten sie innerhalb des diplomatischen Diskurses oftmals als non-verbale, symbolische Kommunikationsform. Gleichzeitig gaben diplomatische Geschenke als signifikante Beziehungszeichen Auskunft uber die Qualitat der Beziehungen zwischen den Verhandlungspartnern und erweisen sich damit noch fur den heutigen Historiker als ein hochst aussagekraftiges, elaboriertes Zeichensystem. Nicht zuletzt geht die Autorin folglich der Frage nach, inwieweit Prasente als erganzende Quellen zur Bewertung hofischer Auaenpolitik herangezogen werden konnen.
Als fester Bestandteil diplomatischer Beziehungen zwischen Volkern, Staaten und Regenten diente der Austausch von Geschenken seit jeher dem Ziel, Kontakte und dauerhafte Verbindungen zu knupfen, zu besiegeln und zu erhalten. Diese Strategie befolgte auch der brandenburgisch-preuaische Hof, der im Verlauf des 17. und 18. Jahrhunderts zur europaischen Groamacht aufstieg. Anliegen der Arbeit ist es, die besondere Rolle von Kunstwerken innerhalb des diplomatischen Geschenkverkehrs naher zu beleuchten. Anhand einer Auswahl reprasentativer Geschenke werden exemplarisch verschiedene Aspekte der diplomatischen Geschenkpolitik aufgezeigt. Eingebettet in den jeweiligen historisch-politischen Kontext, wird das komplexe Geflecht der mit dem Prasent verbundenen Motive, Absichten und Zielvorstellungen herausgestellt und nach ihrer Wirkung auf die politische Entscheidungsfindung gefragt. Da Kunstwerke durch eine entsprechende Motiv- oder Materialwahl eine genaue Berucksichtigung der Rang- und Statusfragen von Sender und Empfanger sowie die Ubermittlung politischer Botschaften ermoglichten, fungierten sie innerhalb des diplomatischen Diskurses oftmals als non-verbale, symbolische Kommunikationsform. Gleichzeitig gaben diplomatische Geschenke als signifikante Beziehungszeichen Auskunft uber die Qualitat der Beziehungen zwischen den Verhandlungspartnern und erweisen sich damit noch fur den heutigen Historiker als ein hochst aussagekraftiges, elaboriertes Zeichensystem. Nicht zuletzt geht die Autorin folglich der Frage nach, inwieweit Prasente als erganzende Quellen zur Bewertung hofischer Auaenpolitik herangezogen werden konnen.
- By (author) Jeannette Falcke
»All diese Facetten werden in der außerordentlich sorgfältig recherchierten und bis ins minutiöse Detail vorrückenden Arbeit ausgiebig beleuchtet. Dies geschieht in einer flüssigen, auf allzu viele Fremdwörter und Fachausdrücke verzichtenden Schreibsprache. Hervorzuheben ist darüber hinaus die bemerkenswerte Sorgfalt der Anmerkungs- und Belegtechniken. So enthalten die zahlreichen, teilweise sehr ausführlichen Anmerkungen und Zitate so manches wertvolle Informationsdetail. Zum besonderen Wert der Studie tragen darüber hinaus die vielen, zum Teil bestechend scharfen Fotos nahezu sämtlicher besprochener Exponate bei.« Martin Hille, in: Forschungen zur Brandenburgischen und Preußischen Geschichte, 1/2009
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