Schutzlücke intersektionale Diskriminierung?

Art. 21 Abs. 1 GRCh als Blaupause für das nationale Arbeitsrecht

By (author) Anna Kristin Biedermann

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Extent: 340 pages

Publisher: Mohr Siebeck

Subjects: Law, Social Sciences 

Series: Beiträge zum Arbeitsrecht

Language: German

Hardback (Published)

(May 2025)

ISBN: 9783161644078

6.1 x 9.13 inches

Price: $164.00

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Current anti-discrimination legislation does not fully reflect actual cases of discrimination and where different grounds intersect inseparably, a gap in protection appears. Anna Kristin Biedermann reveals the social power structures underlying the law and illustrates the need to close this gap. Looking to EU law, she comes up with a legally feasible way to anchor such cases of intersectional discrimination in the private employment relationship.


Das geltende Antidiskriminierungsrecht bildet tatsachliche Diskriminierungserfahrungen nur unzureichend ab. Die gesetzlich vorgesehene Anknupfung an einzelne Diskriminierungsmerkmale stellt jene Benachteiligungen schutzlos, die durch eine untrennbare Verschrankung mehrerer Merkmale gekennzeichnet sind. Diese Diskriminierung an der “Schnittstelle” verschiedener Merkmale macht das Konzept der Intersektionalitat sichtbar. Es legt die dem Recht zugrunde liegenden gesellschaftlichen Machtstrukturen offen. Anna Kristin Biedermann verdeutlicht die Notwendigkeit, die Schutzlucke der intersektionalen Diskriminierung zu schliessen. Sie schlagt einen rechtsdogmatisch gangbaren Weg vor, wie die Schnittstelle als eigene Diskriminierungsform unter Ruckgriff auf das unionsrechtliche Diskriminierungsverbot im privaten Arbeitsverhaltnis verankert werden kann.

Einführung
Teil 1: Intersektionale Diskriminierung de lege lata: Probleme in der Kontextualisierung

§ 1 Bedeutung der Intersektionalität für das Antidiskriminierungsrecht
§ 2 Intersektionalität im Antidiskriminierungsrecht de lege lata
§ 3 Kategoriales System als Ursache der unsichtbaren Intersektionalität im Antidiskriminierungsrecht
§ 4 Zusammenfassung: konzeptionelle Unsichtbarkeit der intersektionalen Diskriminierung im geltenden Recht
Teil 2: Privatrechtsgestaltendes Potential von Art. 21 Abs. 1 GRCh für die intersektionale Diskriminierung
§ 5 Schnittstelle als eigene Kategorie in Art. 21 Abs. 1 GRCh
§ 6 Allgemeine dogmatische Wirkungen der Unionsgrundrechte im nationalen privaten Arbeitsrecht
§ 7 Anwendungsbereich der Charta nach Art. 51 Abs. 1 S. 1 Var. 2 GRCh
§ 8 Zusammenfassung: privatrechtsgestaltendes Potential von Art. 21 Abs. 1 GRCh
Teil 3: Dogmatische Herleitung der intersektionalen Diskriminierung aus Art. 21 Abs. 1 GRCh
§ 9 Anwendbarkeit von Art. 21 Abs. 1 GRCh auf nationale Arbeitsverhältnisse in der Judikatur des EuGH
§ 10 Verpflichtung der mitgliedstaatlichen Judikative aus Art. 21 Abs. 1 GRCh
§ 11 Verpflichtung privater Arbeitgeberinnen aus Art. 21 Abs. 1 GRCh
§ 12 Zusammenfassung: dogmatische Herleitung der intersektionalen Diskriminierung aus Art. 21 Abs. 1 GRCh
Zusammenfassung und Schlussbetrachtung

  • By (author) Anna Kristin Biedermann