“Sachkunde” als Beweisquelle im Strafprozess

Defizite der Verteidigungsrechte bei der Gewinnung und Verwertung von außerjuristischem Erfahrungswissen

By (author) Anja Holzer

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Extent: 420 pages

Publisher: Duncker & Humblot

Series: Strafrechtliche Abhandlungen. Neue Folge

Series volume number: 340

Language: German

Paperback (Published)

(April 2026)

ISBN: 9783428198214

6.18 x 9.17 inches

Price: $139.00

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Die Arbeit untersucht die Rolle außerjuristischer
Erfahrungssätze (z.B. aus Human-, Geistes- oder Naturwissenschaften) im Strafprozess
und deren Validität als Beweisquelle. Sie zeigt Defizite im Ablauf der Gewinnung und
Verwertung von Erfahrungssätzen sowohl durch das Gericht als auch durch
Sachverständige auf. Analysiert werden Teilhaberechte der StPO und RiStBV,
menschenrechtliche Anforderungen sowie Reformvorschläge zur besseren Kontrolle von
»Sachkunde« und zur Stärkung fairer Verfahren.


»›Expert Knowledge‹ as a Source of Evidence in
Criminal Proceedings. Deficiencies in Defence Rights in the Acquisition and Use of
Non-Legal Experiential Knowledge«: This thesis examines the role of non-legal
empirical rules in criminal proceedings and their validity as a source of evidence.
It highlights shortcomings in the process of obtaining and utilizing those empirical
rules by both the court and expert witnesses. It analyzes participation rights under
the Code of Criminal Procedure, human rights requirements, and reform proposals for
better control of »expertise« and for strengthening fair trials.

1. Einleitung
Problemstellung — Eingrenzung der Forschungsfrage und Forschungsbedarf — Gang der Bearbeitung

2. Gesetzliche Verankerung von »Sachkunde« im Strafprozess
Grundlagen: Dualismus sachkundiger Entitäten — Begriff der »Sachkunde« – eine definitorische Annäherung — Erfahrungswissen auf der Metaebene

3. Einführung von Erfahrungswissen in den Strafprozess durch das Tatgericht und Sachverständige
Sachkunde des Tatgerichts für Beweisfragen — Einholung von Fremdsachkunde durch Sachverständige (§§ 72 ff. StPO)

4. Die rechtlichen Ausgangspunkte für die Verteidigungsrechte des Angeklagten im Bereich des außerjuristischen Erfahrungswissens
Grundsatz des rechtsstaatlichen Strafverfahrens als Leitprinzip — Recht auf rechtliches Gehör (Art. 103 Abs. 1 GG) — Gebot der Waffengleichheit (Art. 6 Abs. 1 EMRK) — Konfrontations- und Ladungsrecht (Art. 6 Abs. 3 lit. d EMRK)

5. Herausforderungen der geltenden Rechtslage
Parameter des Fehlverurteilungsrisikos

6. Die Verteidigungsmöglichkeiten des Angeklagten im Bereich von außerjuristischem Erfahrungswissen
Ziele und Grenzen des Verteidigungsverhaltens — Im Ermittlungsverfahren — Im Zwischen- und Hauptverfahren — Vereinbarkeit der Änderungsvorschläge mit strafprozessualen Prinzipien

Fazit der Bearbeitung

  • By (author) Anja Holzer