Religiöse Rollen römischer Frauen in “griechischen” Ritualen

By (author) Darja Sterbenc-Erker

Book cover: Religiöse Rollen römischer Frauen in “griechischen” Ritualen

Extent: 310 pages

Publisher: Franz Steiner Verlag

Subjects: Religious Studies

Series: Potsdamer Altertumswissenschaftliche Beitrage

Language: German

Paperback (Published)

(July 2013)

ISBN: 9783515104500

6.69 x 9.49 inches

Price: $113.00

On back order

Weibliche religiose Rollen im antiken Rom wurden in den 1990er Jahren – trotz spezifisch weiblicher Opferkompetenzen in der offentlichen Religion – als den mannlichen untergeordnet und marginal interpretiert. Allerdings eroffnete der hohe soziale Status ausgewahlten Matronen der romischen Oberschicht den Zugang zu Opferungen an die Staatsgotter, die als “griechisch” oder “fremd” charakterisiert wurden. Rom rezipierte die Religion griechischer Stadte Suditaliens hierbei sehr schopferisch: Der aus der griechischen und romischen rituellen Praxis kreierte “griechische” Cereskult bot romischen Matronen neue religiose Rollen. So enttarnten sich die “Fremdheit” weiblicher religioser Rollen und die “Magie” weiblicher Rituale als Zuschreibungen, welche die Abweichungen von den Normen einer mannlichen Religion thematisieren. Die gebildete Elite nutzte diese Konzeptualisierungen in politischer und literarischer Kommunikation als Abgrenzungsstrategie im eigenen Identitatsdiskurs. Neben den Frauenkulten boten auch Bacchus- und Kybelekult viele Gestaltungsmoglichkeiten fur literarische Bilder der “Fremdheit” und “Verweiblichung”.


Weibliche religiose Rollen im antiken Rom wurden in den 1990er Jahren – trotz spezifisch weiblicher Opferkompetenzen in der offentlichen Religion – als den mannlichen untergeordnet und marginal interpretiert. Allerdings eroffnete der hohe soziale Status ausgewahlten Matronen der romischen Oberschicht den Zugang zu Opferungen an die Staatsgotter, die als “griechisch” oder “fremd” charakterisiert wurden. Rom rezipierte die Religion griechischer Stadte Suditaliens hierbei sehr schopferisch: Der aus der griechischen und romischen rituellen Praxis kreierte “griechische” Cereskult bot romischen Matronen neue religiose Rollen. So enttarnten sich die “Fremdheit” weiblicher religioser Rollen und die “Magie” weiblicher Rituale als Zuschreibungen, welche die Abweichungen von den Normen einer mannlichen Religion thematisieren. Die gebildete Elite nutzte diese Konzeptualisierungen in politischer und literarischer Kommunikation als Abgrenzungsstrategie im eigenen Identitatsdiskurs. Neben den Frauenkulten boten auch Bacchus- und Kybelekult viele Gestaltungsmoglichkeiten fur literarische Bilder der “Fremdheit” und “Verweiblichung”.

  • By (author) Darja Sterbenc-Erker