Religion auf dem Lande

Entstehung und Veränderung von Sakrallandschaften unter römischer Herrschaft

Edited by Christoph Auffarth

Book cover: Religion auf dem Lande

Extent: 271 pages

Publisher: Franz Steiner Verlag

Subjects: Religious Studies

Series: Potsdamer Altertumswissenschaftliche Beitrage

Language: German

Paperback (Published)

(April 2009)

ISBN: 9783515093477

6.69 x 9.49 inches

Price: $96.00

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Als die einschneidendste Anderung, die die romische Herrschaft fur die Provinzen mit sich brachte, galten schon in der Antike die Urbanisierung und die Urbanitat. Die Stadtkultur und ihre Ideologie, in deren Kontext die meisten der heute noch greifbaren antiken Zeugnisse entstanden, pragen bis heute das Bild des Imperium Romanum. Den Romern selbst galt das Land als ruckschrittlich und resistent. Auch aus religioser Perspektive – denn das Christentum, das sich in der urbanen Kultur des Kaiserreiches ausgebildet hatte, war eine stadtische Religion. Pagani, das Schimpfwort gegen die Hinterwaldler auf dem Lande, ubertrugen die Romer daher seit dem vierten Jahrhundert auch auf die Anhanger der alten ,heidnischen’ Kulte und verliehen der Stadt/Land-Ideologie eine religiose Dimension. Das Schwerpunktprogramm der DFG “Romische Reichsreligion und Provinzialreligion” setzte sich die Religion auf dem Lande in den unterschiedlichen Teilen des Imperium Romanum zum Thema einer Tagung, deren Beitrage zu uberraschenden Ergebnissen kommen.


Als die einschneidendste Anderung, die die romische Herrschaft fur die Provinzen mit sich brachte, galten schon in der Antike die Urbanisierung und die Urbanitat. Die Stadtkultur und ihre Ideologie, in deren Kontext die meisten der heute noch greifbaren antiken Zeugnisse entstanden, pragen bis heute das Bild des Imperium Romanum. Den Romern selbst galt das Land als ruckschrittlich und resistent. Auch aus religioser Perspektive – denn das Christentum, das sich in der urbanen Kultur des Kaiserreiches ausgebildet hatte, war eine stadtische Religion. Pagani, das Schimpfwort gegen die Hinterwaldler auf dem Lande, ubertrugen die Romer daher seit dem vierten Jahrhundert auch auf die Anhanger der alten ,heidnischen’ Kulte und verliehen der Stadt/Land-Ideologie eine religiose Dimension. Das Schwerpunktprogramm der DFG “Romische Reichsreligion und Provinzialreligion” setzte sich die Religion auf dem Lande in den unterschiedlichen Teilen des Imperium Romanum zum Thema einer Tagung, deren Beitrage zu uberraschenden Ergebnissen kommen.

  • Edited by Christoph Auffarth