Perzeptionsphonologische Grundlagen der Prosodie
Eine Analyse der mittelfränkischen Tonakzentdistinktion
By (author) Alexander Werth
Paperback (Published)
(June 2011)
ISBN: 9783515098625
6.69 x 9.49 inches
Price: $86.00
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Trotz einer 140 Jahre alten Forschungstradition gelten die mittelfrankischen Tonakzente (Rheinische Akzentuierung) und insbesondere Fragen zur phonologischen Struktur weiterhin als grosses Ratsel der Regionalsprachenforschung. Im vorliegenden Buch wird ein kombiniertes Verfahren aus Sprachsynthese und Hortests entwickelt und angewandt, das es ermoglicht, die phonologisch relevanten Merkmale der Tonakzentdistinktion auf Basis der Horurteile von Muttersprachlern zu bestimmen. Es wird so ein empirisch gesichertes Fundament geschaffen, das eine vollig neue Qualitat der phonologischen Analyse prosodischer Oppositionen ermoglicht. Zentraler Befund der Arbeit ist, dass die Distinktionsleistung in der Perzeption einzig auf tonalen Merkmalen beruht und Tonakzente damit phonologisch als Toneme zu klassifizieren sind. Daruber hinaus kann gezeigt werden, dass die tonalen Distinktionsmerkmale der Tonakzente auf der Zeitachse fest mit prosodischen Domanen (Moren, Silben) aligniert sind, die zeitliche Reihenfolge dieser Alignierungen aber zwischen Teilgebieten des Mittelfrankischen systematisch variiert (sogenannte Tonakzentregelumkehrung). Aus den Befunden werden schliesslich Konsequenzen fur die Sprachtypologie und die Tonakzentgenese gezogen.
Trotz einer 140 Jahre alten Forschungstradition gelten die mittelfrankischen Tonakzente (Rheinische Akzentuierung) und insbesondere Fragen zur phonologischen Struktur weiterhin als grosses Ratsel der Regionalsprachenforschung. Im vorliegenden Buch wird ein kombiniertes Verfahren aus Sprachsynthese und Hortests entwickelt und angewandt, das es ermoglicht, die phonologisch relevanten Merkmale der Tonakzentdistinktion auf Basis der Horurteile von Muttersprachlern zu bestimmen. Es wird so ein empirisch gesichertes Fundament geschaffen, das eine vollig neue Qualitat der phonologischen Analyse prosodischer Oppositionen ermoglicht. Zentraler Befund der Arbeit ist, dass die Distinktionsleistung in der Perzeption einzig auf tonalen Merkmalen beruht und Tonakzente damit phonologisch als Toneme zu klassifizieren sind. Daruber hinaus kann gezeigt werden, dass die tonalen Distinktionsmerkmale der Tonakzente auf der Zeitachse fest mit prosodischen Domanen (Moren, Silben) aligniert sind, die zeitliche Reihenfolge dieser Alignierungen aber zwischen Teilgebieten des Mittelfrankischen systematisch variiert (sogenannte Tonakzentregelumkehrung). Aus den Befunden werden schliesslich Konsequenzen fur die Sprachtypologie und die Tonakzentgenese gezogen.
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