Panathenäische Preisamphoren und rotfigurige Keramik aus dem Heraion von Samos

By (author) Bettina Kreuzer

Book cover: Panathenäische Preisamphoren und rotfigurige Keramik aus dem Heraion von Samos

Extent: 168 pages

Publisher: Dr. Ludwig Reichert Verlag

Subjects: Mediterranean Archaeology

Series: Samos

Language: German

Hardback (Published)

(April 2017)

ISBN: 9783954902125

8.66 x 11.42 inches

Price: $87.00

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Der vorliegende Band präsentiert Grabungsmaterial aus dem Heraion von Samos: Panathenäische Preisamphoren des frühen 5. Jhs. v. Chr. liefern neue Erkenntnisse zur Herstellung in Athen durch einen bisher unbekannten Maler und zur Motivation des Stifters, qualitätvolle Fragmente rotfiguriger Gefäße Informationen zum historischen Kontext.<br/>


Der vorliegende Band ist der Vorstellung der panathenaischen Preisamphoren und der rotfigurigen Gefasse gewidmet, die in Athen zwischen dem spaten 6. und dem spaten 4. Jh. v. Chr. hergestellt wurden; sie wurden im Heraion von Samos als Votive aufgestellt, spater abgeraumt und meist als Fullmaterial fur neue Bauprojekte wiederverwendet. Ein Katalog bietet grundlegende Informationen zu den einzelnen Stucken, die durch Fotos und Profilzeichnungen illustriert werden. Das Material ist von grosser Bedeutung, es bietet zwei unterschiedliche Materialgruppen, die im Hinblick auf Malerwerkstatten, aber auch im Hinblick auf die Motivation der Kaufer und die Weihepraxis unerwartete und spannende Ergebnisse geliefert hat. Die Fragmente panathenaischer Preisamphoren stammen fast ausschliesslich aus dem fruhen 5. Jh. v. Chr. Einzigartig sind innerhalb dieser Gruppe die mindestens 17 panathenaischen Preisamphoren des sog. Malers der samischen Preisamphoren: Sie sind nicht nur die ersten Weihgaben dieser Art im Heraheiligtum, sie prasentieren mit ihren verschiedenen Ruckseitenbildern auch einen in diesem Umfang einzigartigen Querschnitt durch die Wettbewerbe, die bei den Panathenaen, dem wichtigsten Fest der Athener, abgehalten wurden; fur jeden dieser Wettbewerbe wurde ein Satz an Amphoren vergeben, die den eigentlichen Preis, das Olivenol aus den heiligen Hainen der Athena enthielten. In diesen Gefassen manifestierte sich das Ansehen und der Wohlstand des Siegers, beide wollte der wahrscheinlich samische Stifter, mit seinen wohl auf dem Markt erworbenen Votiven demonstrieren; mit den Gefassen eines Malers, der fur uns namenlos, aber wohl wenig spater unter dem modernen Namen Berliner Maler ein Grosser seiner Zunft werden sollte, und der etwa zwei Jahrzehnte spater noch einmal einen Auftrag fur solche Gefasse ubernehmen sollte. Die rotfiguren Gefasse zeichnen sich in der ersten Phase des Imports durch besonders gute Qualitat aus; darunter sind vor allem Gefasse fur das Symposion, Gefasse von den fuhrenden Malern wie Euphronios oder Duris. Nach einem Hiat zwischen etwa 440 und 410 wird Durchschnittsware im Heiligtum aufgestellt, darunter viele Kratere fur die mannlichen Teilnehmer an den Symposien im Heiligtum, aber auch Salbgefasse, die sich eng mit der beschenkten Gottheit verbinden lassen. Die Lucke im Befund, die zeitlich mit den politischen Auseinandersetzungen zwischen Samos und Athen zusammenfallt, lasst sich am ehesten als kultureller Protest der Samier gegen die Produkte der Hegemonialmacht Athen erklaren. Die Funde erlauben uns also einen Blick in das Heiligtum klassischer Zeit und machen erneut deutlich, welch wichtigen Stellenwert das Heraion von Samos auf der Karte des ostlichen Mittelmeergebiets einnahm.

  • By (author) Bettina Kreuzer

This is a most welcome addition to the vast literature on Greek vases and especially on the prize Panathenaic amphorae. Eschenbach gives a full, very vlear account and description of each fragment that complements the accompanying photograph. The comparanda are detailed and extremely useful. In short, this new Kerameikos volume is a model of how to present fragments of figured vases so that even a newcomer to this field will find all questions answered. I learned much from Eschenbach and it was a pleasure to review his new book.<br/><br/>Von Mary B. Moore<br/><br/>In: Bonner Jahrbücher Bd. 217, 2017, S. 461-467<br/><br/>------------------------------<br/>{Die} Autorin {...} hat der Forschung mit ihren scharfen Beobachtungen und sachkundigen Hinweisen ein lange unbekanntes Fundmaterial anregend erschlossen.<br/><br/>Von Norbert Eschbach<br/><br/>In: Bonner Jahrbücher Bd. 217, 2017, S. 457-461<br/>------------------------------<br/>„Bettina Kreuzer’s volume on the fragmentary collection of pottery assemblages from the Heraion of Samos is a detailed and useful study of Panathenaic amphorae as well as several types of red-figure material recovered during the archaeological fieldwork there. (...) Kreuzer is an acclaimed scholar of Greek pottery. She has worked widely on several different types of vessels and their iconography. Her expertise in attributing painters is brilliantly shown in the present work. This volume, covering assemblages from the 6th to the 4th centuries BCE, continues her well-researched and well-written series of publications. (...)the volume is a work of brilliant scholarship and a valuable contribution to the study of Athenian painted pottery. It shows marvelously how scrupulous work can shed light on even the most fragmentary of research materials.“<br/><br/>Von Nikolai Paukkonen<br/><br/>In: Arctos 55, 2021, S. 435-436
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