Musik – Integration – Entwicklung
Musikmachen in der präventiven musiktherapeutischen Arbeit mit sozial benachteiligten Migrantenkindern
By (author) Michaela Weyand
This pilot study presents preventative music therapy work with mixed cultural children’s groups in meeting centres close to urban districts in two socially deprived areas. It shows what possibilities ‘free music-oriented work’ with a ‘psychotherapeutic attitude’ can provide to support processes of health promotion, empowerment and integration in an environment characterised by deprivation and marginalisation.
Die als Pilotstudie vorgestellte Untersuchung prasentiert die praventiv-musiktherapeutische Arbeit mit gemischt kulturellen Kindergruppen in stadtteilnahen Begegnungszentren in zwei sozialen Brennpunkten. Die Autorin stellt die entwicklungspsychologischen Aufgaben im Kontext von Migration und sozialer Benachteiligung unter Heranziehung der aktuellen Integrationsforschung und der transkulturellen Psychotherapie dar. Anhand eines ausfuhrlich analysierten Fallbeispiels werden die spezifischen Potentiale der Musiktherapie im Kontext von Migration und kindlicher Entwicklung herausgearbeitet. Es wird aufgezeigt, welche Moglichkeiten die “freie musikorientierte Arbeit” mit “psychotherapeutische(r) Grundhaltung” bereitstellen kann, um in einem von Deprivation und Marginalisierung gepragten Umfeld Prozesse von Gesundheitsforderung, Empowerment und Integration zu unterstutzen. Die Studie stellt somit einen Beitrag zur musiktherapeutischen Praxisforschung im Schnittfeld zu musikpadagogischen und sozialpadagogischen Aktivitaten sowie zur “Community Music Therapy” dar.
- By (author) Michaela Weyand
„Bei diesem Praxisfeld braucht es ähnlich wie in der Therapie einen besonderen Sozialraum, indem Vertrauen und Freude immer vorhanden sind und die Kinder einem einfühlsamen und verlässlichen erwachsenen Partner begegnen können. Meiner Meinung nach werden hier auch Parallelen und Verbindungen zu Elementaren Musik- und Tanzpädagogik und zu Musikorientierten Sozialpädagogik aufgezeigt. Daher kann dieses Buch allen Interessenten aus Sozialpädagogik, Kulturpädagogik, Musikpädagogik und Musiktherapie ein unterstützender und impulsreicher Begleiter für die Arbeit mit Kindern werden“<br/><br/>Von: Michel Widmer<br/><br/>In: Orff Schulwerk Informationen 89, Winter 2013, S. 99-100.<br/>--------------------------------------<br/>„Schlussfolgerungen und Ausblick: <br/>Integration und Empowerment. Dieser Titel fasst zusammen, um was es der Autorin geht: dass diese „freie musikorientierte Arbeit mit psychotherapeutischer Orientierung“ als eine präventive Musiktherapie mit Migrantenkindern in Bezug auf Förderung von Empowerment und Entwicklungsprozessen eine wertvollen und Freude bereitenden Beitrag leisten kann. (...)<br/><br/>Diskussion<br/>Psychotherapeutische Forschung bedient sich wie auch im dargestellten Buch einer qualitativen Beweisführung, einer Methode, die sich auf Erfahrungen, Beobachtungen, Rekonstruktionen und Analogien stützt. Durch die Nachvollziehbarkeit der Berichte, immer wieder veranschaulicht durch Fallvignetten und theoretisch untermauert, wird der Leser in den Prozess einbezogen und kann ihn dadurch erlebend verstehen.<br/>Auch wenn es sich bei diesem Praxisfeld nicht um klinisches Feld der Musiktherapie handelt, wird deutlich, dass es zur Behandlung von migrationsbedingten Themen in der Präventiven Arbeit mit Migrantenkindern und ihren Familien eines geschützten, verlässlichen und vertrauten Rahmens bedarf, der über die pädagogischen Ansätze hinaus geht, d.h. einer psychotherapeutischen Haltung bedarf. Michaela Weyand hebt zudem die Bedeutung der therapeutischen Beziehung hervor als eines transkulturellen Übergangsraums, der zu Intensivierung des Integrationsprozesses beitragen kann. Gleichzeitig zeigt sie Brücken zur sozialen Kulturarbeit und zur sozial engagierten Musikpädagogik auf - und ermutigt zur Brücken stiftenden Funktion des kreativen Spiels mit musikalischen und theatralischen Mitteln.<br/><br/>Fazit<br/>Ein Mut machendes Buch, das gerade deshalb fachübergreifend für Sozialarbeiter, Musikpädagogen und Musiktherapeuten anregend und von großem Nutzen sein kann.“<br/><br/>Dr.sc.mus. Monika Nöcker-Ribaupierre<br/><br/>In: socialnet<br/><a target="_blank" href="http://www.socialnet.de/rezensionen/10276.php">http://www.socialnet.de/rezensionen/10276.php</a> <br/>(17. November 2010)
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Other Titles in this Series
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Musiktherapeutische Verfahren zur psycho-sozialen Unterstützung der Krankheitsbewältigung bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED)
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»Schläft ein Lied in allen Dingen…«
Musikwahrnehmung und Spiellieder bei Schwerhörigkeit und Gehörlosigkeit
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