Landschaftliches Hochdeutsch
Rekonstruktion der oralen Prestigevarietät im ausgehenden 19. Jahrhundert
By (author) Brigitte Ganswindt
Paperback (Published)
(September 2017)
ISBN: 9783515116794
6.69 x 9.49 inches
Price: $95.00
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Bereits lange vor der Etablierung einer nationalen Standardaussprache haben sich Sprecher in der mundlichen Kommunikation einer Form des Hochdeutschen bedient, wenn sie entweder uberregional verstanden werden oder durch ihre Sprachverwendung ein gewisses Prestige erlangen wollten. In der Wissenschaft besteht Konsens, dass dieses landschaftliche Hochdeutsch regional divergent und zudem dialektal gepragt gewesen sein muss. Eine empirische Basis fur diese Annahme fehlte bisher jedoch weitgehend. Brigitte Ganswindt rekonstruiert erstmals das landschaftliche Hochdeutsch des ausgehenden 19. Jahrhunderts auf einer breiten empirischen Grundlage hinsichtlich seiner phonetisch-phonologischen Merkmale. Sie zeigt, dass das landschaftliche Hochdeutsch je nach Region unterschiedlich stark regional bzw. dialektal gepragt war. Mit den Ergebnissen belegt Ganswindt nicht nur, dass die historische Prestigevarietat hinsichtlich ihrer lautlichen Merkmale diatopisch verschieden war, sie zeigt auch Raumstrukturen des landschaftlichen Hochdeutsch auf und zeichnet seine Entwicklung zu den modernen standardnahen Registern nach. Die Arbeit wurde 2018 ausgezeichnet mit dem Nachwuchspreis der Internationalen Gesellschaft fur Dialektologie des Deutschen (IGDD) fur herausragende Dissertationen.
Bereits lange vor der Etablierung einer nationalen Standardaussprache haben sich Sprecher in der mundlichen Kommunikation einer Form des Hochdeutschen bedient, wenn sie entweder uberregional verstanden werden oder durch ihre Sprachverwendung ein gewisses Prestige erlangen wollten. In der Wissenschaft besteht Konsens, dass dieses landschaftliche Hochdeutsch regional divergent und zudem dialektal gepragt gewesen sein muss. Eine empirische Basis fur diese Annahme fehlte bisher jedoch weitgehend. Brigitte Ganswindt rekonstruiert erstmals das landschaftliche Hochdeutsch des ausgehenden 19. Jahrhunderts auf einer breiten empirischen Grundlage hinsichtlich seiner phonetisch-phonologischen Merkmale. Sie zeigt, dass das landschaftliche Hochdeutsch je nach Region unterschiedlich stark regional bzw. dialektal gepragt war. Mit den Ergebnissen belegt Ganswindt nicht nur, dass die historische Prestigevarietat hinsichtlich ihrer lautlichen Merkmale diatopisch verschieden war, sie zeigt auch Raumstrukturen des landschaftlichen Hochdeutsch auf und zeichnet seine Entwicklung zu den modernen standardnahen Registern nach. Die Arbeit wurde 2018 ausgezeichnet mit dem Nachwuchspreis der Internationalen Gesellschaft fur Dialektologie des Deutschen (IGDD) fur herausragende Dissertationen.
- By (author) Brigitte Ganswindt
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