Die Bestimmung des Menschen (1.-11. Auflage)
Kritische Ausgabe. 1. Abteilung: Schriften. Band 1
by Johann J. Spalding, edited by Albrecht Beutel and Dennis Prause, with contributions by Olga Sontgerath and Verena Look
Hardback (Published)
(September 2006)
ISBN: 9783161489723
6.1 x 9.09 inches
Price: $224.00
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English summary: The Vocation of Man, first published in 1748 and the brilliant work of Spalding’s youth, became a bestseller of the theology of the Enlightenment. With this work, Spalding provided crucial support for the anthropological transition which was starting around the middle of the 18th century and set the tone for the scholarly discussions concerning man for half a century, up to J.G. Fichte’s book of the same title, which was published in 1800. German description: Das geniale Jugendwerk Die Bestimmung des Menschen, das der Aufklarungstheologe Johann Joachim Spalding 1748 erstmals vorlegte und bis 1794 in insgesamt 11 autorisierten Auflagen ausgehen liess, gab einer Basisidee der deutschen Aufklarung (N. Hinske) literarischen Ausdruck und trug zur Karriere der philosophischen Anthropologie im 18. Jahrhundert massgeblich bei. Diese popularphilosophische, auf rationale Evidenz zielende und darum offenbarungstheologisch voraussetzungslose Schrift sollte in der Form eines inneren Dialogs den Prozess existentieller Selbstverstandigung exemplarisch skizzieren. In der religiosen Vertiefung des Moralitatsgedankens erscheinen Gott und Unsterblichkeit fur Spalding, darin auf seinen spateren Briefpartner I. Kant vorausweisend, als regulative Ideen: Erst der Begriff des ganzen Lebens gibt zu erkennen, dass der Mensch in diesem Leben dazu bestimmt ist, rechtschaffen und in der Rechtschaffenheit gluckselig zu seyn. Die vorliegende Edition bietet erstmals eine integrative Wiedergabe aller Textstufen sowie vorab den fortlaufenden Text der Erstausgabe. Der Band ist durch eine bundige Einleitung, eingehende Erlauterungen und ausfuhrliche Register erschlossen. Mit ihm wird der theologischen, philosophischen und literaturwissenschaftlichen Aufklarungsforschung ein zentraler Leittext editorisch prazise und leserfreundlich zur Verfugung gestellt.
Johann J. Spalding, Johann Joachim Spalding, 1714 als Sohn des Rektors der Stadtschule von Tribsees (Vorpommern) geboren und 1804 in Berlin gestorben, zahlt zu den Hauptvertretern der deutschen Aufklarungstheologie. Nach Studium (Greifswald, Rostock) und Promotion (Rostock 1736) wirkte er zunachst als Pfarrer und Hauslehrer in Schwedisch-Vorpommern. In diese Zeit fallen seine intensive Beschaftigung mit der englischen Aufklarungsphilosophie (Shaftesbury, Hutcheson, Butler), deren Rezeption in Deutschland er durch etliche Ubersetzungen nachhaltig beforderte, und der enge Umgang mit den Schweizern J. C. Lavater, H. Fussli und F. Hess, die von Mai 1763 bis Januar 1764 in seinem Pfarrhaus in Barth Quartier gefunden hatten. 1764 wechselte Spalding als preussischer Oberkonsistorialrat, Propst und erster Pfarrer an der Marien- und Nikolaikirche nach Berlin, wo er bis zu seinem Tode verblieb. Die dem Geist der kirchlichen Aufklarung verpflichteten Reformen des Gesangbuchs, der Agende und der katechetischen Unterweisung, die das Berliner Oberkonsistorium als die fur die preussischen Gebiete (ausser Schlesien und Kleve-Mark) zustandige oberste lutherische Kirchenbehorde in der zweiten Halfte des 18. Jahrhunderts in Angriff nahm, hat er massgeblich vorangetrieben und verantwortet. Aus Protest gegen das Wollnersche Religionsedikt ist er 1788 von seiner Propststelle und den damit verbundenen Amtern, nicht jedoch von seinem Amt im Oberkonsistorium zuruckgetreten.In Berlin avancierte Spalding rasch zum Haupt der kirchlichen Neologie. Am preussischen Hof – er war Hofprediger, zudem Seelsorger und Beichtvater der Konigin Elisabeth Christine – sowie in der Berliner Gesellschaft – u.a. als Mitglied des Montagsclubs, der Mittwochsgesellschaft, der Gesellschaft der Freunde der Aufklarung und regelmassiger Gast im Hause Markus Herz – genoss er ebenso Respekt und Verehrung wie unter den kirchlichen, theologischen, literarischen und philosophischen Reprasentanten seiner Zeit, von denen ihm viele, etwa August Friedrich Wilhelm Sack, Johann Friedrich Wilhelm Jerusalem, Johann Salomo Semler, Friedrich Daniel Ernst Schleiermacher, Johann Wilhelm Ludwig Gleim, Friedrich Nicolai, Moses Mendelssohn oder Immanuel Kant, durch intensiven Austausch verbunden waren.Olga Sontgerath, ist wiss. Mitarbeiterin der Spalding-Edition an der Universitat Munster.Verena Look, ist studentische Mitarbeiterin der Spalding-Edition an der Universitat Munster.Albrecht Beutel, Geboren 1957; Studium der Ev. Theologie, Philosophie und Germanistik in Tubingen und Zurich; 1990 Promotion; 1995 Habilitation; Inhaber des Lehrstuhls fur Kirchengeschichte (insbesondere Reformation, neuere und neueste Kirchengeschichte) an der Universitat Munster; ord. Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Kunste in Nordrhein-Westfalen.Dennis Prause, ist studentischer Mitarbeiter der Spalding-Edition an der Universitat Munster.
- Edited by Albrecht Beutel
- By (author) Johann J. Spalding
- With Olga Söntgerath
- With Verena Look
- Edited by Dennis Prause
- Edited by Daniela Kirschkowski
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