Kaiserliche Rechtsprechung und herrschaftliche Stabilisierung

Reichsgerichtsbarkeit in den thüringischen Territorialstaaten 1648-1806

By (author) Siegrid Westphal

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Extent: 526 pages

Publisher: Böhlau Verlag Köln

Subjects: Early Modern & Renaissance Studies

Series: Quellen und Forschungen zur hochsten Gerichtsbarkeit im Alten Reich

Language: German

Hardback (Out of print)

(June 2002)

ISBN: 9783412088026

6.3 x 9.33 inches

Price: $80.00

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Im Zentrum der Studie steht die hochste Gerichtsbarkeit im Alten Reich und ihre Bedeutung fur die thuringischen Territorialstaaten von 1648-1806. Die Kombination von Reichs- und Landesgeschichte ermoglicht es, Querverbindungen aufzuzeigen. Auf diese Weise werden neue Erkenntnisse uber die Staatlichkeit des Alten Reiches und die kaiserliche Gerichtsbarkeit in den Territorien gewonnen. Die quantitative Auswertung von Reichsgerichtsrepertorien sowie die qualitative Analyse von Fallbeispielen (Erbstreit, Schuldenkommission) zeigen, dass mittlere und kleinere Reichsstande die kaiserliche Gerichtsbarkeit vor allem bei finanziellen und dynastischen Konflikten in Anspruch nahmen. Sie waren auf die hochsten Gerichte existenziell angewiesen, um ihre Herrschaft zu stutzen. Insbesondere der Reichshofrat verhinderte eine Eskalation der Auseinandersetzungen und stabilisierte somit die politische Lage. Gerade in diesem Kontext erweist sich, wie die grundlegende Studie unterstreicht, das Alte Reich als “Handlungszusammenhang von Kaiser und Reichsstanden”.

Prof. Dr. Siegrid Westphal ist Inhaberin des Lehrstuhls für Geschichte der Frühen Neuzeit an der Universität Osnabrück sowie Direktorin des Forschungszentrums Institut für Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit.

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