Religion, eine Angelegenheit des Menschen

Kritische Ausgabe. 1. Abteilung: Schriften. Band 5

by Johann J. Spalding, edited by Tobias Jersak and Georg F Wagner

Book cover: Religion, eine Angelegenheit des Menschen

Extent: 266 pages

Publisher: Mohr Siebeck

Subjects: Religious Studies

Language: German

Hardback (Published)

(December 2001)

ISBN: 9783161476914

5.94 x 9.13 inches

Price: $194.00

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English summary: Johann Joachim Spalding (1714-1804) was one of the main representatives of the theology of enlightenment in Germany. This work is an essential and influential contribution to the debate around 1800 concerning the concept, nature and function of religion. The critical edition is the first to include all individual editions of his works. It also contains an introduction, a list of direct quotes and an index. German description: Johann Joachim Spalding (1714-1804) ist ein Hauptvertreter der deutschen Aufklarungstheologie. Eine kirchen-, theologie- und geistesgeschichtliche Wurdigung seines Lebenswerks wird bis heute dadurch erschwert, dass der grosste Teil seiner Schriften nur noch in den in wenigen Bibliotheken vorhandenen Originalausgaben zuganglich ist, deren Textgestalt von Auflage zu Auflage nicht unerheblich variiert. Die ‘Kritische Ausgabe’ soll die Schriften Spaldings in erschwinglichen Einzelausgaben wieder verfugbar machen. Der diplomatisch getreue Text einschliesslich der Varianten der unterschiedlichen Auflagen wird durch eine knappe, sachbezogene Einleitung, den Nachweis direkter Zitate sowie ein Register erganzt.Die in vier jeweils erheblich veranderten Auflagen erschienene populartheologische Schrift ‘Religion, eine Angelegenheit des Menschen’ (11797, 21798, 31799, 41806) ist gleichsam das theologische Testament Spaldings. Diese Apologie des ‘Konigs der Neologen’ hat das Religionsverstandnis der deutschen Aufklarungstheologie zusammengefasst. Der fruhromantischen Religionstheorie, nicht zuletzt den Reden ‘Uber die Religion’ (11799) des jungen Schleiermacher, wurde damit ein wesentlicher Traditionsimpuls gegeben, der zu kritisch-transformierender Absetzung herausforderte.

Johann J. Spalding, Johann Joachim Spalding, 1714 als Sohn des Rektors der Stadtschule von Tribsees (Vorpommern) geboren und 1804 in Berlin gestorben, zahlt zu den Hauptvertretern der deutschen Aufklarungstheologie. Nach Studium (Greifswald, Rostock) und Promotion (Rostock 1736) wirkte er zunachst als Pfarrer und Hauslehrer in Schwedisch-Vorpommern. In diese Zeit fallen seine intensive Beschaftigung mit der englischen Aufklarungsphilosophie (Shaftesbury, Hutcheson, Butler), deren Rezeption in Deutschland er durch etliche Ubersetzungen nachhaltig beforderte, und der enge Umgang mit den Schweizern J. C. Lavater, H. Fussli und F. Hess, die von Mai 1763 bis Januar 1764 in seinem Pfarrhaus in Barth Quartier gefunden hatten. 1764 wechselte Spalding als preussischer Oberkonsistorialrat, Propst und erster Pfarrer an der Marien- und Nikolaikirche nach Berlin, wo er bis zu seinem Tode verblieb. Die dem Geist der kirchlichen Aufklarung verpflichteten Reformen des Gesangbuchs, der Agende und der katechetischen Unterweisung, die das Berliner Oberkonsistorium als die fur die preussischen Gebiete (ausser Schlesien und Kleve-Mark) zustandige oberste lutherische Kirchenbehorde in der zweiten Halfte des 18. Jahrhunderts in Angriff nahm, hat er massgeblich vorangetrieben und verantwortet. Aus Protest gegen das Wollnersche Religionsedikt ist er 1788 von seiner Propststelle und den damit verbundenen Amtern, nicht jedoch von seinem Amt im Oberkonsistorium zuruckgetreten.In Berlin avancierte Spalding rasch zum Haupt der kirchlichen Neologie. Am preussischen Hof – er war Hofprediger, zudem Seelsorger und Beichtvater der Konigin Elisabeth Christine – sowie in der Berliner Gesellschaft – u.a. als Mitglied des Montagsclubs, der Mittwochsgesellschaft, der Gesellschaft der Freunde der Aufklarung und regelmassiger Gast im Hause Markus Herz – genoss er ebenso Respekt und Verehrung wie unter den kirchlichen, theologischen, literarischen und philosophischen Reprasentanten seiner Zeit, von denen ihm viele, etwa August Friedrich Wilhelm Sack, Johann Friedrich Wilhelm Jerusalem, Johann Salomo Semler, Friedrich Daniel Ernst Schleiermacher, Johann Wilhelm Ludwig Gleim, Friedrich Nicolai, Moses Mendelssohn oder Immanuel Kant, durch intensiven Austausch verbunden waren.Tobias Jersak, ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universitat Munster.

  • Edited by Tobias Jersak
  • By (author) Johann J. Spalding
  • Edited by Georg F Wagner