Gedanken über den Werth der Gefühle in dem Christenthum

Kritische Ausgabe. 1. Abteilung: Schriften. Band 2

edited by Tobias Jersak and Albrecht Beutel

Book cover: Gedanken über den Werth der Gefühle in dem Christenthum

Extent: 431 pages

Publisher: Mohr Siebeck

Subjects: Religious Studies

Language: German

Hardback (Published)

(September 2005)

ISBN: 9783161481420

6.1 x 9.09 inches

Price: $239.00

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Taking up and leaving well behind the concept of religious feelings as developed in the north-German Pietism, J.J. Spalding undertook a basic investigation into the dignity of religious feelings. Thus Spalding developed his own concept, faithfully founded in scripture as well as in the topical concept of truth, by suggesting theological criteria. With these he dominated the discourse on feelings in his time.


English summary: Written at the age of forty-seven, Thoughts on the value of feelings in Christianity was J.J. Spalding’s first academical work. Taking up and leaving well behind the concept of religious feelings as developed in the north-German Pietism, he undertook yet another basic investigation into the dignity of religious feelings. Thus Spalding developed his own concept, faithfully founded in scripture as well as in the topical concept of truth, by suggesting theological criteria. With these he dominated the discourse on feelings in his time. German description: Mit seinen Gedanken uber den Werth der Gefuhle in dem Christenthum legte der 47jahrige Johann Joachim Spalding 1761 sein erstes theologisch-wissenschaftliches Werk vor. Indem er den Gefuhlsbegriff des von Halle gespeisten norddeutschen Pietismus aufnahm, setzte er sich noch einmal grundlegend mit der Dignitat des religiosen Gefuhls auseinander. Daraus entstand sein eigener, biblisch fundierter und im Horizont des zeitgemassen Wahrheitsbewusstseins verantworteter Begriff des religiosen Gefuhls, fur den er eine theologische Kriteriologie einklagte und zugleich entwarf. Diese Kriteriologie bestimmte fortan den religionstheologischen Diskurs und hat ein lang anhaltendes theologisches Fachgesprach ausgelost.Spalding hat daraufhin seine immer wieder nachgefragte Schrift in vier weiteren Auflagen bis 1784 jeweils umgearbeitet und erweitert. Die vorliegende Edition bietet erstmals eine integrative Wiedergabe aller Textstufen und druckt die erste Auflage als Leittext ab. Der Band ist wie immer durch eine bundige Einleitung, prazise Erlauterungen und ausfuhrliche Register erschlossen.

Johann J. Spalding, Johann Joachim Spalding, 1714 als Sohn des Rektors der Stadtschule von Tribsees (Vorpommern) geboren und 1804 in Berlin gestorben, zahlt zu den Hauptvertretern der deutschen Aufklarungstheologie. Nach Studium (Greifswald, Rostock) und Promotion (Rostock 1736) wirkte er zunachst als Pfarrer und Hauslehrer in Schwedisch-Vorpommern. In diese Zeit fallen seine intensive Beschaftigung mit der englischen Aufklarungsphilosophie (Shaftesbury, Hutcheson, Butler), deren Rezeption in Deutschland er durch etliche Ubersetzungen nachhaltig beforderte, und der enge Umgang mit den Schweizern J. C. Lavater, H. Fussli und F. Hess, die von Mai 1763 bis Januar 1764 in seinem Pfarrhaus in Barth Quartier gefunden hatten. 1764 wechselte Spalding als preussischer Oberkonsistorialrat, Propst und erster Pfarrer an der Marien- und Nikolaikirche nach Berlin, wo er bis zu seinem Tode verblieb. Die dem Geist der kirchlichen Aufklarung verpflichteten Reformen des Gesangbuchs, der Agende und der katechetischen Unterweisung, die das Berliner Oberkonsistorium als die fur die preussischen Gebiete (ausser Schlesien und Kleve-Mark) zustandige oberste lutherische Kirchenbehorde in der zweiten Halfte des 18. Jahrhunderts in Angriff nahm, hat er massgeblich vorangetrieben und verantwortet. Aus Protest gegen das Wollnersche Religionsedikt ist er 1788 von seiner Propststelle und den damit verbundenen Amtern, nicht jedoch von seinem Amt im Oberkonsistorium zuruckgetreten.In Berlin avancierte Spalding rasch zum Haupt der kirchlichen Neologie. Am preussischen Hof – er war Hofprediger, zudem Seelsorger und Beichtvater der Konigin Elisabeth Christine – sowie in der Berliner Gesellschaft – u.a. als Mitglied des Montagsclubs, der Mittwochsgesellschaft, der Gesellschaft der Freunde der Aufklarung und regelmassiger Gast im Hause Markus Herz – genoss er ebenso Respekt und Verehrung wie unter den kirchlichen, theologischen, literarischen und philosophischen Reprasentanten seiner Zeit, von denen ihm viele, etwa August Friedrich Wilhelm Sack, Johann Friedrich Wilhelm Jerusalem, Johann Salomo Semler, Friedrich Daniel Ernst Schleiermacher, Johann Wilhelm Ludwig Gleim, Friedrich Nicolai, Moses Mendelssohn oder Immanuel Kant, durch intensiven Austausch verbunden waren.Tobias Jersak, ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universitat Munster.Albrecht Beutel, Geboren 1957; Studium der Ev. Theologie, Philosophie und Germanistik in Tubingen und Zurich; 1990 Promotion; 1995 Habilitation; Inhaber des Lehrstuhls fur Kirchengeschichte (insbesondere Reformation, neuere und neueste Kirchengeschichte) an der Universitat Munster; ord. Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Kunste in Nordrhein-Westfalen.

  • Edited by Albrecht Beutel
  • By (author) Johann J. Spalding
  • Edited by Tobias Jersak