Historische Arbeiten
vornehmlich zur Reformationszeit.
By (author) Carl Adolf Cornelius
Paperback (Published)
(August 2013)
ISBN: 9783428162314
6.18 x 9.17 inches
Price: $290.00
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Im Rahmen des Projekts »Duncker & Humblot reprints« heben wir Schätze aus dem Programm der ersten rund 150 Jahre unserer Verlagsgeschichte, von der Gründung 1798 bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs 1945. Lange vergriffene Klassiker und Fundstücke aus den Bereichen Rechts- und Staatswissenschaften, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Geschichte, Philosophie und Literaturwissenschaft werden nach langer Zeit wieder verfügbar gemacht.
»Historiker, * 12.3.1819 Würzburg, † 10.2.1903 München. ((römisch)-katholisch, dann altkatholisch)
Nach Studien in Bonn und Berlin bei A. Böckh, K. Lachmann, L. von Ranke erhielt Cornelius die Geschichtsprofessur am Lyzeum in Braunsberg (Ostpreußen). In das Frankfurter Parlament gewählt, erfaßte er zum ersten Male die Nationalfrage. Seit 1849 widmete er sich zunächst ohne Lehrtätigkeit ganz der wissenschaftlichen Forschung. 1851 habilitierte er sich in Münster, wurde dort 1854 außerordentlicher Professor und nach dem Erscheinen des 1. Bandes der Geschichte der Münsterischen Wiedertäufer 1855 Ordinarius in Bonn, im nächsten Jahre in München, wo er die sogenannte katholische Professur erhielt. Cornelius war aber in seiner Wissenschaft weder ein ausgeprägter Katholik, noch ein Romantiker. Er neigte zunächst zu großdeutschen Anschauungen, als er aber nach 1866 das Ziel Bismarcks erkannte, wurde er aus einem Gegner zu einem Bewunderer. Cornelius gehörte zu den wissenschaftlichen Parteigängern Döllingers, wünschte Reformen in der Kirche und lehnte die päpstliche Unfehlbarkeit des Vatikanischen Konzils von 1870 ab. Nationale Stimmungen, die von 1848 herkamen, schwangen dabei mit; er sah in der Begründung der altkatholischen Kirche ebenso ein religiöses wie nationales Werk.
In der Historischen Kommission, zu deren ersten Mitgliedern Cornelius gehörte, übernahm er die Leitung der sogenannten Wittelsbacher Korrespondenzen (eine Sammlung der politischen Akten der bayerischen Herrscher des 16. und 17. Jahrhunderts). Nach dem Tode Giesebrechts verwaltete er 1890–98 das Amt eines Sekretärs in der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften.
Das letzte große Arbeitsgebiet, das Cornelius in den siebziger Jahren vertrat, galt Calvin. Er übernahm es, für den verstorbenen Theologen F. W. Kampschulte den 2. Band zu bearbeiten, konnte aber dann das Werk infolge eines Schlaganfalles nicht mehr vollenden. Das Fertiggewordene ließ er in einer Sammlung ›Historische Schriften‹ 1900 erscheinen.
Die Bedeutung Cornelius’ beruht in der kritischen Erschließung des Täufertums und des Humanismus in Münster und den wichtigen Forschungen über Calvin, in einer Darstellungskunst von außerordentlicher Feinheit, die auch den trockensten Stoff geistvoll zu beleben vermochte. Auch seiner Redekunst sei gedacht, die niemals die Grenzen eines berechtigten Pathos überschritt, aber den historischen Stoff in eindrucksvollster Weise zu beleben verstand.
Maximiliansorden für Wissenschaft und Kunst.«
Goetz, Walter, in: Neue Deutsche Biographie 3 (1957), S. 363
- By (author) Carl Adolf Cornelius
Other Titles in this Series
Open letter to the head of the Russian Synod, Privy Councillor Constantine Pobiedonosieff.
(On religious liberty in Russia).
Lehrbuch des Österreichischen Privatrechts.
Dritter Band: Österreichisches Obligationenrecht. Aus dessen Nachlaß hrsg. und bearb. von Bruno Kafka. Mit einem Geleitwort von Ludwig Mitteis.
Sechzig Jahre hessischer Eisenbahnpolitik 1836–1896.
Ein Beitrag zur Geschichte des deutschen Eisenbahnwesens.
Französische Einflüsse auf die Staats- und Rechtsentwicklung Preußens im XIX. Jahrhundert.
Erster Band: Prolegomena.
Lassen sich das Recht und das Rechtsleben tiefer und sicherer erfassen?
Zwei Hauptgesichtspunkte der Rechts- und Lebensdurchdringung.
Sämmtliche Werke.
Vierzehnter Band: Englische Geschichte vornehmlich im siebzehnten Jahrhundert. Erster Band.
Sämmtliche Werke.
Dreißigster Band: Zur Geschichte von Oesterreich und Preußen zwischen den Friedensschlüssen zu Aachen und Hubertusburg.
Die Änderungen des Civilprozessrechts nach den Novellen des Jahres 1898.
Ergänzung zu dem Lehrbuch des deutschen Civilprozessrechts.
Schuldpflicht und Haftung.
(Sonderabdruck aus der Festgabe der Leipziger Juristenfakultät für Dr. Karl Binding).
Die Testamente der Kurfürsten von Brandenburg und der beiden ersten Könige von Preußen.
(Veröffentlichungen des Vereins für Geschichte der Mark Brandenburg).
Organisationsformen der Eisenindustrie und Textilindustrie in England und Amerika.
Kapitalistische Organisationsformen in der modernen Großindustrie. Erster Band. [Zweiter Band nicht erschienen].
Grundriß des Wechselrechts.
Grundriß des Österreichischen Rechts in systematischer Bearbeitung. Erster Band, achte Abteilung. Hrsg. von August Finger - Otto Frankl.
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