Globalisierung der Kirchen

Der Okumenische Rat der Kirchen und die Entdeckung der Dritten Welt in den 1960er und 1970er Jahren

edited by Katharina Kunter and Annegreth Schilling

Book cover: Globalisierung der Kirchen

Extent: 378 pages

Publisher: Vandenhoeck & Ruprecht

Subjects: Religious Studies

Series: Arbeiten zur Kirchlichen Zeitgeschichte. Reihe B: Darstellungen

Series volume number: 58

Language: German

Hardback (Published)

(October 2013)

ISBN: 9783525557730

Price: $109.00

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Churches are global player. They act locally and at the same time they are part of a global network. The World Council of Churches (WCC) located in Geneva, for the non-roman-catholic part of the Christian world is the most important international church organization. But it was almost in the 1960s and 1970s, when the WCC took over this global role. In these times more and more churches from the Third World became part of the WCC and shaped a different face of the ecumenical organization. This also changed the subjects that the WCC dealt with. German text.


Die Kirchen gehoren zu den wichtigsten globalen Akteuren: Sie agieren auf lokaler Ebene und sind zugleich transnational vernetzt. Der Okumenische Rat der Kirchen (ORK) gilt dabei als bedeutendster internationaler Vertreter des nicht romisch-katholischen Teils des Christentums. Zu einer wirklich globalen nichtstaatlichen Organisation entwickelte sich der ORK allerdings erst in den 1960er und 1970er Jahren. War die Grundung des ORK 1948 vor allem ein Anliegen europaischer und nordamerikanischer Kirchen, nahmen im Zuge von Dekolonisierung, Entwestlichung und weltweiter sozialer und revolutionarer Umbruche in den fruhen 1960er Jahren zunehmend Vertreter der Dritten Welt das okumenische Heft in die Hand. Die sich damit vollziehende Globalisierung der Kirchen wirkte sich allerdings nicht nur positiv auf die wachsende Reprasentation von Vertretern aus Afrika, Asien und Lateinamerika im ORK aus. Wie die in diesem Band versammelten internationalen Beitrage aus globalgeschichtlicher und theologischer Perspektive zeigen, fuhrte sie auch zu neuen kulturellen und theologischen Konflikten, die das okumenische Schiff ins Schwanken brachten. Als neue Koordinaten internationaler kirchlicher Zusammenarbeit galten nun die Beschaftigung mit Entwicklungsfragen, der Einsatz fur Menschenrechte, die Befreiung aus Unterdruckung und der Kampf gegen Rassismus.. Dass diese Globalisierung langfristig jedoch das Ende des westlichen Profils des ORK und des weltweiten Protestantismus bedeutete, ist dabei eine der wichtigsten Erkenntnisse des Bandes.

  • Edited by Katharina Kunter
  • Edited by Annegreth Strumpfel