Ein freiwilliger Lebensabend im Land der Täter

Die stationäre Versorgung älterer Juden und „rassisch“ verfolgter Christen in Westdeutschland (ca. 1945–1975)

By (author) Nina Grabe

Book cover: Ein freiwilliger Lebensabend im Land der Täter

Paperback (Published)

(April 2022)

ISBN: 9783515129909

6.69 x 9.49 inches

Price: $71.00

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Obwohl sich der Grossteil der judischen Uberlebenden fur die Auswanderung entschied, verblieb eine kleine Anzahl deutscher Juden im Land ihrer Verfolger – darunter viele altere Menschen. In einigen westdeutschen Stadten kam es daher bereits kurz nach Kriegsende nicht nur zur (Neu-)Grundung judischer Gemeinden, sondern auch zur Einrichtung judischer Altersheime. Diese boten sowohl den Uberlebenden der Konzentrationslager als auch den aus der Emigration zuruckgekehrten alteren Menschen Unterkunft. Nina Grabe unterzieht die Situation der Heime und der dort lebenden alten Menschen erstmals einer naheren Betrachtung: Wie gestalteten sich der Heimalltag und die Aufnahmemodalitaten? In welcher Weise wirkte sich die Verfolgungsgeschichte der Bewohner auf ihre korperliche und psychische Gesundheit sowie auf das Zusammenleben und die Beziehungen zu den Mitbewohnern und dem Personal aus? Legten die Heim-Leitungen Wert auf die Einhaltung religioser Brauche und Speisevorschriften? Wie konnte vor dem Hintergrund des allgegenwartigen Mangels an Pflegepersonal die pflegerische und medizinische Betreuung der Heimbewohner gewahrleistet werden?

Nina Grabe war bis 2019 Post-Doc-Stipendiatin der Robert Bosch Stiftung am Institut für Geschichte der Medizin in Stuttgart. Forschungsschwerpunkte: Geschichte der Altenpflege nach 1945, Versorgung alter Flüchtlinge in der Nachkriegszeit, Entwicklung der Altenpflegeausbildung in Westdeutschland, Versorgung älterer Displaced Persons und “Heimatloser Ausländer”.

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