Russische Autokratie und Europäische Medizin
Organisierter Wissenstransfer im 18. Jahrhundert
By (author) Andreas Renner
Paperback (Published)
(May 2010)
ISBN: 9783515096409
6.69 x 9.49 inches
Price: $90.00
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Warum haben alle russischen Zaren im 18. Jahrhundert erheblichen Aufwand betrieben, um Arzte von westeuropaischen Universitaten abzuwerben und im eigenen Land eine entsprechende Medizinerausbildung einzurichten? Sicherlich war das fremde Wissen teuer und seine therapeutische Uberlegenheit fragwurdig – doch es half beim Aufbau einer Medizinalverwaltung, in der Standardisierung der Militarmedizin, in der Erziehung der Untertanen. Wie tief wirkte aber die neue Medizin tatsachlich in Kultur und Gesellschaft? Anhand von Fallstudien zu Krankheiten, Natur- und Korpervorstellungen lasst sich zeigen, dass zumindest in der Elite die sakulare, “westliche” Medizin Zuspruch fand, wenn sie auch die uberkommene Heilkunde nicht verdrangte. Der medizinische Wissenstransfer war nicht die naturliche Ausbreitung eines uberlegenen Wissens, sondern ein vielschichtiger Rezeptionsprozess – auf der politischen Ebene wie auf der personlichen.
1999: Promotion an der Universität Bielefeld.
1998–99: Postdoctoral Research Fellow am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte, Berlin.
2001–06: Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität zu Köln.
2007–08: Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Tübingen.
2006–08: Gerda-Henkel-Forschungsstipendiat.
2008–09: Visiting Professor am Slavic Research Centre der University of Hokkaido.
2009: Habilitation an der Universität zu Köln.
Seit 2009: Privatdozent an der Universität zu Köln.
Seit 2010: Heisenberg-Stipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft.
Zurzeit Vertretung des Lehrstuhls für osteuropäische Geschichte an der Universität Bielefeld.
- By (author) Andreas Renner
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