Die Zulässigkeit von Herstellung, Nutzung, Import und Implantation nukleozytoplasmatischer Mensch-Tier-Hybride aus rechtlicher und rechtspolitischer Sicht.

By (author) Corinna Odine Bobsien

Book cover: Die Zulässigkeit von Herstellung, Nutzung, Import und Implantation nukleozytoplasmatischer Mensch-Tier-Hybride aus rechtlicher und rechtspolitischer Sicht.

Extent: 605 pages

Publisher: Duncker & Humblot

Subjects: Earth & Life Sciences , Technical Sciences: Computer Science, Engineering, IT, & Math

Series: Schriften zum Öffentlichen Recht

Series volume number: 1309

Language: German

Paperback (Published)

(January 2016)

ISBN: 9783428147496

6.18 x 9.17 inches

Price: $177.00

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Herstellung und Nutzung von Mensch-Tier-Zybriden, die durch Nukleustransfer eines humanen Körperzellkerns in eine entkernte tierische Oozyte entstehen, werden de lege lata weder vom ESchG noch vom StZG erfasst, sind also straffrei. Verfassungsrechtlich unterstehen diese Entitäten jedoch dem Schutz des Art. 2 II GG. Die Autorin schlägt eine gesetzliche Neuregelung vor, nach der die Erzeugung von Mensch-Tier-Zybriden nur begrenzt und kontrolliert zu hochrangigen Forschungszwecken zuzulassen ist.


»The Legitimacy of the Production, Use, Importation, and Implantation of Nucleocytoplasmic Human-Animal Clone Embryos from a Legal and Political Point of View«

The production and use of human-animal clone embryos that are created by the nuclear transfer of a human somatic cell nucleus into an enucleated animal oocyte are lex lata detected neither by the Embryo Protection Act nor by the Stem Cell Act and are thereby exempt from punishment. Under Constitutional Law, however, these entities are amenable to the protection of Art. 2 II GG. The author proposes a new legal regulation according to which the production of human-animal clone embryos may only be authorized in a limited and controlled manner for high-level research purposes.

1. Einführung

2. Medizinischer und naturwissenschaftlicher Überblick

Stammzellforschung und Stammzelltherapie – Klonen – Mensch-Tier-Mischwesen

3. Die einfachgesetzliche Rechtslage der Zybridforschung de lege lata

Embryonenschutzgesetz (ESchG) – Stammzellgesetz (StZG) – Gentechnikgesetz (GenTG) – Gendiagnostikgesetz (GenDG) – Arzneimittelgesetz (AMG) – Transplantationsgesetz (TPG) – Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) – Patentgesetz (PatG) – Tierschutzgesetz (TierSchG) – Tierzuchtgesetz (TierZG) – Strafgesetzbuch (StGB) – Ergebnis zur einfachgesetzlichen Rechtslage de lege lata

4. Verfassungsrechtliche Würdigung von Herstellung, Verwendung, Import und Implantation von Mensch-Tier-Zybriden

Begründung staatlicher Schutzpflichten – Erfüllung der staatlichen Schutzpflichten – Verfassungsrechtliche Gesamtaussage

5. Rechtspolitische Bewertung: die Rechtslage de lege ferenda

Voraussetzungen einer strafgesetzlichen Regelung – Regelungsgegenstände – Konkrete Regelungsvorschläge – Gesamtzusammenfassung

6. Schlussbemerkung

Literatur- und Sachwortverzeichnis

  • By (author) Corinna Odine Bobsien

»Tatsächlich stellt die Dissertation von Corinna Bobsien zweifellos einen äußerst verdienstvollen, ungemein umfangreichen, auf Vollständigkeit in allen Teilfragen abonnierten Beitrag zum Thema der Mensch-Tier-Zybriden dar. Es ist schwer vorstellbar, eine große oder kleine Frage zu finden, die hier nicht aufgegriffen, dargestellt und klug kommentiert würde. Der schlussendliche Gesetzesvorschlag fasst die Ergebnisse des Werkes konsequent zusammen. [...] Für Leser und Leserinnen ist es zugleich vorübergehende Herausforderung wie bleibender Gewinn, dieses Buch zur Hand zu nehmen.« Wolfram H. Eberbach, in: Archiv des öffentlichen Rechts, Band 142, 1/2017

»Im Fazit ist zu unterstreichen, dass das präzis argumentierende Buch, fokussiert auf Zybride, zu Recht gesetzgeberisches Handeln anmahnt. In der Tat ist es überfällig, die Unklarheiten und Inkohärenz der jetzigen Gesetzeslage zu pränidativem und pränatalem Leben zu korrigieren und den deutschen Sonderweg zu verlassen, der zu stark auf Verbote setzt.« Prof. Dr. theol. Hartmut Kreß, in: Medizinrecht, 7/2016