Die Tetrarchie

Ein neues Regierungssystem und seine mediale Präsentation

Edited by Dietrich Boschung Edited by Werner Eck Compiled by Carmen Marcks

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Paperback (Published)

(May 2006)

ISBN: 9783895005107

6.69 x 9.45 inches

Price: $62.00

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(January 2006)

ISBN: 9783954909926

Price: $50.00

Die Regierungszeit Diocletians (284 bis 305 n. Chr.) und das von ihm entwickelte Regierungssystem der Tetrarchie bilden einen tiefen Einschnitt in der Römischen Geschichte. Die Ursache dafür liegt in dem neuen Herrschaftssytem. Die Gewalt übten vier Kaiser aus, die nicht miteinander verwandt waren. Sie handelten als Kollegium und sollten in einem regelmäßigen Rhythmus abgelöst werden. Dieses neue, allem Bekannten widersprechende System musste den Untertanen, vor allem aber dem Heer vermittelt werden. Das Buch beschreibt in vierzehn interdisziplinären Beiträgen auf der Basis aller einschlägigen archäologischen, epigraphischen, literarischen, numismatischen und papyrologischen Quellen, in welchen medialen Formen dies geschah und welche Bevölkerungsgruppen dadurch überzeugt werden sollten.


Die Regierungszeit Diocletians (284 bis 305 n. Chr.) und das von ihm entwickelte Regierungssystem der Tetrarchie bilden einen tiefen Einschnitt in der Romischen Geschichte. Die Ursache dafur liegt in dem neuen Herrschaftssytem. Die Gewalt ubten vier Kaiser aus, die nicht miteinander verwandt waren. Sie handelten als Kollegium und sollten in einem regelmassigen Rhythmus abgelost werden. Dieses neue, allem Bekannten widersprechende System musste den Untertanen, vor allem aber dem Heer vermittelt werden. Das Buch beschreibt in vierzehn interdisziplinaren Beitragen auf der Basis aller einschlagigen archaologischen, epigraphischen, literarischen, numismatischen und papyrologischen Quellen, in welchen medialen Formen dies geschah und welche Bevolkerungsgruppen dadurch uberzeugt werden sollten.

  • Edited by Dietrich Boschung
  • Edited by Werner Eck
  • Compiled by Carmen Marcks

"Review - German ""The undoubted strength of this volume lies in the tight thematic connection between the various papers. (...)On balance, despite the shortcomings in its publication, this collection is certainly worthy of serious attention and will repay those persevering readers who take the trouble to explore it in detail.""Bent SalwayIn: Journal of Roman Studies. 102 (2012). pp. 410-413.---------------------------""Der Band uberzeugt durch die Kongruenz seiner Ansatze und die umfassende Untersuchung samtlicher fur die Herrschaftsreprasentation der Tetrarchie in Frage kommender Quellenarten. Dabei gelingt es den Verfassern der Beitrage immer wieder ubereinstimmend zentrale Elemente der tetrarchischen Reprasentation, wie die ""concordia"" und ""similitudo"" der Herrscher, deren hierarchische Abstufung innerhalb des Kollegiums sowie die gezielte Uberhohung des Kollegiums in sakrale Spharen, in unterschiedlichen Medien herauszustellen.""In: Journal fur Kunstgeschichte / of art history. 13 (2009). Heft 2. S. 87-93.---------------------------""Gegen Ende des 3. Jh. n.Chr. wurde unter Diokletian ein revolutionares Regierungssystem entwickelt, welches das krisengeschuttelte Imperium Romanum unter Umgehung des dynastischen Prinzips und der lebenslanglichen Herrschaftsfuhrung konsolidieren sollte: die Tetrarchie. Das Konzept war zwar nicht dauerhaft erfolgreich und blieb letztlich an die Person des Diokletian gebunden, doch wurde die politische Botschaft des neuen Herrschaftssystems mittels der zur Verfugung stehenden damaligen Medien nachhaltig propagiert. Der von D. B. und W. E. herausgegebene Kolloquiumsband verfolgt pointiert in 14 Beitragen (H. Leppin 13ff., S. Corcoran 31ff., K. Maresch 63ff., R Brosch 83ff., Th. Fischer 103ff., H. von Hesberg 133ff., W Oenbrink 169ff., W. Weiser 205ff., P. Weiss 205ff., W Thiel 249ff.,W Eck 323ff., D. Boschung 349ff., K. Sporn 381ff. und H. Brandt 401ff.) die medialen Kommunikationsprozesse, die eingesetzt wurden, um das neue Regierungssystem im spatromischen Reich politisch darzustellen und inhaltlich zu transportieren. Wesentliche Faktoren des Systems bildeten die physische Ahnlichkeit der Herrscher, ihre religiose Uberhohung und die Darstellung ihrer Eintracht als Kollegium sowie die klar hierarchisierten Amtsbefugnisse. Die Starke des gut lesbaren und hinreichend mit Bild- und Quellenmaterial versehenen Buches besteht in der interdisziplinaren Spannbreite bei inhaltlicher Verzahnung seiner Beitrage. Geliefert wird ein solider Einstieg in aktuelle Forschungsdiskussionen auf der Basis von epigraphischen, literarischen und archaologischen Zeugnissen.""In: Museum helveticum. 2008. S. 185.-----------------------------------------
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“The undoubted strength of this volume lies in the tight thematic connection between the various papers. (...)<br/>On balance, despite the shortcomings in its publication, this collection is certainly worthy of serious attention and will repay those persevering readers who take the trouble to explore it in detail.”<br/><br/>Bent Salway<br/><br/>In: Journal of Roman Studies. 102 (2012). pp. 410-413.<br/><br/>---------------------------<br/><br/>„Der Band überzeugt durch die Kongruenz seiner Ansätze und die umfassende Untersuchung sämtlicher für die Herrschaftsrepräsentation der Tetrarchie in Frage kommender Quellenarten. Dabei gelingt es den Verfassern der Beiträge immer wieder übereinstimmend zentrale Elemente der tetrarchischen Repräsentation, wie die „concordia“ und „similitudo“ der Herrscher, deren hierarchische Abstufung innerhalb des Kollegiums sowie die gezielte Überhöhung des Kollegiums in sakrale Sphären, in unterschiedlichen Medien herauszustellen.“<br/><br/>In: Journal für Kunstgeschichte / of art history. 13 (2009). Heft 2. S. 87-93.<br/><br/>---------------------------<br/><br/>„Gegen Ende des 3. Jh. n.Chr. wurde unter Diokletian ein revolutionäres Regierungssystem entwickelt, welches das krisengeschüttelte Imperium Romanum unter Umgehung des dynastischen Prinzips und der lebenslänglichen Herrschaftsführung konsolidieren sollte: die Tetrarchie. Das Konzept war zwar nicht dauerhaft erfolgreich und blieb letztlich an die Person des Diokletian gebunden, doch wurde die politische Botschaft des neuen Herrschaftssystems mittels der zur Verfügung stehenden damaligen Medien nachhaltig propagiert. Der von D. B. und W. E. herausgegebene Kolloquiumsband verfolgt pointiert in 14 Beiträgen (H. Leppin 13ff., S. Corcoran 31ff., K. Maresch 63ff., R Brosch 83ff., Th. Fischer 103ff., H. von Hesberg 133ff., W Oenbrink 169ff., W. Weiser 205ff., P. Weiss 205ff., W Thiel 249ff.,W Eck 323ff., D. Boschung 349ff., K. Sporn 381ff. und H. Brandt 401ff.) die medialen Kommunikationsprozesse, die eingesetzt wurden, um das neue Regierungssystem im spätrömischen Reich politisch darzustellen und inhaltlich zu transportieren. Wesentliche Faktoren des Systems bildeten die physische Ähnlichkeit der Herrscher, ihre religiöse Überhöhung und die Darstellung ihrer Eintracht als Kollegium sowie die klar hierarchisierten Amtsbefugnisse. Die Stärke des gut lesbaren und hinreichend mit Bild- und Quellenmaterial versehenen Buches besteht in der interdisziplinären Spannbreite bei inhaltlicher Verzahnung seiner Beiträge. Geliefert wird ein solider Einstieg in aktuelle Forschungsdiskussionen auf der Basis von epigraphischen, literarischen und archäologischen Zeugnissen.“<br/><br/>In: Museum helveticum. 2008. S. 185.<br/><br/>-----------------------------------------<br/><br/>„In der Materialfülle und Weite des Ansatzes beeindruckend, bietet der Band gerade für denjenigen Leser, der nicht mit allen Quellengruppen gleichermaßen vertraut ist, eine äußerst hilfreiche und substantielle Orientierung. Andererseits werden - der Konzeption entsprechend - viele dem Fachpublikum bereits seit längerem bekannte Befunde und Interpretationen vorgetragen und fällt das Ergebnis der Untersuchung insofern im Einzelnen nicht selten "im Rahmen des zu Erwartenden" aus(100). Vor diesem Hintergrund ist es bedauerlich, dass auf eine Zusammenschau der Ergebnisse und eine Konzeptualisierung weitgehend verzichtet wurde. Auseinandersetzungen mit zentralen Begrifflichkeiten wie Medium (v. Hesberg) und Repräsentation/Selbstdarstellung/Propaganda (Sporn) leuchten in einzelnen Beiträgen auf, eine umfassendere, alle Materialgruppen einschließende Modellbildung wird aber nicht vorgenommen. Was die zentrale Frage von 'Botschaft' und 'Akzeptanz' anbelangt, so scheinen besonders die Abweichungen vom 'Erwartbaren' bedeutsam zu sein: Immer wieder wird anhand der Papyri, aber auch in der Panegyrik, deutlich, dass die Empfänger kaiserlicher beneficia diese eben doch einer wie auch immer gearteten Nahbeziehung zu "ihrem" Caesar oder Augustus (und nicht dem Herrscherkollektiv) zuschrieben - und dass dies von Seiten des jeweiligen Herrschers zumindest billigend in Kauf genommen wurde. Letztlich scheiterte das neue System womöglich nicht an fehlender 'durchgängiger' Akzeptanz, sondern an der Inkonsequenz der Protagonisten selbst, die traditionellere Kommunikationsformen nicht aufgeben mochten oder konnten. Nur so ambitionierte und fundierte Projekte wie der angezeigte Sammelband können in dieser Hinsicht größere Klarheit bringen - und sind somit ein gewichtiger und unverzichtbarer Beitrag für das weitere Nachdenken über die Tetrarchie und ihr Scheitern.“<br/><br/>In: sehepunkte 8 (2008), Nr. 7/8 [15.07.2008], URL: <<a target="_blank" href="http://www.sehepunkte.de/2008/07/12083.html">http://www.sehepunkte.de/2008/07/12083.html</a>> (21.07.2008)<br/><br/><br/>
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