Die Psalmen bei den Kirchenvätern. Psalmen 61–90
bei den Kirchenvatern Ps 61-90
by Theresia Heither and Christina Reemts
Die Psalmen sind das wichtigste Gebet der Christen und wurden in der fruhen Kirche von fast allen groaen Theologen erklart. Im vorliegenden dritten Band “Die Psalmen bei den Kirchenvatern” soll der Reichtum der patristischen Psalmenauslegung fur die Psalmen 61-90 aufgezeigt werden. Den Kirchenvatern geht es bei der Beschaftigung mit “der Schrift”, d.h. mit dem Alten Testament, nicht in erster Linie um das Verstehen von Texten, sondern um das Verstehen des Heilswillens Gottes. Dieser Heilswille hat sich neu und uberraschend in Jesus Christus offenbart. Wenn die Vater das Alte Testament lesen, horen sie in ihm das in ihre Gegenwart hineingesagte Wort Gottes, das ihnen zeigt, wer Jesus ist und wer sie selbst als Kirche sind. Im Lukasevangelium, heiat es, dass Jesus nach der Auferstehung zu seinen Jungern sagt: “Alles mua in Erfullung gehen, was im Gesetz des Mose, bei den Propheten und in den Psalmen uber mich gesagt ist. Darauf offnete er ihren Sinn fur das Verstandnis der Schriften” (Lk 24,44f). Die Vater lassen sich von Jesus die Psalmen in die Hand geben und versuchen, bei jedem Vers zu verstehen, was er auf ihn und seine Kirche bezogen bedeutet. Manche ihrer Aussagen klingen in unseren Ohren judenfeindlich und waren in den damaligen Auseinandersetzungen wohl auch so gemeint. Heute muss eine gegenuber Israel respektvolle Schriftauslegung deutlich machen, dass es legitim ist, dieselben biblischen Bucher als Juden und als Christen verschieden zu verstehen, dass das judische Verstandnis also bleibend gultig ist, die Texte aber multiperspektiv sind und in der Kirche vom Christusereignis her gelesen werden konnen und mussen.
- By (author) Theresia Heither
- By (author) Christina Reemts
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