Die Geburt des Propheten Muhammad
Drei Dichtungen aus Mittelasien
By (author) Sigrid Kleinmichel
Hardback (Published)
(April 2009)
ISBN: 9783895006760
6.69 x 9.49 inches
Price: $147.00
In stock
This volume focuses on the veneration of the prophet Muhammad in Central Asia towards the end of the 19th century. It presents three text that praise the birth of the prophet: the “Mawludu ’n-nabi“ by Hilwati (1858–1921), a work by the poet Halis, and the „Na’t“ by Tïnïslïq-oghlï (1903).
English Summary: This volume focuses on the veneration of the prophet Muhammad in Central Asia towards the end of the 19th century. It presents three text that praise the birth of the prophet: the “Mawludu ‘n-nabi” by Hilwati (1858-1921), a work by the poet Halis, and the “Na’t” by Tinisliq-oghli (1903). German Description: Sigrid Kleinmichel gibt einen Einblick in die Muhammadverehrung einer Region, deren Kultur im Verhaltnis zu anderen islamischen Regionen noch relativ selten im Blickpunkt der Forscher und der Offentlichkeit Europas und Amerikas stand. Die Geburt des Propheten Muhammad in einer fur alle verstandlichen Sprache zu preisen, wurde in Mittelasien Ende des 19. Jahrhunderts ublich. Die Arbeit stellt drei fur diesen Zweck verfasste Dichtungen vor. Erstmals wird das viel gelesene “Mawludu ‘n-nabi” von Hilwati (1858-1921) aus dem Ferghanatal mit der altosmanischen Dichtung, die sein Vorbild war – Suleyman Celebis “Mevlid” (15. Jahrhundert) – eingehend verglichen. Der Dichter Halis, dessen Dichtung bisher nur in zwei Handschriften bekannt ist, folgte, wie die Untersuchung ergeben hat, dem choresmturkischen “Qisasu ‘l-anbiya'” (1310) von Rabdjuzi. Das kasachisch geschriebene “Na’t” von Tinisliq-oghli ist 1903 in Kasan gedruckt worden. Alle drei Texte werden in ihren sprachlichen Besonderheiten vorgestellt. Doch erst die kontinuierliche Bindung an die Originaltexte und die ins Einzelne gehende Analyse der Inhalte ermoglichen es, das Wesen der Bewunderung fur den Propheten vorstellbar zu machen.
Sigrid Kleinmichel<br/><br/>Studium der Turkologie, Promotion mit der Dissertation „Untersuchungen zu phonologischen, morphophonologischen und morphologischen Problemen im Marzuban-name“, Humboldt-Universität zu Berlin 1971. Forschungsschwerpunkte:<br/>Altosmanisch, usbekische Sprache; turksprachige Literaturen des 20. Jahrhunderts (u.a. „Aufbruch aus orientalischen Dichtungstraditionen. Studien zur usbekischen Dramatik und Prosa zwischen 1910 und 1934“, Budapest Akadémiai Kiadó 1993 und Wiesbaden: Harrassowitz 1993), tschaghataische Literatur (u.a. „Mir ’Aliser Nava’i und Ahmed Pasa“, in: Archivum Ottomanicum 17 (1999); „Nawa’i-i be-nawa. Betrachtungen zum dewan Nawadiru ’n-nihaya von ’Aliser Nawa’i“, in: Mir ’Alisir Nawa’i. Akten des Symposiums aus Anlaß des 560. Geburtstages und des 500. Jahres des Todes von Mir ’Alisir Nawa’i am 23. April 2001, hrsg. von Barbara Kellner Heinkele und Sigrid Kleinmichel, Würzburg: Ergon 2003); Rezeption tschaghataischer Literatur in Usbekistan im 20. Jahrhundert (“Halpa in Choresm (Hwarazm) und atin ayi im Ferghanatal. Zur Geschichte des Lesens in Usbekistan im 20. Jahrhundert“, ANOR 4 Berlin: Das Arabische 1, 2 Buch 2000).<br/>
- By (author) Sigrid Kleinmichel
"Review - German ""Diese Untersuchung umfasst allerdings weit mehr, als es ihr Titel erahnen lasst. So beschrankt sich die Autorin keineswegs nur auf die drei modernen Dichtungen. Vielmehr setzt sie diese in Bezug zu einem grossen Corpus an alterer turkischer Muhammad-Literatur, wie sie im 14., 15. und 17. Jh. in Zentralasien (...) und dem Osmanischen Reich (...) entstand und uber ihr unmittelbares Heimatgebiet hinaus in der gesamten turkisch-islamischen Welt beliebt wurde. Auf diese Weise kann Kleinmichel zeigen, wie die von ihr ausgesuchten modernen Dichter an altere Traditionen anknupfen, wie sie diese ubernehmen, aber auch wie sie sie nach eigenem Geschmack modifizieren.Aufgrund des grosszugigen zeitlichen Rahmens sowie der Menge des herangezogenen Textmaterials kann Kleinmichel mit ihrer Studie in Anspruch nehmen, die Entwicklung von Muhammads Geburt, einem komplexen, an Episoden und Erzahlelementen reichen Gegenstand, in der turkischen Dichtung vom 14. bis zum 20. Jh. in ihren wesentlichen Bahnen und Formen rekonstruiert zu haben. Abgesehen von dieser beeindruckenden literaturwissenschaftlichen Leistung bietet Kleinmichels Studie ferner interessante Anmerkungen zur sprachlichen Gestalt der von ihr analysierten Texte und damit zu einem weiten Spektrum verschiedener Turkspraehen (v. a. Osmanisch, Tschaghataisch, Kasachisch, Tatarisch).""Von Max SchwerbergerIn: Orientalische Literaturzeitung 108, (2013), 1, S. 39-41.--------------------------------------""Aufgrund der Heranziehung so zahlreicher verschiedener Wiedergaben entsteht durch Kleinmichels Arbeit zum einen ein vollstandiges und geschlossenes Bild von der Geburtserzahlung des Propheten. Noch starker kommt es der Vf. jedoch darauf an, die einzelnen Abhangigkeiten ihrer modernen zentralasiatischen Autoren von deren klassischen Vorbildern moglichst systematisch und prazis herauszuarbeiten. (...)Von allen drei behandelten modernen Texten erlangte anscheinend Hilwati den grossten Erfolg und die weiteste Verbreitung, was Kleinmichel daran festmachen kann, dass sein Text bis heute bei den Usbeken in Usbekistan und Afghanistan rezitiert wird. In diesem Sinne wunschen wir der Vf., dass ihre wertvolle Studie in ahnlicher Weise viele Leser finden und auf das ihr angemessene Interesse der Fachwelt stossen wird.""Max ScherbergerIn: Orientalistische Literaturzeitung. 108 (2013) 1. S 39-41."
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„Diese Untersuchung umfasst allerdings weit mehr, als es ihr Titel erahnen lässt. So beschränkt sich die Autorin keineswegs nur auf die drei modernen Dichtungen. Vielmehr setzt sie diese in Bezug zu einem großen Corpus an älterer türkischer Muhammad-Literatur, wie sie im 14., 15. und 17. Jh. in Zentralasien (...) und dem Osmanischen Reich (...) entstand und über ihr unmittelbares Heimatgebiet hinaus in der gesamten türkisch-islamischen Welt beliebt wurde. Auf diese Weise kann Kleinmichel zeigen, wie die von ihr ausgesuchten modernen Dichter an ältere Traditionen anknüpfen, wie sie diese übernehmen, aber auch wie sie sie nach eigenem Geschmack modifizieren.Aufgrund des grosszügigen zeitlichen Rahmens sowie der Menge des herangezogenen Textmaterials kann Kleinmichel mit ihrer Studie in Anspruch nehmen, die Entwicklung von Muhammads Geburt, einem komplexen, an Episoden und Erzählelementen reichen Gegenstand, in der türkischen Dichtung vom 14. bis zum 20. Jh. in ihren wesentlichen Bahnen und Formen rekonstruiert zu haben. Abgesehen von dieser beeindruckenden literaturwissenschaftlichen Leistung bietet Kleinmichels Studie ferner interessante Anmerkungen zur sprachlichen Gestalt der von ihr analysierten Texte und damit zu einem weiten Spektrum verschiedener Türkspraehen (v. a. Osmanisch, Tschaghataisch, Kasachisch, Tatarisch).“<br/><br/>Von Max Schwerberger<br/><br/>In: Orientalische Literaturzeitung 108, (2013), 1, S. 39-41.<br/>--------------------------------------<br/>„Aufgrund der Heranziehung so zahlreicher verschiedener Wiedergaben entsteht durch Kleinmichels Arbeit zum einen ein vollständiges und geschlossenes Bild von der Geburtserzählung des Propheten. Noch stärker kommt es der Vf. jedoch darauf an, die einzelnen Abhängigkeiten ihrer modernen zentralasiatischen Autoren von deren klassischen Vorbildern möglichst systematisch und präzis herauszuarbeiten. (...)<br/>Von allen drei behandelten modernen Texten erlangte anscheinend Hilwati den größten Erfolg und die weiteste Verbreitung, was Kleinmichel daran festmachen kann, dass sein Text bis heute bei den Usbeken in Usbekistan und Afghanistan rezitiert wird. In diesem Sinne wünschen wir der Vf., dass ihre wertvolle Studie in ähnlicher Weise viele Leser finden und auf das ihr angemessene Interesse der Fachwelt stoßen wird.“<br/><br/>Max Scherberger<br/><br/>In: Orientalistische Literaturzeitung. 108 (2013) 1. S 39-41.
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