Der strahlende Berg

Geschichten aus Fukushima

By (author) Sokyu Genyu Translated by Frauke Arndt-Kunimoto Translated by Mariko Fuchs

Book cover: Der strahlende Berg

Paperback (Published)

(June 2023)

ISBN: 9783752007312

5.83 x 8.27 inches

Price: $33.00

Out of stock

PDF (Published)

(June 2023)

ISBN: 9783752002669

Price: $28.00

The book describes in detail, realistically and comprehensibly, how the people in Fukushima experienced the disaster and came to terms with it. However, the author does not assign the characters in his stories only a passive role, but through them he repeatedly lets confidence and humor flash. Special features are that the Buddhist view of life and death runs through all the works like a red thread, and that the typical Japanese fundamental attitude to nature experiences its revelation in the stories and their protagonists.


Nach dem grossen Erdbeben im Jahr 2011 in Japan hat Saeko Kimura, eine bedeutende Literaturforscherin in der Gegenwart und Professorin an der Tsudajuku-Universitat in Tokio, einen neuen Begriff vorgeschlagen, namlich die “Post-Katastrophen-Literatur”, vergleichbar mit der Bezeichnung von “apres-guerre”, der einen grossen Wandel in der Werte- und Weltanschauung bedeutet. Viele Schriftsteller haben sich selbst gefragt, ob und wie sie uberhaupt das Thema Erdbeben und AKW-Unfall behandeln konnten und durften. Gegenuber dem grossen Interesse aus dem Ausland, im Besonderen bei den Japanologie Forschern, gab es in Japan jedoch eher Zuruckhaltung und wenig Initiative. Die japanischen Autoren fuhlen sich hilflos zuruckgelassen und stehen gleichzeitig vor der moralischen Frage, ob sie vor den grossen aktuellen Leiden und Problemen der Menschen im Erdbebengebiet solche fiktionale Literatur aus Sicht einer dritten Person uberhaupt schreiben durfen. Des Weiteren stehen sie mittendrin im politischen Gerangel betreffend der Atomkraftwerke. In den Massenmedien herrscht eine unausgesprochene und selbstauferlegte Zensur, die eine kritische Haltung gegenuber der Regierungspolitik zu vermeiden versucht und die Buchautoren scheinen sich dieser Haltung anzuschliessen. Dieses Buch, die Sammlung von sieben Kurzgeschichten, ist eine Ausnahme dieses Literaturgenres. Da der Autor selbst in Fukushima als praktizierender Zenpriester lebt und wohnt, gelang es ihm, den Alltag der Menschen ohne Hemmungen und Gewissensbisse zu skizzieren. In den Geschichten beschreibt er eindringlich die Trauer, Angste und Wut und fasst das eigentlich unbeschreibliche Leid und die unfassbar grosse Zerstorung in Worte, gleichzeitig findet er aber auch immer wieder Zuversichtlichkeit und erzahlt auch durchaus mit Witz. Es gibt zwar bereits zahlreiche Reportagen und Berichte aus diesem Katastrophengebiet, zum Teil auch in deutscher Sprache, aber die Wirklichkeit der Menschen dort einschliesslich ihrer Gedanken und Emotionen ist noch nie so detailliert, realitatsnah und nachvollziehbar geschildert worden wie in diesem Buch. Es ermoglicht dem deutschen Leser daher einen emotionalen Zugang, auch zu der japanischen Mentalitat. Durch samtliche Werke zieht sich ausserdem die buddhistische Sichtweise uber Leben und Tod und die grundlegende Haltung zur Natur. Der deutsche Leser, der sich fragt, warum die Japaner so gefasst und ruhig geblieben sind nach dem Tsunami oder warum denn nicht mehr Menschen weggezogen sind, kann hier fundig werden. Das Buch konnte eine Antwort darauf sein, das wissenschaftliche Bedurfnis nach der neuen Literaturepoche zu erfullen.

  • By (author) Sokyu Genyu
  • Translated by Frauke Arndt-Kunimoto
  • Translated by Mariko Fuchs

Im Buch wird detailliert, realitätsnah und nachvollziehbar beschrieben, wie die Menschen in Fukushima die AtomKatastrophe erlebt und sich damit auseinandergesetzt haben. Sokyu Genyu weist den Figuren in seinen Geschichten jedoch nicht nur eine passive Rolle zu, sondern lässt durch sie immer wieder Zuversicht und Humor aufblitzen. Der Autor, Zenpriester, zeichnet sich dadurch aus, dass sich durch sämtliche seiner Werke wie ein roter Faden die buddhistische Sichtweise zu Leben und Tod zieht. Die typisch japanische grundsätzliche Haltung zur Natur wird in den Geschichten und ihren Protagonisten deutlich.<br/>