Christliche Werte im Bürgerlichen Recht.
Exemplarisch illustriert anhand ausgewählter Einzelnormen.
By (author) Clara zu Löwenstein
Paperback (Published)
(January 2018)
ISBN: 9783428153152
6.18 x 9.17 inches
Price: $160.00
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Die Verzahnung von Staat und Kirche hat ihre Spuren auch im BGB hinterlassen. Die Arbeit zeigt den Einfluss christlicher Werte wie Nächstenliebe, Versprechenstreue und Sonntagsheiligung auf ausgewählte Einzelnormen des BGB. Christliche Werte finden sich bis heute im BGB, zum Beispiel im Wucher- und Schikaneverbot oder in der Bindung an einseitige Versprechen. Jedoch verlieren diese Normen an Bedeutung. Die Zukunft christlicher Werte liegt in privatautonomen Absprachen.
»Christian Values in the German Civil Code«
The historical interconnection of state and church has left its mark in the German Civil Code. This analysis explores the impact of christian values, such as love of your neighbour, trustworthiness or observance of Sundays, on provisions of civil law. Christian values appear in the Civil Code through provisions like the prohibition of usury and chicane or the binding force of unilateral promises. However, the significance of provisions with a christian background is declining.
A. Einführung
Problemstellung und Ziel der Untersuchung – Gang der Untersuchung – Methodik – Klärung von Begrifflichkeiten – Themenbegrenzung
B. Der historische Kontext der Entstehung des BGB
Das Verhältnis von Staat und Kirche – Entstehungsgeschichte des BGB – Ergebnisse
C. Christliche Werte in den Normen des BGB
Nächstenliebe am Beispiel des Schikaneverbotes, §§ 226, 826 BGB – Barmherzigkeit am Beispiel des Wucher- und Zinseszinsverbots – Liebestätigkeit und Sozialverpflichtung des Eigentums am Beispiel von § 2072 BGB – Sonntagsheiligung am Beispiel des § 193 BGB – Heiligkeit der Ehe und Keuschheit am Beispiel des § 656 BGB – Versprechenstreue am Beispiel der §§ 657, 145 BGB – Weitere christliche Werte und Beispiele im BGB – Ergebnis: Christliche Werte in breiter Streuung
D. Synthese: Behalten die Motive Recht?
Vehikel des christlichen Einflusses – Art und Weise des Imports christlicher Werte – Bedeutungswandel christlich geprägter Normen? – Anerkennung und Akzeptanz der untersuchten christlichen Werte – Ergebnis: Freundschaftliches Kooperationsverhältnis auch im BGBE
E. Ausblick: Zukunft der Einbeziehung religiöser Werte?
Gesellschaftliche Entwicklung: Pluralisierung und Rückbesinnungswunsch – Dispositives Recht – Privatautonome Vereinbarungen – Ergebnis: Zukunft religiöser Werte in freiheitlichem Ansatz
F. Zusammenfassung der Ergebnisse in Thesen
Anhang
Literatur- und Stichwortverzeichnis
Clara zu Löwenstein studierte von 2009 bis 2014 Rechtswissenschaften an der Albrecht-Ludwig-Universität zu Freiburg im Breisgau. Daneben Lehrausbildung zur Katechistin in Heiligenkreuz. Studentische Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Internationales Privatrecht der Universität Freiburg, Prof. Marc-Philippe Weller. Erstes Juristisches Staatsexamen 2014. Promotionsstudium an der Karl-Ruprecht-Universität in Heidelberg bei Prof. Weller. Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Internationales Privatrecht der Universität Heidelberg. Seit 2017 Referendariat am Oberlandesgericht Brandenburg mit Stationen in Neuruppin, Berlin und München.
- By (author) Clara zu Löwenstein
»Zu Löwensteins Arbeit verlangt viel Aufmerksamkeit, um ihrem Aufbau folgen zu können. Doch wer sich darauf einlässt, wird immer neue Blicke auf den gesetzgeberischen Prozess der letzten zwei Jahrhunderte gewinnen.« Norbert Brieskorn, in: Stimmen der Zeit, Heft 8/2018
»Insgesamt ein sehr tiefgehendes, sorgfältig ausgearbeitetes Werk, das dem Leser Freude und gewiss auch reichen Erkenntnisgewinn bei der Frage nach christlichen Werten im Bürgerlichen Recht bereiten wird und das dabei auch nicht die Augen vor der durchaus kritisch zu beantwortenden Frage verschließt, inwieweit diese einstigen, von zu Loewenstein überzeugend herausgearbeiteten Erwägungen bei Inkrafttreten des BGB im Jahr 1900 heute noch aktuell sind.« Dr. Thomas Schulteis, in: Kirche und Recht, Band 24, Heft 2/2018
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