Betriebliches Vorschlagswesen in Klein- und Mittelbetrieben.

Ein strategisches Konzept.

By (author) Marco Steih

Book cover: Betriebliches Vorschlagswesen in Klein- und Mittelbetrieben.

Extent: 196 pages

Publisher: Duncker & Humblot

Subjects: Business & Economics

Series: Schriftenreihe Unternehmensfuhrung

Series volume number: 10

Language: German

Paperback (Published)

(January 1995)

ISBN: 9783928238663

5.83 x 8.27 inches

Price: $76.00

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Die aktuellen Entwicklungen in der Betriebswirtschaftslehre, aber auch in der unternehmerischen Praxis machen eine Modernisierung des Betrieblichen Vorschlagswesens (BVW) hinsichtlich veranderter Rahmenbedingungen erforderlich. Gerade der Wettbewerbsdruck aus dem ostasiatischen Raum forciert diese Notwendigkeit. Unter dem Begriff “Kaizen” hat sich dort eine erfolgreiche Managementphilosophie durchgesetzt, deren (partielle) Ubertragung auf Strukturen westlicher Unternehmen zu uberprufen ist. Von der Unternehmensleitung kann eine konsequente Durchsetzung der Dezentralisierung des BVW mit einer moglichst weitgehenden Delegation von Entscheidungs- und Verantwortungskompetenz ausgehen. Der direkte Vorgesetzte ist beim dezentralisierten BVW befugt, Verbesserungsvorschlage (VV) seiner Mitarbeiter bis zu einer bestimmten Einspar- und damit Pramienhohe einzufuhren und zu pramieren. Diese unburokratische und flexible Vorgehensweise kommt insbesondere auch den Erfordernissen von Klein- und Mittelbetrieben (KMB) entgegen. Neben diesem aktuellen Ansatzpunkt sieht der Verfasser die Notwendigkeit, das BVW zu einem strategischen Konzept auszubauen und dieses Innovationsinstrument als einen integrativen Bestandteil der Unternehmensfuhrung zu etablieren. Eine wesentliche Anforderung stellt dabei eine adaquate Motivations- und Anreizstruktur des BVW dar. Das strategische Konzept des BVW in KMB setzt sich aus zwei Komponenten zusammen. Zum einen geht es um den Inhalt eines strategischen VV und zum anderen um die organisatorische Konzeption des BVW als strategische Allianz. Dem Verfasser gelingt es in hervorragender Weise, eine innovative Erweiterung des Status quo vorzunehmen. Um VV mit strategischer Relevanz einreichen zu konnen, mua die Unternehmensleitung Voraussetzungen schaffen, die die Mitarbeiter zu solchen VV erst befahigen. An einen strategischen VV werden dabei folgende Kriterien gestellt: Es mua sich ein unmittelbarer Nutzen fur das Unternehmen fur einen Zeitraum von mindestens zwei Jahren ergeben. Der VV mua uber den Arbeitsplatz des Einreichers hinaus anwendbar sein und insofern unternehmerische Erfolgspotentiale erschlieaen. Vor dem Hintergrund des Konzepts der strategischen Allianz entwickelt Steih die strategische BVW-Allianz. Sie hat den Zweck, fehlende Ressourcen in einzelnen KMB fur ein eigenes BVW zur Verfugung zu stellen. In dieser Allianz sind Unternehmen zusammengeschlossen, die eine gemeinsame zentrale BVW-Koordinationsstelle grunden, um die zentral losbaren Aufgaben bezuglich des BVW an diese unternehmensexterne Abteilung zu delegieren. Die Allianz kann einerseits nach regionalen Kriterien erfolgen, andererseits kann die Allianz von Unternehmen gepragt sein, die demselben Wirtschaftszweig angehoren. Die Koordinationsstelle ubernimmt alle administrativen BVW-Aufgaben und entlastet weitestgehend die an der Allianz angeschlossenen Unternehmen. Neben der theoretischen Erweiterung des Betrieblichen Vorschlagswesens hinsichtlich obiger Sachverhalte, ist es das Verdienst des Verfassers, ein praktikables Modell vorzustellen, daa sich auch in der Praxis bewahren konnte.

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