Bestattungssitten zwischen Tradition und Modifikation

Kulturelle Austauschprozesse in den griechischen Kolonien in Unteritalien und Sizilien vom 8. bis zum 5. Jahrhundert v. Chr.

By (author) Nadin Burkhardt

Book cover: Bestattungssitten zwischen Tradition und Modifikation

Extent: 424 pages

Publisher: Dr. Ludwig Reichert Verlag

Subjects: Mediterranean Archaeology

Series: Italiká

Language: German

Hardback (Published)

(March 2014)

ISBN: 9783895009549

8.31 x 11.69 inches

Price: $192.00

In stock

PDF (Published)

(January 2013)

ISBN: 9783954906628

Price: $160.00

English summary: This study focuses on cultural exchange and aspects of acculturation going back to Greek settlement in southern Italy and Sicily and the resulting various forms of coexistence between the Italian and Sicilian population and the Greek colonists. Taking into account the development of types of grave, burial gifts and funeral customs, this volume analyzes various influential phenomena, such as the relationships between colony and mother city, those between the various individual colonies and their surroundings as well as to the people living close-by. The study is based on three case studies: the Euboean settlements Pithekoussai and Kyme in Campania, the Akhaian colony of Metapontum and the Spartan Taras in southern Italy, and the Rhodian-Cretan establishments Akragas and Gela in Sicily. German description: Im Zentrum der Arbeit stehen Kulturaustausch und Akkulturationsaspekte, die auf die Ansiedlung der Griechen in Unteritalien und Sizilien zuruckgehen und aus dem Mit- und Nebeneinanderleben der italischen und sizilischen Bevolkerungsgruppen und der griechischen Kolonisten resultieren.Anhand der Entwicklung von Grabtypen, Beigaben und Bestattungssitten werden Einflusse verschiedener Art untersucht wie die Beziehungen zwischen Kolonie und Mutterstadt, zwischen den Kolonien untereinander und zu ihrer Umgebung und zu der im Umland lebenden Bevolkerung. Die Untersuchung erfolgt anhand dreier Fallbeispiele – die euboischen Grundungen Pithekoussai und Kyme in Kampanien, die achaische Kolonie Metapontion und das spartanische Taras in Unteritalien und die rhodisch-kretischen Grundungen Gela und Akragas auf Sizilien.

Nadin Burkhardt <br/><br/>absolvierte ihr Studium der Klassischen Archäologie, der Kunstgeschichte und der Archäologie der römischen Provinzen in Berlin, Paris und Köln. Im März 2008 erfolgte die Promotion an der Universität Köln mit der Arbeit „Zwischen Tradition und Modifikation. Kulturelle Austauschprozesse in den Bestattungssitten der griechischen Kolonien in Unteritalien und Sizilien vom 8. bis zum 5. Jahrhundert v. Chr.“<br/>Zwischen 2004 und 2008 arbeitete und forschte sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fachgebiet Klassische Archäologie am Fachbereich Architektur an der TU Darmstadt, sowie als Stipendiatin im Schwerpunktprogramm „Italische Kulturen vom 7. bis 3. Jahrhundert v. Chr. in Unteritalien und Sizilien“ am Deutschen Archäologischen Institut in Rom und als Koordinatorin im Schwerpunktprogramm 1171 „Frühe Zentralisierungs- und Urbanisierungsprozesse. Zur Genese und Entwicklung frühkeltischer Fürstensitze“ am Landesamt für Denkmalpflege am Regierungspräsidium Stuttgart. Seit November 2008 ist sie wissenschaftliche Assistentin in der Klassischen Archäologie am Institut für Archäologische Wissenschaften an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt am Main.<br/>Zu ihren Grabungstätigkeiten gehören die Mitarbeit bzw. eigenständige Projekte in Marzabotto (Italien), in Gadara/Umm Qais (Jordanien) und in Priene (Türkei). Forschungsschwerpunkte bilden die griechische Kolonisation im Westen, Diasporasynagogen im Mittelmeerraum und die spätantike Stadtentwicklung in Griechenland.

  • By (author) Nadin Burkhardt

„Mit ihrer groß angelegten Synthese hat Nadin Burkhardt eine Arbeit mit Handbuchcharakter vorgelegt, die einen quellen- und literaturgesättigten Überblick bietet und auch für Teilbereiche bequem zu konsultieren ist.“<br/><br/>Matthias Hoernes<br/><br/>In: Göttinger Forumg für Altertumswissenschaften 18, 2015, 1021-1030.<br/>--------------------------------------------<br/>„Viele Besonderheiten des Bestattungswesens lassen sich weder durch Rückbezüge aus der Heimat der Kolonisten noch durch Einflüsse von den einheimischen Kulturen Italiens allein erklären. Vielmehr zeigt sich, und das ist das nicht geringe Verdienst der vorliegenden Arbeit, dass die Bestattungssitten in den Kolonien von Beginn weg eigenständige Wege gehen, geprägt von den neuen Lebensumständen der Kolonisten, den spezifischen naturräumlichen Gegebenheiten und dem Bestattungsverhallen der einheimischen und griechischen Nachbarn“<br/>Martin A. Guggisberg<br/><br/>In: Museum Helveticum, Vol. 72, Fas. 1, 2015, S. 109.
—