Osnabrucker Jahrbuch Frieden und Wissenschaft XXVI / 2019

Themenschwerpunkt: Im Zeichen der Freiheit

edited by Prasidentin der Universitat Osnabruck and Oberburgermeister d. Stadt Osnabruck

Book cover: Osnabrucker Jahrbuch Frieden und Wissenschaft XXVI / 2019

Extent: 213 pages

Publisher: Vandenhoeck & Ruprecht

Subjects: Social Sciences 

Series: Osnabrucker Jahrbuch Frieden und Wissenschaft

Series volume number: 2019

Language: German

Hardback (Published)

(December 2019)

ISBN: 9783847110415

6.18 x 9.45 inches

Price: $29.00

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Im Fruhjahr 1989 protestierten Studierende in Peking gegen die Regierung der Staatspartei KPCH. Es ging ihnen um die Freiheit politischer Kritik und die Moglichkeit, unabhangige Organisationen zu grunden. Der Protest und die Hoffnungen auf politische Veranderungen wurden niedergeschlagen. Ein Sieg der Freiheit in der Folge des weltpolitischen Umbruchs von 1989 ist bisher nicht eingetreten. Aktuelle Falle wie der des in Istanbul ermordeten Journalisten Khashoggi und anderer Kritiker, Menschenrechtsaktivisten und Whistleblower veranschaulichen die andauernde Verletzlichkeit der Freiheit von Meinungsausserung, des Aufenthalts und ungehinderter Bewegung sowie des Anspruchs auf korperliche Unversehrtheit. Freiheitsbedrohungen durch verbale Angriffe mit personlicher, politischer und religioser Zielsetzung, Diffamierungen und Beleidigungen, wie sie die sozialen Medien transportieren, kommen hinzu. Davon ist vieles durch das Grundrecht der freien Meinungsausserung und der Kunstfreiheit erlaubt. Doch die Freiheit des Einzelnen kann nur so weit reichen, wie die Freiheit des Nachsten unverletzt bleibt.


Vor 30 Jahren, im Fruhjahr 1989, protestierte eine Bewegung von Studierenden auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking offentlich gegen die Regierung der Staatspartei KPCH. Es ging ihnen um die Freiheit politischer Kritik und die Moglichkeit, unabhangige Organisationen zu grunden. Der Protest und die Hoffnungen auf politische Veranderungen wurden niedergeschlagen. Der lange Zeit inhaftierte chinesische Schriftsteller Liao Yiwu war als literarischer Chronist der Proteste in Peking Podiumsgast bei den Osnabrucker Friedensgesprachen. Ein Sieg der Freiheit in der Folge des weltpolitischen Umbruchs von 1989 ist bisher nicht eingetreten. Das zeigen aktuelle Verfolgungen und Verhaftungen von Oppositionellen etwa in der Turkei, im Sudan, in Russland, Iran oder in Hongkong. Falle wie der des in Istanbul ermordeten Journalisten Khashoggi und vieler anderer Kritiker, Menschenrechtsaktivisten und Whistleblower veranschaulichen die andauernde Verletzlichkeit der Freiheit von Meinungsausserung und Information, der Freiheit des Aufenthalts und ungehinderter Bewegung sowie des Anspruchs auf korperliche Unversehrtheit. Freiheitsbedrohungen durch verbale Angriffe mit personlicher, politischer und religioser Zielsetzung, Diffamierungen und Beleidigungen, wie sie die sozialen Medien transportieren, kommen hinzu. Davon ist vieles erlaubt, durch das Grundrecht der freien Meinungsausserung, auch der Kunstfreiheit gedeckt. Doch die Freiheit des Einzelnen kann nur so weit reichen, wie die Freiheit des Nachsten unverletzt bleibt. Unter dem Zeichen der Freiheit versammelt der vorliegende, 26. Band des Jahrbuches der Osnabrucker Friedensgesprache Falle und Aspekte der Bedrohung individueller Freiheit(en), aber auch Reflexionen uber die Auswirkungen jener Freiheiten, von denen regierende Staatenlenker wie z.B. Donald Trump souveran Gebrauch machen.

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