Bekennen und Bekenntnis im Kontext der Wittenberger Reformation

Contributions by Jan-Andrea Bernhard Contributions by Daniel Gehrt Contributions by Werner Klän Contributions by Ernst Koch Contributions by Robert Kolb Contributions by Inge Mager Contributions by Stefan Michel Contributions by Martin Ohst Contributions by Christian Peters Contributions by Peter Walter Contributions by Maria Lucia Weigel Contributions by Siegrid Westphal Contributions by Christian Volkmar Witt Edited by Daniel Gehrt Edited by Johannes Hund Edited by Stefan Michel Series edited by Irene Dingel

Book cover: Bekennen und Bekenntnis im Kontext der Wittenberger Reformation

Extent: 313 pages

Publisher: Vandenhoeck & Ruprecht

Subjects: Early Modern & Renaissance Studies, Religious Studies

Series: Veroffentlichungen des Instituts fur Europaische Geschichte Mainz

Language: German

Hardback (Published)

(January 2019)

ISBN: 9783525570951

6.34 x 9.33 inches

Price: $113.00

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Bekenntnistexte im Luthertum: Zwischen Normativität, Theoriegrundlage und politischer Bedeutung


Von den drei grossen Konfessionen entwickelte nur das Luthertum verbindliche Bekenntnisse, die die Lehre normativ formulierten. Oft wurde der grosse Rang, der dem Bekennen im Luthertum zukam, in der wissenschaftlichen Literatur mit einem besonderen Drang zur Lehrnormierung verbunden. Dieser Befund gab Anlass zu einem Arbeitsgesprach, das Oktober 2015 in der Forschungsbibliothek Gotha stattfand. Der vorliegende Aufsatzband vereint die meisten dort gehaltenen Beitrage. In der Blutezeit der Bekenntnisproduktion (Wolf Dieter Hauschild) zwischen 1549 und 1580 entstanden zahlreiche Bekenntnistexte mit ausserst vielfaltigen Funktionen. Es ging nicht einfach nur darum, seinen Glauben zu bekennen, sondern es mussten oft auch religions- oder bundnispolitische Aspekte beim Abfassen und Durchsetzen eines Bekenntnisses beachtet werden. Fur das fruhneuzeitliche Luthertum hatten die Bekenntnisse, die im Konkordienbuch von 1580 versammelt waren, zumindest der Theorie nach den Rang einer norma normata. Ihre Bedeutung leitete sich von der Heiligen Schrift ab und bestimmte zugleich als Rahmen die theologische Lehrbildung. Im Zuge der Aufklarung veranderte sich dieses Bild jedoch drastisch. Die Geltung der lutherischen Bekenntnisse war im 19. Jahrhundert nicht mehr selbstverstandlich. In der theologischen Reaktion auf die aufklarerische Dogmenkritik traten die Bekenntnisschriften oft als neue Lehrgesetze wieder in Geltung.

  • Contributions by Jan-Andrea Bernhard
  • Contributions by Daniel Gehrt
  • Contributions by Werner Klän
  • Contributions by Ernst Koch
  • Contributions by Robert Kolb
  • Contributions by Inge Mager
  • Contributions by Stefan Michel
  • Contributions by Martin Ohst
  • Contributions by Christian Peters
  • Contributions by Peter Walter
  • Contributions by Maria Lucia Weigel
  • Contributions by Siegrid Westphal
  • Contributions by Christian Volkmar Witt
  • Edited by Daniel Gehrt
  • Edited by Johannes Hund
  • Edited by Stefan Michel
  • Series edited by Irene Dingel

"Dipping into a variety of issues, this is a thought-provoking survey of how confessing, the confessional writings, and particular aspects of those writings have functioned over the centuries to shape churches, individuals, and civil societies." Haemig, Mary Jane, Church History, October 2, 2020
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