Die Afrikaexperten
Das Internationale Afrikainstitut und die europäische Afrikanistik, 1926–1976
By (author) Stefan Esselborn
Hardback (Published)
(August 2018)
ISBN: 9783525301913
6.34 x 9.33 inches
Price: $107.00
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Wie entstand Wissen zu Afrika? Eine Geschichte des Internationalen Afrikainstituts (IIALC/IAI)
English summary: How was knowledge about African languages, cultures and societies produced and disseminated in the 20th century? The present book tackles this question by focusing on the history of the International African Institute (IIALC/IAI) in London. Rooted in the colonial reform movement of the 1920s and its quest for a culturally “adapted” development of Africa, the IAI soon became a crucial scientific hub in its field, connecting scholars from different nations and disciplines, setting research agendas, and distributing funds. Its history illustrates the complicated relationship between African studies and Africa’s colonial past, but also the changing topography and disciplinary composition of the field, as well as the vital role played by transnational actors such as missionary societies or American philanthropic foundations. German description: Das 1926 gegrundete Internationale Afrikainstitut (IIALC/IAI) in London war die erste und lange Zeit wichtigste inter- bzw. transnationale Organisation auf dem Gebiet der Erforschung afrikanischer Sprachen, Kulturen und Gesellschaften. Wahrend seine Entstehung in erster Linie auf das kolonialreformerische Projekt einer kulturell ‘angepassten’ Entwicklung Afrikas zuruckging, erlangte das Institut schnell erhebliche wissenschaftliche Bedeutung. Indem es Wissenschaftler verschiedener Nationalitaten und Disziplinen vernetzte, wissenschaftliche Themen setzte und Forschungsgelder verteilte, hatte es erheblichen Anteil an der Entwicklung der Afrikanistik von der kolonialen ‘Amateurforschung’ des fruhen 20. Jahrhunderts zur akademisch institutionalisierten Regionalexpertise im Rahmen der Area Studies des Kalten Kriegs. Die Geschichte des IAI illustriert daher nicht nur die Verflechtung von Afrikaforschung und Kolonialismus. Sie beleuchtet auch die Umstande und Folgen der Etablierung kulturwissenschaftlichen Wissens als (kolonial-) politischer Expertise, die wichtige Rolle transnationaler Akteure wie der Missionsbewegung oder der US-amerikanischen philanthropischen Stiftungen, sowie die topografischen, disziplinaren und intellektuellen Verschiebungen im Kontext von Dekolonisierung und afrikanischer Unabhangigkeit. Das Buch versteht sich als Beitrag zur Geschichte der Wissenschaft im (post-) kolonialen Raum, der inter- und transnationalen Organisationen sowie zur Rolle wissenschaftlicher Experten im 20. Jahrhundert.
- By (author) Stefan Esselborn
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