Colloquia Attica. Band 2

Neuere Forschungen zu Athen im 5. Jahrhundert v. Chr.

Edited by Werner Riess

Book cover: Colloquia Attica. Band 2

Extent: 224 pages

Publisher: Franz Steiner Verlag

Subjects: Classical Studies

Series: Hamburger Studien zu Gesellschaften und Kulturen der Vormoderne

Language: German

Paperback (Published)

(December 2020)

ISBN: 9783515128940

6.69 x 9.49 inches

Price: $86.00

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Das Athen des 5. Jh. v. Chr. war gepragt von Gegensatzen – mit genau diesen beschaftigte sich das vierte Hamburger Colloquium Atticum: Wie konnten die alten Eliten unter der Demokratie von Kooperationen uberzeugt werden? Die Autorinnen und Autoren erhellen zum einen mit okonomischen, rechtlichen und logistischen Uberlegungen die Funktionen des Seebunds. Zum anderen akzentuieren sie den Weg in den Peloponnesischen Krieg neu. Eine entpersonlichte Herrschaft garantierte zwar die Freiheit des Individuums, dieses musste sich jedoch der Staatsgewalt unterordnen. Scholien zu Aristophanes bekraftigen die antike Tradition, dass Perikles aufgrund innenpolitischer Probleme zum Krieg drangte. Alkibiades erscheint als schillernde Figur, die mit ihren Widerspruchen fur die gegensatzlichen Tendenzen der Zeit steht. Nach den oligarchischen Coups von 411 und 404/3 v. Chr. spielten die Hopliten eine zentrale Rolle, die in ihrem Selbstverstandnis zwischen Oligarchie und Demokratie schwankten. Schliesslich lasst sich ikonographisch nachweisen, dass sich das Sehen um 480 v. Chr. so veranderte, dass von einer visuellen Revolution in der griechischen Welt gesprochen werden kann.


Das Athen des 5. Jh. v. Chr. war gepragt von Gegensatzen – mit genau diesen beschaftigte sich das vierte Hamburger Colloquium Atticum: Wie konnten die alten Eliten unter der Demokratie von Kooperationen uberzeugt werden? Die Autorinnen und Autoren erhellen zum einen mit okonomischen, rechtlichen und logistischen Uberlegungen die Funktionen des Seebunds. Zum anderen akzentuieren sie den Weg in den Peloponnesischen Krieg neu. Eine entpersonlichte Herrschaft garantierte zwar die Freiheit des Individuums, dieses musste sich jedoch der Staatsgewalt unterordnen. Scholien zu Aristophanes bekraftigen die antike Tradition, dass Perikles aufgrund innenpolitischer Probleme zum Krieg drangte. Alkibiades erscheint als schillernde Figur, die mit ihren Widerspruchen fur die gegensatzlichen Tendenzen der Zeit steht. Nach den oligarchischen Coups von 411 und 404/3 v. Chr. spielten die Hopliten eine zentrale Rolle, die in ihrem Selbstverstandnis zwischen Oligarchie und Demokratie schwankten. Schliesslich lasst sich ikonographisch nachweisen, dass sich das Sehen um 480 v. Chr. so veranderte, dass von einer visuellen Revolution in der griechischen Welt gesprochen werden kann.

  • Edited by Werner Riess