Homer im kulturellen Gedächtnis

Eine intentionale Geschichte archaischer Homerrezeption bis zur Perserkriegszeit

By (author) Lars Hübner

Book cover: Homer im kulturellen Gedächtnis

Extent: 247 pages

Publisher: Franz Steiner Verlag

Subjects: Classical Studies

Series: Hamburger Studien zu Gesellschaften und Kulturen der Vormoderne

Language: German

Paperback (Published)

(July 2019)

ISBN: 9783515123495

6.69 x 9.49 inches

Price: $90.00

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Die Dichtungen, die mit dem Namen Homer verbunden werden, haben Geschichte gemacht. Nach wie vor stellen sie einen wesentlichen Teil des europaischen kulturellen Gemeinguts dar. Umso tiefgreifender muss ihre Wirkmachtigkeit fur die griechische Antike veranschlagt werden. Zu dieser Zeit galt Homer als der Dichter uberhaupt und seine – selbstverstandlich als historisch erachteten – Helden dienten als Massstabe menschlichen Handelns. Warum jedoch wurden diese Dichtungen zum Fixstern eines gesamtgriechischen Wir-Gefuhls? Lars Hubners These: Von Anfang an stellte Homerisches eine Konstituente archaischer Machtpolitik dar. Hubner kann zeigen, dass die archaische Homerrezeption und die Genese der polis auf das Engste miteinander verwoben sind. Die kulturelle Wirkmachtigkeit der homerischen Epen ist daher nicht nur in ihrer inhaltlichen wie sprachlichen Opulenz begrundet. Sie besteht mindestens ebenso in ihrer Eigenschaft, auf die legitimatorischen Fragen in politicis von Aristokraten, Tyrannen und schliesslich ganzer Burgerschaften Antworten geben zu konnen.


Die Dichtungen, die mit dem Namen Homer verbunden werden, haben Geschichte gemacht. Nach wie vor stellen sie einen wesentlichen Teil des europaischen kulturellen Gemeinguts dar. Umso tiefgreifender muss ihre Wirkmachtigkeit fur die griechische Antike veranschlagt werden. Zu dieser Zeit galt Homer als der Dichter uberhaupt und seine – selbstverstandlich als historisch erachteten – Helden dienten als Massstabe menschlichen Handelns. Warum jedoch wurden diese Dichtungen zum Fixstern eines gesamtgriechischen Wir-Gefuhls? Lars Hubners These: Von Anfang an stellte Homerisches eine Konstituente archaischer Machtpolitik dar. Hubner kann zeigen, dass die archaische Homerrezeption und die Genese der polis auf das Engste miteinander verwoben sind. Die kulturelle Wirkmachtigkeit der homerischen Epen ist daher nicht nur in ihrer inhaltlichen wie sprachlichen Opulenz begrundet. Sie besteht mindestens ebenso in ihrer Eigenschaft, auf die legitimatorischen Fragen in politicis von Aristokraten, Tyrannen und schliesslich ganzer Burgerschaften Antworten geben zu konnen.

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